Donnerstag, 2. Oktober 2014MESZ18:35 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsSchröders Visionen
Auf dem Russland-Tag in Rostock wirbt Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder für Vertrauen zu Russland.

Die "Süddeutsche Zeitung" lädt ihre Leser ein, mal selbst eine Buchkritik zu schreiben. Und die "taz" informiert über die neusten Projekte des Altkanzlers Gerhard Schröder. Mehr

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Fazit

Neu im Kino Ehe als Psychospiel und ein grauenhaftes Utopia
Ben Affleck als Nick Dunne im Film "Gone Girl"

David Fincher, Regisseur von "Sieben" und "Fight Club", hat mit "Amy & Nick Dunne" erneut ein raffiniertes und verstörendes Beziehungsdrama abgeliefert. In "Hüter der Erinnerung" von Phillip Noyce hingegen leben wir in einer perfekten Welt ohne Krieg aber auch ohne Liebe.Mehr

Giacomo MeyerbeerGottes Segen und Teufels Schatz
Die Sopranistin Patrizia Ciofi in der Titelpartie der konzertant aufgeführten Oper "Dinorah" von Giacomo Meyerbeer an der Deutschen Oper Berlin.

1859 hatte die romantisch-komische Oper "Dinorah" Premiere in Paris. Die Komposition von Giacomo Meyerbeer wird in Berlin an der Deutschen Oper eindrucksvoll zu Gehör gebracht − leider ohne szenische Realisierung der wunderlichen Geschichte eines bretonischen Brautpaares.Mehr

Darstellende KunstSkulptur, die zu Tränen rührt
"Christus an der Geißelsäule" in der Ausstellung "Die große Illusion. Veristische Skulpturen und ihre Techniken" in Frankfurt am Main 

Glasaugen, rote Lippen, Echthaar – die Bildhauer der Antike und des Mittelalters griffen zu vielen Hilfsmitteln, um die Wirklichkeit nachzubilden. Dieser Ideenreichtum ist jetzt in der Ausstellung "Die große Illusion" in Frankfurt zu sehen. Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 19.07.2012

Schmerzlich vermisst: Berts brummiges Timbre

Die Schlagerwelt trauert um Norbert Berger

Jan Feddersen im Gespräch mit Gabi Wuttke

Das Schlagerduo Cindy & Bert im Partnerlook, aufgenommen im Mai 1972
Das Schlagerduo Cindy & Bert im Partnerlook, aufgenommen im Mai 1972 (picture alliance / dpa / Peter Becker)

Nach Einschätzung des Musikjournalisten Jan Fedderson bleibt das Schlagerduo Cindy und Bert aus den 70er-Jahren im Gedächtnis als das deutsche Pendent zu Sonny und Cher. Allerdings sei das Duo auch sehr schnell von vielen angefeindet worden wegen der so seichten Klänge: "Das ist für alle die damals Rock und Beat hörten eine Art Antiformel gewesen."

Feddersen erklärte, wenige Stunden nachdem der Tod des Schlagersängers Norbert Berger bekannt wurde, dass Bert mit seinem eher brummigen Timbre dem Duo seinen Charakter verliehen habe: "Bert hat man eigentlich nicht gehört. Man könnte sagen: Später, als Cindy Berger alleine sang, solistisch, hat man eigentlich Bert schmerzlich vermisst."

Bergers Vorhaben sei es gewesen, die gute amerikanische, die gute englische Rockmusik herüber nach Deutschland zu bringen, sagte Feddersen. Allerdings habe sich das in Deutschland nicht verkauft. Erst nach diesem Misserfolg habe das Duo es mit Schlager probiert: "72 waren beide mit einem heute noch extrem gut hörbaren Gospelsong beim deutschen Vorentscheid zum Grand Prix gescheitert und ihr Produzent hat gesagt: Und wenn ihr damit jetzt scheitert, und wenn ihr dann im Grunde genommen immer noch kein richtiges Geld mit verdienen könnt, dann müsst ihr 'Immer wieder sonntags' singen. Und so geschah das." Mit diesem Lied seien sie dann so richtig berühmt und wohlhabend geworden.

Das vollständige Interview können Sie bis zum 19. Dezember 2012 in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.