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Kulturnachrichten

Dienstag, 1. März 2016

Rolling Stones geben Konzert auf Kuba

Erstes Open Air Konzert einer britischen Band in Kuba

Die Rolling Stones geben ein kostenloses Konzert auf Kuba. Die legendäre Band um Frontmann Mick Jagger wird am 25. März in einem Sportstadion in der Hauptstadt Havanna auftreten, wie die Gruppe ankündigte. Es sei das erste Open Air Konzert einer britischen Band in Kuba. "Während unserer langen Karriere haben wir an vielen speziellen Orten gespielt, aber das Konzert in Havanna wird ein ganz besonderes Ereignis für uns und hoffentlich für alle unsere Freunde in Kuba sein", hieß es in der Mitteilung der Band.

Helmut Lachenmann bekommt Andersen-Preis

Übergabe am 2. April in Odense

Der deutsche Komponist Helmut Lachenmann wird für seine musikalische Komposition des Märchens "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" mit dem dänischen Hans Christian Andersen-Preis ausgezeichnet. Lachenmanns Werk sei eine der aufschlussreichsten Interpretationen von Andersens Werk, begründete das Preiskomitee seine Wahl. Neben Lachenmann werden zwei weitere Preisträger ausgezeichnet: die Dänin Ingrid Kristensen für die Umsetzung der Märchen in Tanzstücke und der Franzosen Michel Forget für die Übersetzung von Andersens Reiseerzählungen und Forschungsartikeln. Der undotierte Preis wird am 2. April in der Geburtsstadt des Dichters, Odense, vergeben.

Herzog neuer Intendant am Staatstheater Nürnberg

Vorgänger Peter Theiler wechselt an die Semperoper in Dresden

Der bisherige Dortmunder Opernintendant Jens-Daniel Herzog wird neuer Chef des Staatstheaters Nürnberg. Der 52-Jährige übernimmt den Posten des Staatsintendanten zur Spielzeit 2018/19, wie die Stadt Nürnberg mitteilte. Herzogs Vorgänger Peter Theiler wechselt zeitgleich an die Semperoper in Dresden. Mit seinem Konzept der "Oper für alle" sei es Herzog in Dortmund gelungen, das Musiktheater allen Bevölkerungsgruppen nahezubringen, sagte Nürnbergs Kulturreferentin Julia Lehner. Herzog ist seit 2011 Intendant in Dortmund. Unter seiner Leitung habe sich die Oper zu einem der führenden Häuser Nordrhein-Westfalens entwickelt, hieß es. Auch die Besucherzahl sei kontinuierlich gesteigert worden. International bekannte Künstler zu verpflichten und neue Talente zu fördern, sei immer Herzogs Ziel gewesen.

Rosenzweig-Gastprofessur für Micha Brumlik

Antrittsvorlesung am 20. April

Der Philosoph Micha Brumlik übernimmt zum Sommersemester die Franz-Rosenzweig-Gastprofessur der Universität Kassel. Brumlik sei "eine profilierte Stimme des Judentums in Deutschland", die für den christlich-jüdischen Dialog unverzichtbar sei, begründete die Universität ihre Wahl. Brumlik (68) arbeitet seit 2013 als Senior Professor am Zentrum Jüdische Studien Berlin/Brandenburg. Zuvor lehrte er in Heidelberg und Frankfurt. Während der Gastprofessur in Hessen wird Brumlik öffentliche Vorträge und Lehrveranstaltungen halten. Brumlik hält seine Antrittsvorlesung am 20. April. Die Gastprofessur wird seit 1987 vergeben.

Sieben Autoren für Mülheimer Dramatikerpreis nominiert

Peter Handke entgegen den Erwartungen nicht unter den Nominierten

Bei der Auswahl für den Mülheimer Dramatikerpreis setzt die Jury in diesem Jahr auf weitgehend etablierte Autoren. Insgesamt sieben Stücke konkurrieren bei den Theatertagen im Mai um die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung. Ausgewählt wurden neue Werke von Sibylle Berg, Wolfram Höll, Yael Ronen, Felicia Zeller, Fritz Kater und Ferdinand Schmalz. Erstmals dabei sei Autor Thomas Melle mit dem Missbrauchsstück "Bilder von uns", sagte der Sprecher des Auswahlgremiums, Franz Wille, in Mülheim. Nicht ins Rennen geschickt wurden dagegen Werke von Peter Handke und Ferdinand von Schirach. Insgesamt waren rund 100 Werke in der Auswahl.

Erpenbeck erhält Hasenclever-Literaturpreis

Preis wird im November verliehen

Die Berliner Autorin Jenny Erpenbeck erhält den mit 20 000 Euro dotierten Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen. Die Jury würdigte nach Angaben der Stadt die politische Zivilcourage, mit der sich die 48-Jährige den Problemen der Zeit stelle. Sie nutze eindrucksvoll und virtuos das Mittel des Romans, um den Leser in die Zeitgeschichte mit einzubeziehen: von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft über das Gewaltsystem der Stasi in der früheren DDR bis hin zu den "unhaltbaren" Lebensbedingungen der Flüchtlinge in ihrem Roman "Gehen, ging, gegangen". "Jenny Erpenbeck bringt uns diese Menschen berührend nahe, stellt dabei unser Alltagsleben infrage und plädiert für ein respektvolles Miteinander zum unbedingten Vorteil aller", stellt die Jury-Vorsitzende Barbara Schommers-Kretschmer in einer Mitteilung fest. Die Preisverleihung findet am 6. November in Aachen statt.

Wim Pijbes verlässt Amsterdam Reichsmuseum

Pijbes wechselt zu einem privaten Museum

Das Amsterdamer Reichsmuseum muss auf die Suche nach einem neuen Direktor gehen: Wim Pijbes (54) wird nach acht Jahren zum 1. August diese Funktion aufgeben, teilte das Museum mit. Pijbes war mitverantwortlich für den umfassenden Umbau des Reichsmuseums, das vor allem wegen seiner großen Sammlung von Meisterwerken von Rembrandt berühmt ist. Spitzenstück ist "Die Nachtwache". Nach der Neueröffnung des Museums 2013 hatte sich die Zahl der Besucher auf mehr als 2,4 Millionen verdoppelt. Der niederländische Kunsthistoriker wird Direktor des neuen privaten Museums für moderne Kunst "Voorlinden", das in Wassenaar bei Den Haag in diesem Sommer eröffnet werden soll.

Koja wird neuer Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister

Außerdem übernimmt er die Leitung der Skulpturensammlung

Kunsthistoriker Stephan Koja wird neuer Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden. Der 53-Jährige wechselt zum 1. April von der Galerie Belvedere in Wien an die Elbe, wie das Kunstministerium mitteilte. Künftig soll er nicht nur für die Alten Meister, sondern auch für die Leitung der Skulpturensammlung in Dresden verantwortlich sein. Koja folgt damit auf Bernhard Maaz, der nach München wechselte. In Wien leitete Koja bisher die Sammlungen des 19. Jahrhunderts und der klassischen Moderne des Kunstmuseums. "Was mich besonders reizt, ist dem Publikum die Relevanz und ungebrochene Aktualität alter Kunst zu vermitteln und in den Kontext unserer Erfahrungen zu stellen", erklärte Koja.

Prozess gegen Kulturgutzerstörung in Timbuktu

Angriffe auf Kulturgüter erstmals im Zentrum eines Kriegsverbrecherprozesses

In Den Haag beginnt heute das Hauptverfahren um die Zerstörung islamischer Kulturstätten in Timbuktu. Vor dem Internationalen Strafgerichtshof muss sich der etwa 40-jährige Malier Ahmad Al Faqi Al Mahdi verantworten, einstiger Chef der Sittenpolizei der Terrormiliz Ansar Dine. Er soll nach der Besetzung Timbuktus im März 2012 die Zerstörung zahlreicher als Unesco-Welterbe eingestufter Bauwerke angeordnet haben. Es ist das erste Mal, dass Angriffe auf Kulturgüter im Zentrum eines Kriegsverbrecherprozesses in Den Haag stehen. Die Strafverfolgung in Den Haag wirft Faqi die Zerstörung unersetzlicher historischer Monumente und einen Angriff auf die kulturelle Identität der Bevölkerung und deren religiöse und historische Wurzeln vor. Die Vernichtung von Kulturgütern spielte bereits in früheren Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof eine Rolle; neu ist in diesem Fall, dass sie den Hauptanklagepunkt bildet.

Unbekannter Lenz-Roman erschienen

"Der Überläufer" wurde in den 50iger Jahren nicht gedruckt

Wegen des großen Interesses an dem im Nachlass von Siegfried Lenz entdeckten Romans "Der Überläufer" hat der Verlag Hoffmann und Campe den Verkaufsstart vorgezogen. Die Startauflage von 50 000 Exemplaren werde seit Wochenbeginn an den Buchhandel ausgeliefert, sagte Verlagssprecherin Julia Strack in Hamburg. Ursprünglich sollte das Buch am 10. März erscheinen. Verleger Daniel Kampa betonte, "die Vorbestellungen des Buchhandels übertreffen unsere Erwartungen". Alle Voraussetzungen für einen großen Erfolg seien gegeben. "Der Überläufer" sei ein "literarisches Ereignis". Lenz hatte den Roman über die Sinnlosigkeit des Krieges und einen desertierenden Wehrmachtssoldaten 1951 fertiggestellt. Damals wollte Hoffmann und Campe den Roman nicht drucken. Lenz behielt das Manuskript dann bis zu seinem Tod 2014 unter Verschluss.

Schauspieler George Kennedy mit 91 Jahren gestorben

Darsteller aus "Die nackte Kanone" und "Der Unbeugsame" bekannt

Der US-Schauspieler George Kennedy ist tot. Er starb im Alter von 91 Jahren. Kennedy wurde 1968 mit einem Oscar als bester Nebendarsteller im Gefängnisdrama "Der Unbeugsame" ausgezeichnet. Er spielte in allen Teilen der Filmreihe "Die nackte Kanone" an der Seite von Hauptdarsteller Leslie Nielsen den Polizisten Captain Ed Hocken. Insgesamt war Kennedy in über 200 Filmen und TV-Serien zu sehen, darunter auch in der erfolgreichen Seifenoper "Dallas".

Gila Lustiger warnt vor Ghettos in Deutschland

Schriftsstellerin äußert sich über Terror und soziale Brennpunkte

Die Schriftstellerin Gila Lustiger hat vor einer Ghettoisierung in Deutschland gewarnt. "In Frankreich ist das bereits eines der größten Probleme", sagte die in Paris lebende Autorin und Tochter des Historikers Arno Lustiger. Viele Terroristen, die an den Anschlägen in der französischen Hauptstadt im vergangenen Jahr beteiligt waren, stammten aus sozialen Brennpunkten. Lustigers Essay "Erschütterung", der am Dienstag erscheint, behandelt unter anderem den Zusammenhang zwischen Terror und sozialen Problemen. Sie selbst sei nach den Anschlägen im November "live-ticker-süchtig" gewesen, sagte die deutsche Autorin, die seit fast 30 Jahren in Frankreich lebt Die Medien fütterten die Menschen mit immer angeblich neuen und wichtigen Erkenntnissen, damit sie sich sicher fühlten. Stattdessen brauche es wieder mehr Bereitschaft zur Reflexion. "Bevor man Antworten findet, muss man versuchen, die richtigen Fragen zu stellen."

Verloren geglaubter Caravaggio in Tokio zu sehen

"Maria Magdalena in Ekstase" war vorher lediglich auf Kopien zu sehen

Ein lange verschwundenes Gemälde des italienischen Künstlers Caravaggio ist auf einer Ausstellung in Tokio erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden. "Maria Magdalena in Ekstase" wurde 2014 in einer Privatsammlung entdeckt und von der renommierten italienischen Kunsthistorikerin und Caravaggio-Spezialistin Mina Gregori als Original identifiziert. Das Meisterwerk aus dem Jahr 1606 war vorher lediglich auf Kopien zu sehen gewesen, die Schüler des Ausnahmekünstlers angefertigt hatten. Das Gemälde ist einer von elf Caravaggios, die in der Ausstellung "Caravaggio and His Time: Friends, Rivals and Enemies" gezeigt werden. Zu der Ausstellung zählen außerdem 40 Werke anderer Künstler, die von dem Italiener beeinflusst worden sind. Caravaggio gilt als innovativer Maler und einer der Begründer des Barock. Seine Arbeit prägte viele Künstler des 17. Jahrhunderts. Caravaggio starb im Jahr 1610.

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Fotografin Candida HöferGespür für gläsernes Licht
Die Fotografin Candida Höfer am 12.9.2013 in Düsseldorf (dpa / picture alliance / Roland Weihrauch)

Berühmt wurde die Fotografin Candida Höfer mit ihren menschenleeren Bildern von Bibliotheken, Museen und Opernbühnen. Jetzt stellt der Neue Berliner Kunstverein frühe Arbeiten wie ihre Serie über "Türken in Deutschland" aus dem Jahr 1979 neuesten Bildern gegenüber.Mehr

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