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Sonntag, 29. Mai 2016MESZ00:09 Uhr

Kulturnachrichten

Montag, 15. Februar 2016

Taylor Swift gewinnt Grammy

Ihr Album "1989" ist bestes Pop-Gesangsalbum

Bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles hat Taylor Swift den ersten der zu vergebenden Musikpreise abgeräumt. In dem noch nicht im Fernsehen übertragenen Teil der Preisverleihung erhielt sie für "1989" die Auszeichnung für das Beste Pop-Gesangsalbum. Anstelle von Swift nahm Gitarrist und Produzent Jack Antonoff das goldene Grammophon entgegen. Er rief Swift von der Bühne aus an und sie schrie ins Telefon: "Was? Wir haben gewonnen?! Ist James Taylor da? Kannst du ihm sagen, dass ich ihn liebe?" James Taylor war in der Kategorie ein Konkurrent von Swift. Sie ist auch für sechs weitere Preise nominiert, darunter Album des Jahres.

Dreharbeiten für "Star Wars: Episode VIII" begonnen

Erste Aufnahmen in Pinewood Studios in London

Nach dem Kassenerfolg von "Star Wars: Das Erwachen der Macht" haben die Dreharbeiten zum nächsten Teil der Weltraumsaga begonnen. Die ersten Aufnahmen von "Episode VIII" seien in den Pinewood Studios in London gemacht worden, teilte Walt Disney mit. Mit dabei sind diesmal auch Oscar-Preisträger Benicio del Toro und Laura Dern. Die Produktionsfirma veröffentlichte zum Auftakt der Dreharbeiten auch ein kurzes Video mit Aufnahmen von einer Insel vor der Küste Irlands, einem weiteren Drehort neben den Pinewood Studios. Dort hatte "Das Erwachen der Macht" mit dem ersten Wiederauftritt von Luke Skywalker, gespielt von Mark Hamill, begonnen.

Papst verurteilt Ausbeutung mexikanischer Indios

"Die Welt kann von der Kultur der Indios lernen"

Papst Franziskus hat die Ausbeutung der Ureinwohner Mexikos verurteilt. Sie seien jahrhundertelang ausgenutzt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen worden, sagte der Papst in einer Predigt im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas, einem Zentrum indigener Kultur. Dabei könne die Welt von der Kultur der Indios und ihrer tiefen Wertschätzung der Natur lernen. Die Kirche könne angesichts von Umweltzerstörung nicht länger schweigen. "In dieser Hinsicht müsst ihr uns viel beibringen", sagte er an die Adresse der Indios. Der Gottesdienst in Chiapas wurde in den drei wichtigsten Eingeborenensprachen der Region gefeiert. Der Vatikan hatte dies erst vor kurzem gestattet.

Charlie-Chaplin-Museum wird im April in der Schweiz eröffnet

Schau über Leben und Werk in Chaplins einstigem Wohnhaus

Nach mehr als 15-jähriger Planung soll in zwei Monaten ein Charlie-Chaplin-Museum in der Schweiz eröffnet werden: Das Museum im einstigen Wohnhaus des britischen Schauspielers und Regisseurs werde am 17. April seine Pforten öffnen, teilte der Museumsbetreiber Grévin mit. Der 1977 verstorbene Chaplin wohnte während seiner letzten 25 Lebensjahre im Schweizer Dorf Corsier-sur-Vevey, nachdem er Anfang der 50er Jahre in der McCarthy-Ära wegen angeblicher Sympathien für Kommunisten aus den USA ausgewiesen worden war. Auf dem Anwesen mit Blick über den Genfer See lebte Chaplin mit seiner Frau Oona und den acht gemeinsamen Kindern. Das Museum ist in seinem früheren Wohnhaus untergebracht, während in einem Nebengebäude ein Hollywood-Studio nachgebaut wurde, in dem die Besucher Chaplins Filme sehen können.

Sicherheitsbedürfnisse der EZB erschweren Zugang zu Mahnmal

Nur Gruppenführungen mit längerer Voranmeldezeit möglich

Drei Monate nach der Eröffnung auf dem heutigen Gelände der Europäischen Zentralbank bleibt der Zugang zum Mahnmal an die Frankfurter Juden-Deportationen schwierig. Geplante Führungen am Wochenende sind bisher am Sicherheitsbedürfnis der EZB gescheitert. Dies bestätigte der Vizedirektor des Jüdischen Museums, Fritz Backhaus. Bisher besuchten nach seinen Schätzungen rund 1000 Menschen die Kellerräume der früheren Großmarkthalle, die heute Teil des EZB-Neubaus im Frankfurter Ostend ist. Dort wurden zwischen 1941 und 1945 fast 10 000 Juden zusammengetrieben und anschließend in Konzentrations- und Vernichtungslager transportiert. Derzeit sind nur Gruppenführungen mit längerer Voranmeldezeit möglich. Die Gedenkstätte hat 8,4 Millionen Euro gekostet. Die EZB hat sich daran mit einer Million Euro beteiligt.

Viktor Schoner wird Intendant der Oper Stuttgart

Damit steht das Intendanten-Team ab 2018

Viktor Schoner, Künstlerischer Betriebsdirektor der Bayerischen Staatsoper München, wird 2018 Intendant der Oper Stuttgart. Der Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater nahm den Vorschlag einer Findungskommission einstimmig an, wie Baden-Württembergs Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) und Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) mitteilten. Schoner löst Jossi Wieler an der Spitze des Hauses ab. Damit steht das Intendanten-Team ab 2018: Kürzlich war der Vertrag mit Schauspiel-Intendant Armin Petras bis 2021 verlängert worden, und Tamas Detrich löst Reid Anderson an der Spitze des Balletts ab. Auch der Vertrag mit dem Geschäftsführenden Intendanten Marc-Oliver Hendriks läuft weiter.

Bund und Länder stellen mehr Mittel für Sorben bereit

Abkommen sichert Kulturpflege bis 2020

Bund und Länder stellen mehr Mittel für die Pflege von Kultur und Sprache der Sorben zur Verfügung. Ein in Berlin unterzeichnetes Abkommen sieht eine jährliche Förderung der Stiftung für das sorbische Volk in Höhe von 18,6 Millionen Euro vor, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Dies sind pro Jahr etwa zehn Prozent mehr als bisher. Die 1998 gegründete und in Bautzen ansässige Stiftung widmet sich der sorbischen Sprachförderung und Kulturpflege. Die Mittel stammen vom Bund und von den Bundesländern Sachsen und Brandenburg, wo die Sorben hauptsächlich leben.

Schicksal von Warhols aus Casino wirft Fragen auf

Casino-Betreiber Westspiel: "Marilyn"-Siebdrucke sollen nicht verkauft werden

Mehr als ein Jahr nach der umstrittenen Versteigerung von zwei Warhol-Siebdrucken aus der Aachener Spielbank sorgt ein weiteres wertvolles Werk des Pop-Art-Künstlers für Wirbel. Die FDP verlangt in einer Kleinen Anfrage von der Landesregierung NRW Auskunft über das Schicksal von zehn "Marilyn"- Siebdrucken, die vor Jahren im Aachener Casino hingen. Die Reihe befinde sich nach einer Restaurierung im Depot, teilte der Casino-Betreiber Westspiel nun mit. Einer der kolorierten "Marilyn"-Siebdrucke sei 1988 so stark beschädigt worden, dass man ihn habe ersetzen müssen. Heute hätten die Siebdrucke einen geschätzten Verkehrswert von rund 850 000 Euro. "Die Siebdrucke lassen wir eingelagert", sagte Westspiel-Sprecher Marco Lippert, "im Moment gibt es keine Verkaufsabsichten." Im November 2014 hatte Westspiel zwei Siebdrucke von Andy Warhol aus dem Aachener Casino für eine Gesamtrekordsumme von umgerechnet 120 Millionen Euro in New York versteigern lassen. Der Verkauf von Kunst durch das indirekt dem Land NRW gehörende Unternehmen hatte Proteste ausgelöst.

Historische armenische Kirche in Diyarbakir zerstört

Fernsehaufnahmen zeigen zerstörtes Inneres der Kirche

Bei den Kämpfen zwischen türkischen Sicherheitskräften und kurdischen Rebellen um die historische Altstadt von Diyarbakir ist offenbar die armenische Sankt-Giragos-Kirche zerstört worden. Der türkische TV-Sender IMC veröffentlichte Filmaufnahmen aus dem Kampfgebiet, die ein Bild der Verwüstung zeigen. Dach und Außenmauern der Kirche sind demnach zerschossen und teils eingestürzt; das Innere liegt in Schutt und Asche. Auf den Innenaufnahmen ist die bekannte Kirche trotz der Verwüstung noch deutlich zu erkennen. Noch während der Aufnahmen schlägt ein Geschoss ein und reißt ein weiteres Loch in die Wand. IMC zufolge wurden auch zwei weitere armenische und eine chaldäische Kirchen getroffen. Das Ausmaß der Zerstörung konnte zunächst nicht weiter überprüft werden; die Kämpfe dauern an, über das Altstadtgebiet ist eine Ausgangssperre verhängt.

Art Cologne fürchtet negative Folgen des Kulturgutschutzgesetzes

Erneuter Protest vor der ersten Lesung im Bundestag

"Sollte die aktuelle Version des Entwurfs verabschiedet werden, wären von den Auswirkungen nicht nur Galerien und Kunsthändler, Auktionshäuser, Privatsammler und Museen negativ betroffen, sondern auch die gesamte deutsche Kunstmesselandschaft", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Koelnmesse, Gerald Böse, in Berlin.
Die Koelnmesse ist Austragungsort der beiden international renommierten Kunstmessen "Art Cologne" und "Cologne Fine Art". "Zahlreiche unserer Aussteller sehen angesichts der aktuellen Entwicklungen ihre Geschäftsgrundlage gefährdet. Die deutschen Kunstmessen wären langfristig im internationalen Vergleich nicht mehr wettbewerbsfähig", erläuterte Böse. Anfang November war der überarbeitete Gesetzentwurf zum Kulturgutschutz verabschiedet worden, am Donnerstag ist die erste Lesung im Bundestag vorgesehen. Das Gesetz soll laut Kulturstaatsministerin Monika Grütters den illegalen Handel mit geraubten Kulturgütern unterbinden. Auf der anderen Seite geht es um den Schutz des nationalen Kulturerbes.

Van Goghs "Schlafzimmer in Arles" war ursprünglich lila

Gemälde offenbar durch UV-Strahlung verblasst

Das berühmte Gemälde "Schlafzimmer in Arles" des niederländischen Malers Vincent van Gogh (1853 - 1890) war nach Erkenntnissen von Forschern ursprünglich wohl weitgehend lila und nicht blau. Heute sähen Wände und Fußboden des Zimmers auf den zwischen 1888 und 1889 entstandenen drei Versionen des Bildes hellblau aus, sagte die Kunstwissenschaftlerin Francesca Casadio vom Art Institute in Chicago. Sie präsentierte die Ergebnisse bei der US-Wissenschaftskonferenz AAAS (American Association for the Advancement of Science) in Washington. In seinen zahlreichen Briefen habe van Gogh die Bilder immer als lila beschrieben. "Gemeinsam mit meinem Team haben wir daraufhin die Version des Gemäldes im Art Institute in Chicago über Jahre mit zahlreichen Methoden untersucht", sagte Casadio weiter. "Dabei hat eine Kollegin von mir eine kleine Probe der oberen Farbschichten des Bildes entnommen, hat sie umgedreht - und sah plötzlich lila. Sie kam schreiend vor Aufregung aus dem Labor gerannt." Wahrscheinlich sei die Farbe auf der Oberfläche aufgrund von Lichteinwirkung über die Jahre verblasst und blauer geworden. Das Bild, das der Maler im südfranzösischen Arles schuf, zeigt, wie van Gogh lebte. In dem rustikalen, schlichten Zimmer sind unter anderem ein Bett, zwei Stühle und ein Nachttisch zu sehen. Es gehört zu den bekanntesten Bildern der Welt.

Fallada-Verfilmung geht in Berlinale-Wettbewerb

Widerstandsdrama "Jeder stirbt für sich allein" mit Daniel Brühl und Emma Thompson

Bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin startet am Montag die Fallada-Verfilmung "Jeder stirbt für sich allein" in den Wettbewerb. Da der Film des Schweizer Regisseurs Vincent Perez auf Englisch gedreht ist, gilt er nicht als deutscher Anwärter auf einen der Bären-Preise. Die Geschichte um ein Berliner Ehepaar, das zum Widerstand gegen Hitler aufruft, ist mit Emma Thompson, Brendan Gleeson und Daniel Brühl hochkarätig besetzt. Weitere Wettbewerbsbeiträge sind "Tod in Sarajevo" des bosnischen Filmemachers Danis Tanovic sowie der chinesische Film "Chang Jiang Tu" (Gegenströmung) von Yang Chao. Die Auszeichnungen werden am kommenden Samstag (20.2.) verliehen. Am Rande der Berlinale findet erneut die Spendengala Cinema for Peace statt, die sich dieses Jahr besonders mit dem Schicksal von Flüchtlingen auseinandersetzt. Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat dafür am Konzerthaus Gendarmenmarkt eine Installation aus Rettungsbooten und Schwimmwesten aufgebaut.

"Tanzjahr 2016" will für Ballett begeistern

Zeitgenössischer Tanz soll einem breiteren Publikum gezeigt werden

So viel Ballett war selten: Die Tanzszene in Deutschland hat 2016 zum "Tanzjahr" erklärt. Zum Auftakt lädt Bundespräsident Joachim Gauck diesen Freitag ins Schloss Bellevue. Danach folgen drei Großveranstaltungen in Frankfurt, Hannover und Düsseldorf. Vom 2. bis 6. März läuft im Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm die "Tanzplattform Deutschland". Das Festival findet alle zwei Jahre statt. Zu sehen sind die zwölf besten Produktionen zeitgenössischen Tanzes. Vom 16. bis 19. Juni findet in Hannover der "Tanzkongress" statt. Veranstalter ist die Kulturstiftung des Bundes. Der Kongress ist Fachtreffen und Präsentations-Plattform zugleich. Vom 31. August bis 3. September gibt es in Düsseldorf die "tanzmesse nrw", das größte Branchentreffen der Szene. Die internationale Messe bringt Tänzer, Choreografen, Veranstalter und Agenturen weltweit zusammen. Ziel sei es, "die Kunstform Tanz in alle Bereiche der Gesellschaft zu tragen", heißt es beim Dachverband Tanz Deutschland, der die Aktivitäten im "Tanzjahr 2016" bündelt.

"The Revenant" als bester Film mit Bafta ausgezeichnet

Britische Filmpreise gelten als Probelauf für die Oscar-Verleihung Ende Februar

Der Western "The Revenant - Der Rückkehrer" hat in Großbritannien die wichtigsten Filmpreise eingeheimst. Der mexikanische Filmemacher Alejandro González Iñárritu erhielt den Regiepreis der britischen Film- und Fernsehakademie Bafta. Hauptdarsteller Leonardo di Caprio wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet."The Revenant" hatte zuvor schon drei Golden Globes bekommen, unter anderem als bester Film und für die beste Regie. Der Film untermauerte damit seine Favoritenstellung für die Ende Februar anstehende Oscar-Verleihung. "The Revenant - Der Rückkehrer" ist für zwölf Oscars nominiert.

Deutscher Kleinkunstpreis verliehen

Ehrenpreis für Helge Schneider

In Mainz ist der Deutsche Kleinkunstpreis verliehen worden. Der Musiker und Komiker Helge Schneider bekam dabei den mit 5000 Euro dotierten Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz. Die Jury bezeichnete den 60-Jährigen als "Genius", der mit abgedrehten Geschichten, musikalischem Können und einer unverbesserlichen Fantasie seines Kindskopfes Generationen von Künstlern inspiriert habe. In der Sparte Kabarett wurde der Österreicher Thomas Maurer geehrt, in der Kategorie Chanson/Lied/Musik die bayerische Musikkabarettistin Martina Schwarzmann und in der Sparte Kleinkunst das österreichische Trio Science Busters.

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