Dienstag, 28. April 2015MESZ08:53 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsTocotronic forever
Tocotronic im April 2015 in Hamburg (picture alliance / dpa / Foto: Henrik Josef Boerger)

Einst sang Tocotronic "Pure Vernunft darf niemals siegen". Aktuell ist die Gruppe wieder auf Tour. Anlass genug für die "Berliner Zeitung" eine Lobeshymne auf die viel zitierten Hamburger anzustimmen: Eine "Band, die alle anderen deutschsprachigen Bands entlarvt".Mehr

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Fazit

Polnische Filmschau in BerlinMutige Konfrontationen
Die polnische Filmemacherin Agnieszka Holland zu Gast bei Deutschlandradio Kultur (Sven Crefeld / Deutschlandradio Kultur)

Die Vielfalt des polnischen Films zeigt das in Berlin stattfindende Festival "filmPOLSKA 2015". Angereist sind die Starregisseurin Agnieszka Holland oder Andrzej Wajda mit seinem Werk "Walesa". Doch auch bei den weniger bekannten Filmemachern sind Entdeckungen zu machen. Mehr

Essener Stück zu PegidaDie Lebenslügen der Gutmenschen
Sie wollen "das Volk" sein: Pegida-Demonstranten am 22. Dezember 2014 in Dresden (dpa / picture alliance / Kay Nietfeld)

Die Pegida-Bewegung brachte Zehntausende auf die Straße, die glaubten, Deutschland vor Fremden schützen zu müssen. Hermann Schmidt-Rahmer zeigt nun am Schauspiel Essen das Stück dazu: "Wir sind die Guten" von Mark Ravenhill - eine bösartige Attacke.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 19.07.2012

Schmerzlich vermisst: Berts brummiges Timbre

Die Schlagerwelt trauert um Norbert Berger

Jan Feddersen im Gespräch mit Gabi Wuttke

Das Schlagerduo Cindy & Bert im Partnerlook, aufgenommen im Mai 1972 (picture alliance / dpa /  Peter Becker)
Das Schlagerduo Cindy & Bert im Partnerlook, aufgenommen im Mai 1972 (picture alliance / dpa / Peter Becker)

Nach Einschätzung des Musikjournalisten Jan Fedderson bleibt das Schlagerduo Cindy und Bert aus den 70er-Jahren im Gedächtnis als das deutsche Pendent zu Sonny und Cher. Allerdings sei das Duo auch sehr schnell von vielen angefeindet worden wegen der so seichten Klänge: "Das ist für alle die damals Rock und Beat hörten eine Art Antiformel gewesen."

Feddersen erklärte, wenige Stunden nachdem der Tod des Schlagersängers Norbert Berger bekannt wurde, dass Bert mit seinem eher brummigen Timbre dem Duo seinen Charakter verliehen habe: "Bert hat man eigentlich nicht gehört. Man könnte sagen: Später, als Cindy Berger alleine sang, solistisch, hat man eigentlich Bert schmerzlich vermisst."

Bergers Vorhaben sei es gewesen, die gute amerikanische, die gute englische Rockmusik herüber nach Deutschland zu bringen, sagte Feddersen. Allerdings habe sich das in Deutschland nicht verkauft. Erst nach diesem Misserfolg habe das Duo es mit Schlager probiert: "72 waren beide mit einem heute noch extrem gut hörbaren Gospelsong beim deutschen Vorentscheid zum Grand Prix gescheitert und ihr Produzent hat gesagt: Und wenn ihr damit jetzt scheitert, und wenn ihr dann im Grunde genommen immer noch kein richtiges Geld mit verdienen könnt, dann müsst ihr 'Immer wieder sonntags' singen. Und so geschah das." Mit diesem Lied seien sie dann so richtig berühmt und wohlhabend geworden.

Das vollständige Interview können Sie bis zum 19. Dezember 2012 in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.