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Dienstag, 31. Mai 2016MESZ20:02 Uhr

Kulturnachrichten

Dienstag, 15. März 2016

Schriftsteller Dieter Mucke ist tot

Mucke wurde vor allem mit Lyrik, Kinderbüchern und satirischer Prosa bekannt

Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" unter Berufung auf Muckes Familie berichtet, starb Dieter Mucke bereits am Samstag im Alter von 80 Jahren im Kreis seiner Angehörigen in Halle. Der gebürtige Leipziger, der seit 1961 in Halle lebte, gehörte zu den namhaften ostdeutschen Dichtern. Mucke veröffentlichte rund 20 Bücher, unter anderem die Gedichtbände "Kammwanderung" und "Panik im Olymp" sowie das Erinnerungsbuch "Laterna magica". Politisch wurde der Autor in der DDR von den 60er Jahren an verfolgt, dreimal wurde er exmatrikuliert. Die gegen ihn angelegte Stasi-Akte zählt rund 2.000 Seiten.

"Rosa Roth"-Regisseur Carlo Rola gestorben

Rola erliegt im Alter von 57 Jahren Herzinfarkt

Der Regisseur und Produzent Carlo Rola, bekannt etwa durch die ZDF-Krimireihe "Rosa Roth", ist mit 57 Jahren gestorben. Wie seine Frau, die Schauspielerin Dennenesch Zoudé mitteilen ließ, erlag der gebürtige Franke am Montag in Berlin einem plötzlichen Herztod. Rola hatte 1996 zusammen mit Iris Berbens Sohn Oliver Berben eine Filmproduktionsgesellschaft gegründet, die zahlreiche Fernsehfilme herausbrachte. Quotenerfolge fuhr er mit TV-Mehrteilern wie "Die Patriarchin" und "Afrika, mon amour" ein.

Indie Autor Preis für Hanna Kuhlmann

Preisvergabe auf Leipziger Buchmesse

Hanna Kuhlmann wird für ihr Buch "Nachtschatten" mit dem diesjährigen Indie Autor Preis in der Kategorie Fantasy ausgezeichnet. Der mit 3000 Euro dotierte Preis wird gemeinsam von der Leipziger Buchmesse, dem Literaturpreis Seraph und der Self-Publishing-Plattform neobooks vergeben. Eine Experten-Jury wählte die 23-jährige Autorin aus mehr als 150 Bewerbungen aus. Hanna Kuhlmanns Fantasy-Roman dreht sich um Schattengeister und Wasserdrachen. Die Verleihung, die im Genre Fantasy zum ersten Mal vergeben wird, soll an diesem Samstag stattfinden.

Statuen aus der Pharaonenzeit bei Luxor entdeckt

Kunstschätze gehören zu Tempelanlage von Tutanchamuns Großvater

Nahe der ägyptischen Stadt Luxor sind acht Statuen der Göttin Sechmet entdeckt worden. Die Figuren aus schwarzem Granit kamen bei Grabungen eines ägyptisch-deutschen Teams beim Totentempel von Pharao Amenhotep III. (um 1388-1352 v.Chr.) in Kom al-Hitan zutage, teilte das Antikenministerium in Kairo mit. Sechs der Statuen zeigten die löwenköpfige Göttin auf einem Thron sitzend mit dem Lebenszeichen Anch in der Hand; drei davon seien vollständig erhalten und in ausgezeichnetem Zustand. Zwei weitere Statuen stellten Sechmet stehend dar. Nach einer genauen Dokumentation und Restaurierung sollen die acht Statuen öffentlich zu sehen sein. Der Tempelkomplex von Kom al-Hitan ist mit 38,5 Hektar der größte Ägyptens. Amenhotep III., ein Großvater Tutanchamuns, begann die Anlage um 1385 v.Chr. zu errichten und ließ sie mit Hunderten von Statuen ausstatten.

Festnahmen nach spektakulärem Kunstraub in Verona

Bilder im Wert von 15 Millionen Euro sichergestellt

Vier Monate nach einem spektakulären Kunstraub im norditalienischen Verona haben Sicherheitskräfte in Italien und in der Republik Moldau 13 Verdächtige festgenommen. Das Versteck der Bilder sei in Moldau entdeckt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. "Hoffen wir, dass alle Gemälde gefunden werden und dass sie in gutem Zustand sind", sagte der Veronas Bürgermeister Flavio Tosi. Bewaffnet und vermummt waren mehrere Männer im vergangenen November in das städtische Museum Castelvecchio eingedrungen und hatten 17 Renaissance- und Barockgemälde weltberühmter Künstler gestohlen. Der Wert des Diebesgutes wurde auf bis zu 15 Millionen Euro geschätzt. Unter den gestohlenen Kunstschätzen waren Werke von Meistern wie Tintoretto, Mantegna und Pisanello sowie die Bilder "Porträt einer Dame" von Peter Paul Rubens (1577-1640) und "Büßender Hieronymus in der Wüste" von Jacopo Bellini (um 1400-1471).

"Wolfsmenschen" vor Dresdner Frauenkirche

Künstler will mit Skulpturen zu Diskussion über Rassismus und Gewalt anregen

Vor der Dresdner Frauenkirche hat der Künstler Rainer Opolka mit der Aufstellung von 66 "Wolfsmenschen" begonnen. Das Rudel stehe symbolisch für "Hasser, Brandsatz-Werfer, Neo-Nazis, wütende Pegidisten und AfDler, die auf Flüchtlinge schießen wollen", erklärte Opolka die Installation auf der Internetseite der Aktion. Das Kunstprojekt mit den zwei Meter hohen Skulpturen soll am Mittwoch offiziell eröffnet werden. Die "Wolfsmenschen" werden etwa eine Woche auf dem Neumarkt bleiben. Opolka will mit seinen "Wolfsmenschen" durch die Hauptstädte aller Bundesländer ziehen, als nächste Städte sollen Potsdam und Berlin folgen. Während der Aktion mit dem Titel "Die Wölfe sind zurück" will der Brandenburger eigenen Angaben zufolge auch mit Passanten ins Gespräch kommen.

"Theaterflatrate" für Studenten in Osnabrück

Kostenloser Eintritt wird durch erhöhten Semesterbeitrag finanziert

Osnabrück will mehr Studierende durch eine "Flatrate" ins Theater locken. Das städtische Theater ermöglicht Studenten einen kostenlosen Zugang zu allen Aufführungen, wie die Verantwortlichen mitteilten. Ab zwei Tage vor der jeweiligen Veranstaltung kann jeder an Universität oder Hochschule eingeschriebene Student an der Theaterkasse eine kostenlose Karte erhalten. Die Finanzierung fußt auf dem Solidarprinzip: Alle Studierenden zahlen dafür künftig einen Euro mehr Semesterbeitrag. Für weniger Kurzentschlossene gilt weiterhin der reguläre Studentenrabatt von 50 Prozent.

Wolfgang Thierse erhält Kulturgroschen 2016

Wichtigste Auszeichnung des Deutschen Kulturrats

Der ehemalige Bundestagspräsident und SPD-Politiker Wolfgang Thierse ist in Berlin mit dem Kulturgroschen 2016 des Deutschen Kulturrats ausgezeichnet worden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters lobte in ihrer Laudatio Thierse für sein "herausragendes Engagement für Kunst und Kultur", für das er "nicht mit dem Kopf durch die Wand, sondern mit Köpfchen durch Türen" gegangen sei. Thierse habe sich als Mitglied des Deutschen Bundestags stets für die Kultur stark gemacht und seine Aufmerksamkeit sowohl der Erinnerungskultur als auch dem zeitgenössischen künstlerischen Schaffen gewidmet, begründete der Kulturrat seine Entscheidung. Ein besonderes Augenmerk habe Thierse auf Kunst in Ostdeutschland gerichtet. Der Deutsche Kulturrat zeichnet seit 1992 jährlich Persönlichkeiten oder Institutionen mit dem undotierten Kulturgroschen aus, die sich um die Kultur in Deutschland verdient gemacht haben.

Deutsche lesen fast vier Stunden pro Woche

Lesezeit ist seit 2001 gesunken

Die durchschnittliche Lesezeit pro Tag ist in Deutschland von 2001 bis 2013 um 5 Minuten auf täglich 32 Minuten gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Deutsche lesen in ihrer Freizeit fast vier Stunden pro Woche - etwas weniger als um die Jahrtausendwende. Zeitungen und Zeitschriften werden häufiger gelesen als Bücher. 1 Stunde und 24 Minuten pro Woche verbringen die Bürger im Schnitt damit. Für Bücher bleiben 49 Minuten. Die übrige Lesezeit entfällt unter anderem auf Gebrauchsanweisungen, Beipackzettel, Broschüren und Kataloge. 11 Minuten beschäftigt sich durchschnittlich ein Leser pro Tag mit Zeitungen, fünf Minuten weniger als 2001. Unverändert ist die Lesezeit von Büchern mit durchschnittlich sieben Minuten pro Tag. Rentner verbringen etwa sieben Stunden pro Woche mit Lesen. Mit eineinhalb Stunden pro Woche nehmen sich die 18- bis 29-Jährige am wenigsten Zeit für das Lesen. Kinder und Jugendliche (10 bis 17 Jahre) lesen dagegen mit zweieinhalb Stunden wöchentlich so viel wie die 30- bis 44-Jährigen.

Britischer Komponist Peter Maxwell Davies gestorben

Der ehemalige Hofkomponist des Königshauses wurde 81 Jahre alt

Der britische Komponist Peter Maxwell Davies galt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten seines Landes und war als Dirigent unter anderem im Leipziger Gewandhaus zu Gast. Sein international anerkanntes Werk umfasst zahlreiche Genres von Symphonien über Opern und Ballett bis zu Filmmusik. Von 2004 bis 2014 hatte Davies das Amt Master of the Queen's Music inne. In dieser Funktion dirigierte er das Hoforchester und schrieb Auftragswerke nach den Bedürfnissen des Königshauses. Als Prinz William und Kate 2011 heirateten, war das getragene Klavierstück "Farewell to Stromness" teil der musikalischen Begleitung der Hochzeitszeremonie. Im Juni feiert seine Kinderoper "The Hogboon" Weltpremiere im Londoner Barbican mit dem London Symphony Orchestra unter Leitung von Simon Rattle.

Notförderung für Jüdisches Filmfestival Berlin bewilligt

Hauptstadtkulturfonds hatte Förderung für 2016 überraschend abgelehnt

Das Jüdisches Filmfestival Berlin & Brandenburg kann nach Wochen der Unsicherheit aufatmen. Am Wochenende hat das Auswärtige Amt nach eingehenden Gesprächen mit dem Festivalteam eine Notförderung für das Jahr 2016 zugesagt. Das traditionsreiche Festival war, nach der unerwarteten Entscheidung des Hauptstadtkulturfonds das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg nicht wieder zu fördern, in seiner Existenz bedroht. Anfragen seitens des Festivals an Staatsministerin Monika Grütters für kurzfristige andere Fördermöglichkeiten aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur waren erfolglos geblieben. Das Festival, das auch vom Land Brandenburg, dem Zentralrat der Juden in Deutschland und verschiedenen Sponsoren unterstützt wird, kann somit vom 04. - 19. Juni 2016 in Berlin und Brandenburg stattfinden.

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