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Interview / Archiv | Beitrag vom 30.01.2013

"Reporter ohne Grenzen": Deutschland liegt bei Pressefreiheit nur auf Mittelplatz

Vorstandssprecherin Frohloff beklagt abnehmende Medienvielfalt

Astrid Frohloff beklagt eine mangelnde Medienvielfalt in Deutschland. (Stock.XCHNG / Natalie Souprounovich)
Astrid Frohloff beklagt eine mangelnde Medienvielfalt in Deutschland. (Stock.XCHNG / Natalie Souprounovich)

Astrid Frohloff, Vorstandssprecherin von "Reporter ohne Grenzen", sieht gewisse Mängel bei der Gewährleistung der Pressefreiheit in Deutschland.

Anlässlich der Veröffentlichung der Jahresrangliste der Pressefreiheit durch "Reporter ohne Grenzen" sagte Frohloff, innerhalb Europas nehme Deutschland einen Mittelplatz ein, weil es hierzulande doch einige Dinge gebe, "die nicht ganz so gut laufen".

Die Vorstandssprecherin von "Reporter ohne Grenzen" beklagte insbesondere die abnehmende Medienvielfalt in Deutschland: "Es gibt immer mehr Fusionen, immer weniger Zeitungen sind Vollredaktionen, immer mehr Reporterpools liefern immer gleiche Inhalte an die Zeitungen. Also die Bürger haben immer weniger Möglichkeiten, sich aus einer großen Masse von Zeitungen zu informieren."

Frohloff verwies ferner darauf, dass Journalisten bei der Recherche oft an Grenzen stoßen würden, weil fünf Bundesländer das Informationsfreiheitsgesetz noch nicht umgesetzt hätten. "Und es gibt das Thema Vorratsdatenspeicherung, das uns immer wieder beschäftigt, also die langfristige Speicherung von Telefon- und Computerdaten, das ist für Journalisten auch ein heikles Thema."

Das vollständige Gespräch mit Astrid Frohloff können Sie bis zum 30.6.2013 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.


Mehr auf dradio.de:
Deutschland bei Pressefreiheit auf Platz 17 - <br> Reporter ohne Grenzen bemängelt Zeitungsschließungen

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