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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 22.06.2011

"Schlafkrankheit"

Sehenswerter, wenn auch leicht verkopfter Film

Von Jörg Taszman

Szene aus "Schlafkrankheit" (Farbfilm)
Szene aus "Schlafkrankheit" (Farbfilm)

Ebbo ist Entwicklungshelfer in Afrika. Eigentlich will der Arzt zurück zu seiner Familie nach Deutschland. Dann bleibt er doch. Drei Jahre vergehen…

Alex ist ein afrikanisch stämmiger Franzose. Er kommt das erste Mal nach Afrika und wird dort mit seinen Ängsten und Vorurteilen konfrontiert. Er sucht Ebbo, der für ein Hilfsprogramm Gelder erhält, das keiner mehr braucht. Irgendwann treffen beide Männer und zwei Welten aufeinander.

Ulrich Köhler hat einen einprägsamen, kühlen Film geschaffen, der dennoch interessiert und beim Zuschauer nachwirkt. So hinterfragt Köhler, der als Kind selbst teilweise mit seinen Entwicklungshelfer-Eltern in Afrika aufwuchs, den Sinn und Unsinn von Entwicklungshilfe.

Der Film ist in seiner Originalfassung mehrsprachig, wurde aber vor allem auf Französisch gedreht. Es existiert auch eine durchsynchronisierte deutsche Fassung. Wie immer und auch vom Regisseur bevorzugt wirkt die Originalfassung authentischer.

Nachdenkliches, sehenswertes, wenn auch leicht verkopftes Kino aus Deutschland.

Frankreich, Deutschland, Niederlande 2011, Regie: Ulrich Köhler, Darsteller: Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Jenny Schily, 91 Minuten

Filmhomepage

Linktipp:
Kino und Film - Liebe zu Afrika, Interview mit Regisseur Ulrich Köhler im Deutschlandradio Kultur "Radiofeuilleton"

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Dialog von Willkür und Improvisation
Liebe zu Afrika

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