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Konzert zum Nachhören | Beitrag vom 19.03.2017

Salam Syria in der ElbphilharmonieDen am Euphrat Vergessenen

Aufzeichnung aus Hamburg

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Der Projektchor Salam Syria und das Syrian Expat Philharmonic Orchestra bei Proben in der Hamburger Elbphilharmonie (Volker Michael)
Der Projektchor Salam Syria und das Syrian Expat Philharmonic Orchestra bei Proben in der Hamburger Elbphilharmonie (Volker Michael)

Das dreitägige Salam Syria-Festival in der Hamburger Elbphilharmonie brachte an diesem Abend einheimische Sänger und Musiker mit syrischen Künstlern zusammen. Bekannte Lieder, neue Musik und Klassik aus Damaskus stand auf dem Programm mit Kinan Azmeh, Dima Orsho und anderen. Michael Boder leitete den Abend.

Im dritten Monat ihrer ersten Spielzeit feiert die Hamburger Elbphilharmonie den Reichtum der Musikkultur Syriens. Beim Festival "Salam Syria" geht es nicht nur darum, die lebendige Vielfalt der Stile und Traditionen des Landes und hervorragende Musikerinnen und Musiker von dort zu präsentieren, sondern auch die große Community professioneller Künstler vorzustellen, die in Europa Zuflucht gefunden haben und mittlerweile sich eine neue Existenz aufzubauen versuchen.

Dabei entstehen neue Ensembles wie das Syrian Expat Philharmonic Orchestra, aber auch neue Wege des Kennenlernens zwischen Einheimischen und Geflüchteten. Das Konzert mit syrischen und Hamburger Musikern und Sängern am zweiten Tag des Festivals bringt Werke zeitgenössischer Komponisten wie Kareem Roustom, Zaid Jabri und der beiden Interpreten Dima Orsho und Kinan Azmeh, Musik des Gründers der klassisch-westlichen Konzertkultur Syriens, Solhi al-Wadi und chorische Fassungen arabischer Lieder.

Der Klarinettist und Grammy-Preisträger Kinan Azmeh hat drei seiner eigenen Stücke für sein Instrument und Orchester arrangiert. Der in den USA lebende Komponist Kareem Roustom hat eine orchestrale Version des levantinischen uralten Standardtanzes Dabke komponiert. Am ergreifendsten ist sicher die Vertonung eines traditionellen Liedes aus Deir-az-Zor: Mit ihrem Stück "Die am Euphrat Vergessenen" lenkt die ebenfalls in den USA lebende Sängerin Dima Orsho die Aufmerksamkeit auf eine besonders vom Krieg getroffene, aber kaum in den Medien präsente syrische Region.

Festival Salam Syria in der Elbphilharmonie Hamburg
Aufzeichnung vom 17. März 2017

Moderation: Volker Michael

Kareem Roustom
"Dabke" für Orchester

Solhi al-Wadi
Love Poem

Essam Raf'a/Rami Ohlsen (Arr.)
Drei arabische Lieder für Chor und Kammerorchester
Fog Elna Khel
Ya Mahla Il Fusha
Al 'Ayn

ca. 20.55 Uhr Konzertpause, darin Gespräche mit Michael Boder, Athil Hamdan, Kinan Azmeh und Jörg Mall und Nidal Osman vom Projektchor Salam Syria

Kinanz Azmeh, Jehad Jazbeh, Thaer Eid und Athil Hamdan beim Festival Salam Syria in der Hamburger Elbphilharmonie (Volker Michael)Kinanz Azmeh, Jehad Jazbeh, Thaer Eid und Athil Hamdan beim Festival Salam Syria in der Hamburger Elbphilharmonie (Volker Michael)

Zaed Jabri
In Memoriam Solhi al-Wadi für Tonband, Klarinette und Streichtrio

Dima Orsho
"Die an den Ufern des Euphrat Vergessenen" für zwei Vokalisten und Orchester

Kinan Azmeh
Suite für Orchester und improvisierenden Solisten
November 22nd
Love on 139th street in D
Wedding

Dima Orsho, Gesang
Kai Wessel, Gesang
Kinan Azmeh, Klarinette
Jehad Jazbeh, Violine
Thaer Eid, Viola
Athil Hamdan, Violoncello
Firas Hassan, Perkussion
Syrian Expat Philharmonic Orchestra und Hamburger Gäste
Syrisch-Deutscher Projektchor
Leitung: Michael Boder, Jörg Mall

Konzert

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