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Kulturnachrichten

Sonntag, 10. Januar 2016

Rhythm-and-Blues-Sänger und Aktivist Otis Clay tot

Clay bereitete gerade eine US- und Europatournee vor

Der Rhythm-and-Blues-Sänger und Aktivist Otis Clay ist mit 73 Jahren gestorben. Er sei gestern einem Herzinfarkt erlegen, sagte seine Tochter Ronda Tankson. Sein Manager Miki Mulvehill bezeichnete ihn als "letzten Fahnenträger des tiefen Southern Soul". Der im US-Staat Mississippi geborene Clay war einmal für den renommierten Grammy-Musikpreis nominiert gewesen. 2013 wurde er in die Blues Hall of Fame der Blues Foundation in Memphis aufgenommen. Clay habe gerade seine US- und Europatournee vorbereitet, sagte Mulvehill weiter. Er sei nicht nur ein großer Musiker gewesen, sondern auch ein Humanist, der sich für wohltätige Zwecke engagiert habe. Clay spielte seinen Gospel-Song "When the Gates Swing Open" von 1993 oft bei Beerdigungen.

Deutscher Kabarett-Preis für das Duo "Ohne Rolf"

Die Schweizer kommunizieren auf der Bühne nur mittels Texttafeln

Das Schweizer Duo "Ohne Rolf" ist mit dem Deutschen Kabarett-Preis 2015 ausgezeichnet worden. Die beiden Luzerner Künstler Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg (beide 39) nahmen die mit 6000 Euro dotierte Auszeichnung bei einer Gala in der Nürnberger Tafelhalle entgegen. Der Deutsche Kabarett-Preis wird jährlich vom Nürnberger Burgtheater vergebenPreisstifter ist die Stadt Nürnberg. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem "Genregrenzen sprengenden Ideenreichtum" der beiden Künstler. Statt miteinander zu sprechen, spielen die beiden Komiker auf der Bühne mit Texttafeln, die sie oft auf verblüffende Weise kombinieren. Ihre punktgenaue Präzision, ihre sprach-spielerische Leichtigkeit und die philosophische Tiefe ihrer Programme sei so überraschend fantasievoll, "dass man nach mehr süchtig wird". Den Förderpreis mit 4000 Euro erhielt Sarah Hakenberg aus München, der Sonderpreis in Höhe von 2000 Euro ging an den Teisendorfer Josef Brustmann, Mitglied der Gruppe "Jodelwahnsinn".

"Carol" und "Spotlight" Favoriten bei den Golden Globes

Die beiden Filme konkurrieren in der Kategorie "Bestes Drama" miteinander

Der Verband der Auslandspresse in Hollywood vergibt heute (17.00 Uhr Ortszeit, Montag 02.00 Uhr MEZ) zum 73. Mal die Golden Globes. Als Favorit bei der Verleihung der renommierten Filmpreise in Los Angeles gilt das Liebesdrama "Carol" über die Beziehung zwischen einer Hausfrau und einer Verkäuferin im New York der 50er Jahre, das fünf Mal nominiert ist. Als scharfer Konkurrent für "Carol" in der Königskategorie "Bestes Drama" wird "Spotlight" gehandelt, ein Film über US-Journalisten und ihre Recherchen zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Die Filmpreise gelten als wichtiges Stimmungsbarometer für die Oscar-Verleihung am 28. Februar.

Sean Penn interviewte "El Chapo"

Joaquín Guzmán droht Auslieferung an die USA

Der nach einem spektakulären Gefängnisausbruch gefasste mexikanische Drogenboss "El Chapo" hat US-Filmstar Sean Penn während seiner Flucht ein Interview gegeben. Das Magazin "Rolling Stone" veröffentlichte online einen Bericht des Schauspielers. Womöglich wurde seine Eitelkeit dem 58-jährigen Joaquín Guzmán ("El Chapo" = der Kurze) zum Verhängnis. Generalstaatsanwältin Arely Gómez betonte nach der Festnahme, man sei ihm auf die Spur gekommen, nachdem er "Schauspielerinnen und Produzenten" kontaktiert habe, um einen Film über sein Leben drehen zu lassen. Nun droht ihm die Auslieferung an die USA. Beleg für das Treffen von Penn und Guzmán im Oktober ist ein Foto, das beide beim Handschlag zeigt. "El Chapo" war im Juli durch einen Tunnel mit elektrischem Licht, Luftzufuhr und Schienen aus einem Hochsicherheitsgefängnis geflohen. Penn berichtet, der Chef des Sinaloa-Kartells habe seine Ingenieure für den Tunnel zu einer dreimonatigen Fortbildung nach Deutschland geschickt.

Trauerfeier für Motörhead-Star Lemmy in Los Angeles

Zeremonie wurde per Live-Stream übertragen

Großer Abschied vom legendären Musiker: Familie, Freunde und Kollegen haben bei Trauerfeiern in Los Angeles an Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister erinnert. Per Live-Stream konnten Fans in aller Welt die Hauptzeremonie vom Forest-Lawn-Memorial-Friedhof mitverfolgen. Kilmister starb am 28. Dezember im Alter von 70 Jahren in Los Angeles. Der gebürtige Engländer hatte erst kurz zuvor eine Krebsdiagnose erhalten. Der Live-Stream wurde auch in Kilmisters Stammkneipe "Rainbow Bar and Grill" auf dem Sunset Strip gezeigt. Wie Manager Tony Brown mitteilte, feierten dort Hunderte Fans. Kilmister habe gleich um die Ecke gewohnt.

Festnahmen wegen Schmuggels von Van-Dyck-Gemälde

Schmuggler in der Türkei gerieten an verdeckte Ermittler

Wegen des Schmuggels eines mutmaßlich wertvollen Gemäldes aus dem 17. Jahrhundert sind in der Türkei zwei Geschäftsmänner festgenommen worden. Die beiden Männer wollten ein Bild des flämischen Barockmalers Anthonis van Dyck für umgerechnet 4,2 Millionen Euro verkaufen, wie die Zeitung "Hürriyet" berichtete. Verdeckte Ermittler waren zum Schein auf das Angebot eingegangen und nahmen die Verkäufer schließlich in einem Luxushotel in Istanbul in Gewahrsam. Die beiden Männer gaben dem Bericht zufolge nach ihrer Festnahme an, das Gemälde für 200.000 Dollar einer Verbrecherbande in Georgien abgekauft zu haben. Nach Einschätzung von Experten handelt es sich um ein Original im Wert von mehreren Millionen Euro, wie "Hürriyet" weiter berichtete. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax war das Bild 15 Jahre lang im Besitz einer Familie in Georgien, die nicht gewusst habe, dass das Werk eines Meisters in ihrem Wohnzimmer hing. Eine Frau namens Eka Abaschidse sagte dem georgischen Fernsehsender Imedi TV, sie habe das Gemälde 2010 wegen finanzieller Engpässe an zwei Männer verkauft. Von den vereinbarten 37.000 Dollar habe sie aber nur 7000 Dollar erhalten.

Proteste nach Verschwinden von Verlagsmitarbeitern

Demonstranten in Hongkong fordern Auskunft über Verbleib der Vermissten

Tausende Demonstranten haben in Hongkong Aufklärung über den Verbleib von fünf vermissten Mitarbeitern eines chinakritischen Verlags verlangt. "Wir fordern die chinesische Regierung auf, umgehend die Situation der fünf (Vermissten) zu klären und sie freizulassen", sagte einer der Organisatoren der Kundgebung. "Nein zu politisch motivierten Entführungen!" riefen die Demonstranten auf ihrem Weg zur chinesischen Vertretung in Hongkong. Nach Angaben der Veranstalter folgten 6000 Menschen dem Protestaufruf. Die Polizei sprach von 3500 Demonstranten. Der Verbleib der Verlagsangestellten ist ungeklärt. Vier gelten bereits seit Oktober als vermisst. Sie kehrten von Reisen in den Süden Chinas und nach Thailand nicht zurück. Der fünfte Mann, der 65-jährige Verleger Lee Bo, verschwand am 30. Dezember vermutlich direkt aus Hongkong. Es wird vermutet, dass die Vermissten von chinesischen Sicherheitskräften verschleppt wurden. Hintergrund ist mutmaßlich ein von dem Verlag Mighty Current geplantes Buch über eine ehemalige Geliebte des chinesischen Präsidenten Xi Jinping.

Erstes Lübecker Autorentreffen nach dem Tod von Grass

Die Moderation übernimmt Tilman Spengler

Zum ersten Lübecker Schriftstellertreffen nach dem Tod von Literaturnobelpreisträger Günter Grass werden am 22./23. Januar deutschsprachige Gegenwartsautoren wieder in der Hansestadt zusammenkommen. Zu den acht Teilnehmern gehören Eva Menasse, Feridun Zaimoglu und Benjamin Lebert. Die Moderation übernimmt als Senior der Treffen Tilman Spengler (68), der seit dem Start 2005 dabei ist. Grass hatte beim letzten Autorentreffen am 27. Februar 2015 vor den überraschten Schriftstellern Spengler unvermittelt gebeten, im Falle seines Todes die Treffen fortzusetzen. Grass starb sechs Wochen später am 13. April. Spengler sagte, es gelte den besonderen Geist der Treffen zu bewahren, bei dem sich die Autoren aus unveröffentlichten Texten einander vortragen und darüber diskutieren.

Starker China-Start für "Star Wars"

"Das Erwachen der Macht" spielte am ersten Tag rund 33 Millionen US-Dollar ein

Der neue "Star Wars"-Film hat eine starke China-Premiere hingelegt: Der siebte Teil der Sternenkriegersaga spülte gestern nach ersten Schätzungen der Disney-Studios umgerechnet rund 33 Millionen US-Dollar (etwa 30 Millionen Euro) in die Kinokassen, wie chinesische Staatsmedien heute berichteten. Auf dem zweitgrößten Kinomarkt der Welt nach den USA liegt der Film von Regisseur J.J. Abrams damit allerdings deutlich hinter "Fast and Furious 7", der rund 54 Millionen US-Dollar am ersten Tag eingespielt hatte. Ein Erfolg in China ist wichtig, wenn "Das Erwachen der Macht" weltweit "Avatar" als erfolgreichsten Film der Geschichte ablösen soll.

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