Dienstag, 3. März 2015MEZ19:49 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDas große Philosophieren
Undatierte Aufnahme des deutschen Philosophen Martin Heidegger (1889-1976). (picture alliance / dpa)

"Wo wohnt der German Geist?", fragt die "Süddeutsche". Sie kritisiert, dass der einstige Lehrstuhl des Philosophen Martin Heidegger zur Juniorprofessur herabgestuft wird und einen neuen Namen bekommt. Mehr

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Fazit

StadtarchivDas Gedächtnis von Köln arbeitet wieder
Eine Restauratorin reinigt im Restaurierungszentrum des Kölner Stadtarchivs eine historische Schrift. (dpa / picture alliance / Oliver Berg)

Am 3. März jährt sich der Einsturz des Kölner Stadtarchivs zum sechsten Mal. Wer noch den Trümmerkrater im Kopf hat, kann es kaum glauben: Inzwischen sind 18.000 Objekte wieder verfügbar und die Nutzung des Archivs ist rege.Mehr

Oper "Die Passagierin"Ein Meisterwerk, das zu Tränen rührt
Tanja Ariane Baumgartner (Lisa), Sara Jakubiak (Marta) und der Chor der Oper Frankfurt in "Die Passagierin" (Barbara Aumüller/Oper Frankfurt)

Die Schriftstellerin Zofia Posmysz hat eine Geschichte, die ihr Leben ist: Sie war im polnischen Widerstand gegen die Nazis tätig und kam ins KZ Auschwitz. Aus ihrer Novelle wurden ein Film und eine Oper – "Die Passagierin" von Mieczysław Weinberg hatte nun in Frankfurt Premiere.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 19.07.2012

Schmerzlich vermisst: Berts brummiges Timbre

Die Schlagerwelt trauert um Norbert Berger

Jan Feddersen im Gespräch mit Gabi Wuttke

Das Schlagerduo Cindy & Bert im Partnerlook, aufgenommen im Mai 1972 (picture alliance / dpa /  Peter Becker)
Das Schlagerduo Cindy & Bert im Partnerlook, aufgenommen im Mai 1972 (picture alliance / dpa / Peter Becker)

Nach Einschätzung des Musikjournalisten Jan Fedderson bleibt das Schlagerduo Cindy und Bert aus den 70er-Jahren im Gedächtnis als das deutsche Pendent zu Sonny und Cher. Allerdings sei das Duo auch sehr schnell von vielen angefeindet worden wegen der so seichten Klänge: "Das ist für alle die damals Rock und Beat hörten eine Art Antiformel gewesen."

Feddersen erklärte, wenige Stunden nachdem der Tod des Schlagersängers Norbert Berger bekannt wurde, dass Bert mit seinem eher brummigen Timbre dem Duo seinen Charakter verliehen habe: "Bert hat man eigentlich nicht gehört. Man könnte sagen: Später, als Cindy Berger alleine sang, solistisch, hat man eigentlich Bert schmerzlich vermisst."

Bergers Vorhaben sei es gewesen, die gute amerikanische, die gute englische Rockmusik herüber nach Deutschland zu bringen, sagte Feddersen. Allerdings habe sich das in Deutschland nicht verkauft. Erst nach diesem Misserfolg habe das Duo es mit Schlager probiert: "72 waren beide mit einem heute noch extrem gut hörbaren Gospelsong beim deutschen Vorentscheid zum Grand Prix gescheitert und ihr Produzent hat gesagt: Und wenn ihr damit jetzt scheitert, und wenn ihr dann im Grunde genommen immer noch kein richtiges Geld mit verdienen könnt, dann müsst ihr 'Immer wieder sonntags' singen. Und so geschah das." Mit diesem Lied seien sie dann so richtig berühmt und wohlhabend geworden.

Das vollständige Interview können Sie bis zum 19. Dezember 2012 in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.