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Rang I | Beitrag vom 16.01.2016

Regisseur Ivo van Hove"Lazarus ist David Bowies Testament"

Moderation: Susanne Burkhardt

Blumen, im Gedenken an den verstorbenen britischen Musiker David Bowie, stecken in New York an einem Plakat, das am Theatre Workshop für das Bowie-Musical "Lazarus" wirbt. (picture alliance / dpa / Christina Horsten)
Blumen an einem Plakat, das am New York Theatre Workshop für das Bowie-Musical "Lazarus" wirbt (picture alliance / dpa / Christina Horsten)

"Lazarus" war David Bowies erstes Musical, kurz nach der Premiere starb der Musiker. Der belgische Regisseur Ivo van Hove hat das Stück inszeniert und mit Bowie geprobt. Er sagt: "Ich hatte das Privileg David Jones kennenzulernen, den Mann, der David Bowie eigentlich war."

Es war sein erstes und gleichzeitig sein letztes Musical: "Lazarus" – geschrieben von David Bowie, gemeinsam mit dem irischen Schriftsteller Enda Walsh. Bei der Premiere Anfang Dezember im New York Theatre Workshop am Broadway konnte Bowie noch dabei sein – aber wie wir heute wissen, war er da schon schwer erkrankt. Vor knapp einer Woche, am Sonntag, starb er im Alter von 69 Jahren.

Einer der letzten, der mit ihm zusammengearbeitet hat – ist Ivo van Hove. Der international bekannte belgische Regisseur hat das Musical "Lazarus" inszeniert – hier kennt man ihn durch Arbeiten für die Münchner Kammerspiele, die Schaubühne Berlin, die Komische Oper oder für die Ruhrtriennale. Für ihn ist klar: "Lazarus ist David Bowies Testament."

"Er hat seinen eigenen Tod zu einem Kunstwerk gemacht"

Susanne Burkhardt hat mit Ivo van Hove über die gemeinsamen Proben gesprochen, und darüber, wie es für ihn war, das Video zu "Lazarus" zu sehen, jenem Song aus dem Musical, der auch auf dem letzten Album "Blackstar" zu finden ist. Ein Video, in dem man Bowie mit bandagiertem Kopf in einem Bett liegen sieht – sichtlich gezeichnet von Krankheit. Bilder, die für Ivo van Hove schwer erträglich sind:

"Für mich war das zu schwer anzusehen, für mich war das unglaublich, was er geschaffen hat, um auch seinen Tod selber zu inszenieren, ihn zu einem Kunstwerk zu machen."

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