Dienstag, 23. September 2014MESZ18:25 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsProf. Boernes Angst vor dem Krebs
Die beiden Hauptdarsteller des "Tatort" Münster, Axel Prahl als Kommissar Thiel (l) und Jan Josef Liefers als Prof. Boerne

Nach dem Erfolg des vergangenen "Tatorts" geht "Spiegel Online" dem Hinweis des Gerichtsmediziners Prof. Boerne nach, ob Kiffen Hodenkrebs fördert. "Tagesspiegel" und "Süddeutsche" ergründen dagegen, warum es so viele Messdiener ins Showbiz zieht.Mehr

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Fazit

LeinwandBlick auf ein Filmschaffen am Rande
Erwin Geschonneck als Vater Grubske in "Anton, der Zauberer" (Regie: Günter Reisch)

Mit einer Retrospektive will das Hamburger Filmfestival eine ganz eigene Kinofilmwelt abbilden: die der DDR. Kuratiert von Andreas Dresen, zeigt die Reihe vor allem Filme, die damals nur wenig Beachtung fanden oder auch inzwischen zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind.Mehr

Staatsbibliothek BerlinSchatzsuche zwischen Buchdeckeln
Ein Engel begegnet drei Männern: Aus dem Diez-Album, Iran, erste Hälfte des 14. Jahrhunderts.

Die Berliner Staatsbibliothek besitzt die umfangreichste Sammlung orientalischer Handschriften in Deutschland. Eine Ausstellung zeigt nun zwei Dutzend der 17.000 persischen Unikate – und erzählt, welche Mühe es macht, alte Bücher zu erhalten.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 19.07.2012

Schmerzlich vermisst: Berts brummiges Timbre

Die Schlagerwelt trauert um Norbert Berger

Jan Feddersen im Gespräch mit Gabi Wuttke

Das Schlagerduo Cindy & Bert im Partnerlook, aufgenommen im Mai 1972
Das Schlagerduo Cindy & Bert im Partnerlook, aufgenommen im Mai 1972 (picture alliance / dpa / Peter Becker)

Nach Einschätzung des Musikjournalisten Jan Fedderson bleibt das Schlagerduo Cindy und Bert aus den 70er-Jahren im Gedächtnis als das deutsche Pendent zu Sonny und Cher. Allerdings sei das Duo auch sehr schnell von vielen angefeindet worden wegen der so seichten Klänge: "Das ist für alle die damals Rock und Beat hörten eine Art Antiformel gewesen."

Feddersen erklärte, wenige Stunden nachdem der Tod des Schlagersängers Norbert Berger bekannt wurde, dass Bert mit seinem eher brummigen Timbre dem Duo seinen Charakter verliehen habe: "Bert hat man eigentlich nicht gehört. Man könnte sagen: Später, als Cindy Berger alleine sang, solistisch, hat man eigentlich Bert schmerzlich vermisst."

Bergers Vorhaben sei es gewesen, die gute amerikanische, die gute englische Rockmusik herüber nach Deutschland zu bringen, sagte Feddersen. Allerdings habe sich das in Deutschland nicht verkauft. Erst nach diesem Misserfolg habe das Duo es mit Schlager probiert: "72 waren beide mit einem heute noch extrem gut hörbaren Gospelsong beim deutschen Vorentscheid zum Grand Prix gescheitert und ihr Produzent hat gesagt: Und wenn ihr damit jetzt scheitert, und wenn ihr dann im Grunde genommen immer noch kein richtiges Geld mit verdienen könnt, dann müsst ihr 'Immer wieder sonntags' singen. Und so geschah das." Mit diesem Lied seien sie dann so richtig berühmt und wohlhabend geworden.

Das vollständige Interview können Sie bis zum 19. Dezember 2012 in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.