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Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 07.10.2012

Rolle rückwärts in der Krise

Portugiesen kehren in ihre alte Kolonie Mosambik zurück

Von Leonie March

Rückkehr der Kolonialherren? Statue des ersten Präsidenten der Republik Mosambik, Samora Machel (Leonie March)
Rückkehr der Kolonialherren? Statue des ersten Präsidenten der Republik Mosambik, Samora Machel (Leonie March)

Euro-Krise und Rezession in Portugal - Wirtschaftswachstum und Aufbruchstimmung dagegen in Mosambik. Die ehemalige Kolonie wirkt auf viele Portugiesen momentan wie das Gelobte Land. Über 100.000 sollen bereits ausgewandert sein. Vor allem Fachkräfte haben gute Chancen auf einen Job in der boomenden Baubranche oder im Bergbau.

Andere jedoch stranden unter Palmen und packen schon bald wieder ihre Koffer. Denn Mosambik ist kein einfaches Pflaster: Die Mieten in der Hauptstadt Maputo sind hoch, ebenso wie Armut und Arbeitslosigkeit. Viele Mosambikaner sind deshalb auch nicht gerade glücklich über die Zuwanderungswelle.

Leonie March begleitet in ihrer Reportage Portugiesen, die sich in Maputo ein neues Leben aufgebaut haben, andere, die noch davon träumen und Mosambikaner, die vor dem Beginn einer zweiten Kolonialzeit warnen.

Leonie March (privat)Leonie March (privat)Leonie March: "Wer sind diese Leute? Wirtschaftsflüchtlinge, neue Kolonialherren oder Goldgräber? Das wollte ich wissen, als ich mich in Mosambik mit Portugiesen verabredet habe, die momentan scharenweise in ihre ehemalige Kolonie auswandern, geflüchtet vor der Wirtschaftskrise in ihrer Heimat."



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