Dienstag, 21. Oktober 2014MESZ13:58 Uhr

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Fazit

Brasiliens KulturszeneZerrissen wie nie
Blick auf die Stadt Rio de Janeiro und die Bucht, links ist die Christusstatue zu sehen 

Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt streiten die Kulturschaffenden in Brasilien über die Frage, für wen sie ihr Kreuz machen sollen. Die Auseinandersetzung wird emotional geführt - und verursachte sogar das Aus einer Filmfirma.Mehr

FilmmusikKlänge für den Kampf gegen den Hai
Pierre Brice (l) als Apachen-Häuptling Winnetou und Lex Barker als sein Blutsbruder Old Shatterhand in einer Szene des Karl-May-Films "Im Tal des Todes". Lex Barker sitzt auf einem Pferd mit einem Gewehr in der Hand. Beide schauen in die Ferne.

Moderne Musik für einen Stummfilmklassiker: Bei den Filmmusiktagen Sachsen-Anhalt üben sich zum Beispiel junge Komponisten. Doch auch die renommierten Vertreter der Branche kommen in Halle an der Saale auf ihre Kosten. Mehr

OperDie Verehrer sind allesamt Trottel
Das Gebäude des Nationaltheaters in München, einer der Spielorte der Bayerischen Staatsoper. Vor dem Gebäude steht das Reiterdenkmal des ersten Königs von Bayern, Max I. Joseph.

In "Die Sache Makropulos" lebt die Hauptfigur Emilia Marty ohne zu Altern, umschwärmt von Liebhabern mehrerer Generationen, und fragt sich: Weiterleben oder doch endlich sterben? Musikalisch gelingt diese tragikomische Oper, doch hapert es bei der Regie.Mehr

weitere Beiträge

Fazit / Archiv | Beitrag vom 18.06.2012

Rumänische Künstler protestieren gegen Reform von Kulturinstitut

Direktorin Hoffman über die Gründe

Christin Hoffmann im Gespräch mit Vladimir Balzer

Blick auf die Nationalbibliothek in der Bukarester Innenstadt.
Blick auf die Nationalbibliothek in der Bukarester Innenstadt. (picture alliance / dpa / Wolfgang Langenstrassen)

Das Rumänische Kulturinstitut ICR soll künftig dem Senat - und nicht mehr dem Präsidenten unterstellt sein. Kulturschaffende haben deshalb zu dem Protest aufgerufen. Christin Hoffman, Direktorin des Instituts, sieht die Unabhängigkeit ihrer Einrichtung gefährdet.

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Gespräch:

Vladimir Balzer: Warum sollte der Status gefährdet sein, nur weil man dem Parlament berichten muss als Kulturinstitut. Warum ist da plötzlich eine schlechtere Situation da als vorher, als man dem Staatspräsidenten berichten musste?

Christin Hoffmann: Natürlich hat man das Gefühl: 13 Jahre ist es so gut gelaufen. Und warum soll man im Moment etwas ändern, das eigentlich positive Ausstrahlung hat. Das ist die Grundfrage. Ich meine, es gibt genug Probleme. Es gibt ökonomische, es gibt Krise auch in Rumänien, nicht nur in Griechenland und in anderen europäischen Staaten. Es ist eine Struktur, die der Welt gezeigt hat, dass sie erfolgreich ist. Deshalb ist es schwer zu beurteilen, warum wir diesen neuen Weg gehen müssen. Ist es der Richtige?

Es sind natürlich die Befürchtungen, dass das vielleicht nicht mehr so ganz mit unserer Unabhängigkeit der Künstler und unserer Programme, weil, das muss ich ehrlich gestehen, weil wir nie einen Druck gespürt haben und dass wir auf dem höchsten Niveau ein Programm entwickelt haben, Veranstaltungen mit wichtigen Partnern hier in Deutschland, bei meinen Kollegen in den anderen Ländern, und ich kann nur sagen, das ist schade, wenn sich das ändern würde.

(...)

Das vollständige Gespräch mit Christin Hoffmann können Sie bis zum 18.6.2012 als
[url=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/06/18/drk_20120618_1919_203dd10e.mp3
title="MP3-Audio" target="_blank"]MP3-Audio[/url] in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.