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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 12.10.2009

Rote Ampel für Grüne Gentechnik?

Nutzen und Schaden neuer Pflanzensorten aus dem Genlabor

Von Susanne Harmsen

Ein reifer Kolben des umstrittenen genmanipulierten Mais MON 810 des US-Konzerns Monsanto (AP)
Ein reifer Kolben des umstrittenen genmanipulierten Mais MON 810 des US-Konzerns Monsanto (AP)

Wenn in diesen Tagen die Ernte eingebracht wird, ist eine Maissorte viel seltener dabei als noch im letzten Jahr: MON 810. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zog die Zulassung für den genveränderten Mais kurz vor der Aussaat zurück. Gentechnikgegner hatten diesen Schritt schon lange gefordert, weil Studien Schäden für Wasserlebewesen und Nutzinsekten nachwiesen.

Umfragen bestätigen, dass über drei Viertel der Deutschen Nahrung ablehnen, die auf gentechnisch veränderten Pflanzen oder Tieren beruht. In Brandenburg gründete sich in diesem Frühjahr die bislang größte Anbaugemeinschaft, die bewusst auf Gentechnik verzichtet.

Zugleich beklagen Wissenschaftler wie die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard den Verlust der Forschungsfreiheit durch Gentechnikverbote. Nur durch Pflanzen aus dem Genlabor sei die künftige Welternährung zu sichern. Stop oder Go für die Genpflanzen?

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokumentoder im barrierefreien Textformat

Links:
Gentechnik-freie Regionen
Risiko-Register
Max-Planck-Institut: Grüne Gentechnik


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