Sonntag, 26. April 2015MESZ17:43 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsKritik an der Festung Europa
Ein Dutzend Flüchtlinge drängen sich auf einem kleinen Boot im Mittelmeer, bevor sie auf das Schiff der Küstenwache gelangen können. (picture alliance / dpa / Alessandro Di Meo)

Der Schriftsteller Navid Kermani fragt in der "FAZ" nach den Fluchtgründen der Flüchtlinge. Hauptursache für den aktuellen Anstieg der Zahlen sei der Zerfall staatlicher Ordnung in Nordafrika. Kermani kritisiert, dass Europa den Verfall nicht aufgehalten habe.Mehr

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Fazit

Chris Dercon als Castorf-Nachfolger Der Neue am Traditionshaus
(picture alliance / dpa / Rainer Jensen)

Chris Dercon, designierter Intendant der Berliner Volksbühne, holt ein fünfköpfiges Künstlerteam an das Theater. Fünf Namen aus den Bereichen Theater, Tanz und Film präsentiert Dercon: zwei Choreographen sind dabei - für die Tanzlandschaft Berlins ein Gewinn.Mehr

Premiere in BonnKreuzzug des Lichts
Eine Mine im Kongo, in der unter anderem Coltan geschürft wird. Um diese Rohstoffe gibt es immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen in dem Land.  (JUNIOR D. KANNAH / AFP)

Eine mystische Schifffahrt zum europäischen Abgrund im Kongo und ein komplexer, großartiger, wichtiger Abend: "Das Herz der Finsternis" nach Joseph Conrad am Theater Bonn, inszeniert von Jan-Christoph Gockel. Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 30.05.2012

Schicksalsgemeinschaft im Gefängnis

"Meine Freiheit, Deine Freiheit" von Diana Naecke

Von Anke Leweke

"Meine Freiheit, Deine Freiheit" begleitet zwei Frauen, die sich im Gefängnis kennengelernt haben. (AP)
"Meine Freiheit, Deine Freiheit" begleitet zwei Frauen, die sich im Gefängnis kennengelernt haben. (AP)

Zwei Frauen, die sich im Gefängnis kennenlernen, und ein Gefängnisleiter, der mit unorthodoxen Methoden vorgeht: Diana Naecke weckt durch ihre Dokumentation Mitgefühl für die Frauen, zeigt aber auch viel über die Institution Gefängnis.

Über mehrere Jahre verfolgt die Regisseurin das Schicksal zweier Frauen, die sich in einem Gefängnis kennenlernen. Kübra ist quasi im Gefängnis aufgewachsen, dort begegnet sie der aus Äthopien stammenden Salema.

Während ihrer gemeinsamen Haftzeit treffen sie auf den Gefängnisleiter Matthias Blümel, der mit ungewöhnlichen und auch unorthodoxen Methoden bei seiner Arbeit vorgeht.

Die Kamera wird hier zur mitfühlenden Komplizin, so dass sich die beiden Frauen öffnen, und uns mit in ihre Lebensgeschichte nehmen. Gleichzeitig ist "Meine Freiheit, Deine Freiheit" aber auch eine Studie über die Institution Gefängnis.

Dokumentarfilm, Deutschland 2012, 84 Minuten

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Externe Links:

Filmhomepage "Meine Freiheit, Deine Freiheit"