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Raus aus der Sakristei!

Der Papst hat angeregt, auf einem "Vorhof der Völker" künftig auch mit Ungläubigen zu sprechen

Von Stefan Förner, Berlin

Papst Bendedikt XVI. betet an der Klagemauer in Jerusalem.
Papst Bendedikt XVI. betet an der Klagemauer in Jerusalem. (AP)

Der Tempel in Jerusalem hatte einen äußersten Vorhof, zu dem alle Menschen Zugang hatten, auch jene, die nicht an Gott glaubten. Anlässlich des 50. Jahrestags des Zweiten Vatikanischen Konzils greift Papst Benedikt XVI. dieses Bild auf und will mit Agnostikern und Atheisten in einen Dialog treten.

Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat die katholische Kirche "die Fenster geöffnet" und auch – in manchen Bereichen zum ersten Mal – offiziell rausgeschaut. Dokumente über die anderen christlichen Konfessionen und die anderen Religionen sind entstanden. Papst Benedikt XVI. hat nun angeregt, im "Vorhof der Völker" auch mit denen das Gespräch zu suchen, die nicht oder nichts glauben.

Der Begriff stammt aus der Architektur des Jerusalemer Tempels, der in einem äußersten Bereich den "Vorhof der Völker" hatte, zu dem alle Zugang hatten. Den "Vorhof der Völker" gibt es schon, Veranstaltungen unter diesem Titel fanden bereits in Paris und Tirana statt, für Berlin ist eine angekündigt.

Heute auf den Tag genau vor einem Jahr waren die Zeitungen in Deutschland voll mit Kommentaren und Einordnungen zum Besuch des Papstes in Berlin, namentlich die Rede von Papst Benedikt XVI. im Deutschen Bundestag irritierte viele seiner Kritiker. Hatte man noch vorher einen Besuch im deutschen Parlament mit Verweis auf die Trennung von Kirche und Staat abgelehnt und sein Fernbleiben angekündigt, waren manchem jetzt die Argumente ausgegangen.

Papst Benedikt hatte zwar mit einem biblischen Zitat, dem Verweis auf König Salomon begonnen, dann aber versucht, auch die für seine Rede und Position zu gewinnen, die seine Glaubensüberzeugungen nicht teilen.

"Dem jungen König Salomon ist in der Stunde seiner Amtsübernahme eine Bitte freigestellt worden. Wie wäre es, wenn uns, den Gesetzgebern von heute, eine Bitte freigestellt würde? Was würden wir erbitten? Ich denke, auch heute könnten wir letztlich nichts anderes wünschen als ein hörendes Herz – die Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden und so wahres Recht zu setzen, der Gerechtigkeit zu dienen und dem Frieden."

Keine Frage, viele waren enttäuscht, sie hatten sich klare Wort erwartet vom Papst zu den Missbrauchsskandalen, zum Islam in Deutschland, zum Verhältnis von Kirche und Staat in unserem Land, zu Ökumene im Land der Reformation, stattdessen "Überlegungen über die Grundlagen des Rechts", ein Gelehrter schöpft aus dem reichen Schatz seiner Studien und Erwägungen, spricht in Diktion und Tonfall eigentlich eher wie in einem Hörsaal als in einem Parlament. Aber vor allem spricht er nicht wie in einer Predigt, nicht wie in einer Kirche.

Am 11. Oktober 2012, also in wenigen Tagen beginnt nach dem Wunsch des Papstes für die katholische Kirche ein "Jahr des Glaubens". Kein Mottojahr wie manches andere, sondern ein Jubiläumsjahr, das am 50. Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils beginnt:

"Ich war der Meinung, den Beginn des Jahres des Glaubens auf das Datum des fünfzigsten Jahrestags der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils zu legen, könne eine günstige Gelegenheit bieten, um zu begreifen, dass die von den Konzilsvätern als Erbe hinterlassenen Texte gemäß den Worten des seligen Johannes Paul II. 'weder ihren Wert noch ihren Glanz verlieren'."

Manch einer blickt ein wenig wehmütig zurück in die Zeit vor 50 Jahren, als mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil Papst Johannes XXIII. in der katholischen Kirche die Fenster aufgemacht hatte. Mancher ist in Sorge um "den Geist" und "die Früchte" des Konzils, mancher meint, die Fenster seien längst wieder zu und es würde auch keiner mehr rausschauen. Dokumente über die nicht-christlichen Religionen (Nostra Aetate) sind entstanden, ein "Päpstlicher Rat für die Einheit der Christen" wurde gegründet, vieles wurde erreicht, ein Stillstand wird beklagt.

Doch jetzt scheint Papst Benedikt XVI. seinen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen: Er selbst hat eine Veranstaltungsreihe angeregt, die er "Vorhof der Völker" nennt. An dieser Stelle will er noch einen Schritt weiter gehen und den Kreis noch weiter ziehen: Nach den ökumenischen Bemühungen und dem interreligiösen Dialog will er demnach auch mit denen das Gespräch zu suchen, die nicht oder nichts glauben oder das jedenfalls für sich beanspruchen.

Vielleicht sind es Situationen wie die Rede im Deutschen Bundestag in Berlin, an die der Papst sich erinnert, wenn er vom "Vorhof der Völker" spricht. Zum ersten Mal hat er den Gedanken beim Weihnachtsempfang 2009 für das Kardinalskollegium geäußert. Es geht ihm im Zusammenhang gewissermaßen um sein Lebensthema: Die Frage nach Gott wach zu halten. In diesem Zusammenhang fährt er fort:

"Hier fällt mir das Wort ein, das Jesus aus dem Propheten Jesaja zitiert hat: dass der Tempel von Jerusalem ein Gebetshaus für alle Völker sein solle (Jes 56,7; Mk 11,17). Er dachte dabei an den so genannten Vorhof der Heiden, den er von äußeren Geschäftigkeiten räumte, damit der Freiraum da sei für die Völker, die hier zu dem einen Gott beten wollen, auch wenn sie dem Geheimnis nicht zugehören konnten, dem das Innere des Tempels diente. (...)

Ich denke, so eine Art "Vorhof der Heiden" müsse die Kirche auch heute auftun, wo Menschen irgendwie sich an Gott anhängen können, ohne ihn zu kennen und ehe sie den Zugang zum Geheimnis gefunden haben, dem das innere Leben der Kirche dient. Zum Dialog der Religionen muss heute vor allem auch das Gespräch mit denen hinzutreten, denen die Religionen fremd sind, denen Gott unbekannt ist und die doch nicht einfach ohne Gott bleiben, ihn wenigstens als Unbekannten dennoch anrühren möchten."

Der Papst erinnert sich in dem Zusammenhang an seinen Besuch in der Tschechischen Republik:

"Immer wurde ich vorher darauf hingewiesen, dass dies ein Land mit einer Mehrheit von Agnostikern und Atheisten sei, in dem die Christen nur noch eine Minderheit bilden. Umso freudiger war die Überraschung darüber, dass (...) im Bereich der Universitäten und der Kultur mein Wort wache Aufmerksamkeit fand. Dass die Autoritäten des Staates mir mit großer Freundlichkeit begegneten und alles getan haben, um dem Besuch zum Erfolg zu verhelfen. (...)

Vor allem aber ist mir wichtig, dass auch die Menschen, die sich als Agnostiker oder als Atheisten ansehen, uns als Gläubige angehen. Wenn wir von neuer Evangelisierung sprechen, erschrecken diese Menschen vielleicht. Sie wollen sich nicht als Objekt von Mission sehen und ihre Freiheit des Denkens und des Wollens nicht preisgeben. Aber die Frage nach Gott bleibt doch auch für sie gegenwärtig, (...)."

Mit dem "Vorhof der Völker" erinnert der Papst an den "Vorhof der Heiden", den äußersten Bereich des Jerusalemer Tempels, zu dem alle Zugang hatten. Er gehört zum Tempel, ist aber der einzige Bereich, den auch Nicht-Juden betreten dürfen, dahinter kommt der Vorhof der Frauen, der Männer, der Priester und schließlich der eigentliche Tempel mit dem Allerheiligsten, das nur der Hohepriester einmal im Jahr betreten durfte. Im "Vorhof der Heiden" fand Handel und Wandel statt sowie Austausch zwischen Juden und Heiden.

In den jüdischen Tempel durften Nicht-Juden bei Strafe nicht hinein. In die Kirche wollen Viele heute wollen nicht in den Tempel, in die Kirche hinein, um nicht vereinnahmt werden, dann – so die Idee des Papstes – treffen wir uns eben auf halbem Weg: Im Vorhof eben.

"Vorhof der Heiden" – "Vorhof der Völker", vielleicht hilft eine kurze Begriffsklärung: Die "Heiden", die sich damals im Vorhof des Jerusalemer Tempels aufhielten, waren keine Heiden, jedenfalls waren sie bestimmt auch gläubige Menschen, aber eben keine gläubigen Juden. Sie glaubten aus Sicht der Juden das Falsche, und an Götzen, was vielleicht schlimmer ist als gar nichts zu glauben. Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat auch die katholische Kirche erkannt, dass darin ein Problem der Perspektive liegt:

Jeder Gläubige versteht sich als recht-gläubig, was im Gespräch mit anderen Religionen zu Schwierigkeiten führt, die Kategorie der wirklich Un-Gläubigen oder nicht Gläubigen ist relativ neu. Wenn der Papst heute vom "Vorhof der Völker" spricht, dann meint er die, die sich nicht als religiös oder einer Religion zugehörig empfinden, also Agnostiker, Atheisten, oder wie sie sich immer selbst bezeichnen. Allerdings erwartet der Papst schon, dass "die Frage nach Gott (...) auch für sie gegenwärtig" bleibt. Da wird vermutlich nicht jeder der Einladung des Papstes folgen.

Aber Papst Benedikt hat für den Vorhof der Völker noch ein Ass im Ärmel, und das heißt Kardinal Gianfranco Ravasi. Ravasi ist Präsident des Päpstlichen Rates für die Kultur im Vatikan. Ravasi selbst ist kommunikativ, auf der Höhe der aktuellen kulturellen Debatten einerseits, und andererseits ist die Zuordnung des Anliegens zur Kultur vermutlich eine kluge Entscheidung. Denn über die Sprache der Kunst ist vermutlich eine Annäherung leichter möglich als über eine theologische oder philosophische Sprache.

Literaten, Künstler und natürlich auch Philosophen oder Kirchenkritiker sind demnach die Zielgruppe, mit der sich die Kirche im "Vorhof der Völker" verabredet hat. Die ersten Veranstaltungen dieser Art haben bereits stattgefunden, einen ziemlich spektakulären Anfang gab es – so wie man hört – in Paris, relativ geräuschlos ging es im albanischen Tirana vor sich. In Paris war Papst Benedikt XVI. nicht persönlich dabei, er hatte sich vorher in einer Videobotschaft an die Jugendlichen gewandt, die vor der Kathedrale von Notre-Dame ausgestrahlt wurde. Der Vorplatz von Notre-Dame, vielleicht ja selbst so eine Art Vorhof? Darin erklärt der Papst noch einmal, wie er den Begriff versteht:

"Der Vorhof steht als Symbol für den offenen Raum auf dem ausgedehnten Platz beim Tempel in Jerusalem, der es all jenen erlaubte, die nicht dem jüdischen Glauben angehörten, sich dem Tempel zu nähern und über Religion zu sprechen. An diesem Ort konnten sie den Schriftgelehrten begegnen, über den Glauben reden und auch zum unbekannten Gott beten. Damals war der Vorhof jedoch zugleich ein Ort des Ausschlusses, weil die "Heiden" nicht das Recht hatten, den heiligen Raum zu betreten. Jesus Christus ist aber gekommen, um "durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft" zwischen Juden und Heiden niederzureißen. Er hob das Gesetz samt seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei in seiner Person zu dem einen neuen Menschen zu machen. Er stiftete Frieden …" (Eph 2,14-17), wie uns der heilige Paulus sagt.

Im Herzen dieser "Stadt der Lichter", vor Notre-Dame de Paris, diesem wunderbaren Meisterwerk der religiösen Kultur Frankreichs, öffnet sich ein großer Platz, um der respektvollen und freundschaftlichen Begegnung von Menschen verschiedener Überzeugungen neue Impulse zu geben. Ihr Jugendlichen, gläubig und nichtgläubig, die ihr hier versammelt seid, wollt einander heute Abend wie auch im täglichen Leben begegnen, um über die großen Fragen der menschlichen Existenz zu sprechen. Heutzutage betrachten sich viele als keiner Religion zugehörig, aber sie wünschen sich eine neue, freiere Welt, die gerechter und solidarischer ist, friedlicher und glücklicher. (...) Die Religionen dürfen keine Angst vor echter Laizität haben, einer offenen Laizität, die es jedem erlaubt, seinen Glauben gemäß seinem Gewissen zu leben. Und – um noch tiefer zu gehen – anzuerkennen, dass nur Gott in Jesus Christus uns innerlich befreit und es uns schenkt, einander in Wahrheit als Brüder zu begegnen.

(...) Wenn ihr das, was ihr heute Abend erlebt, verbreitet, tragt ihr dazu bei, die Mauern der Angst vor dem anderen, vor dem Fremden, vor dem, der euch nicht ähnlich ist, zu überwinden. Diese Angst entsteht oft aus dem gegenseitigen Unwissen, aus der Skepsis oder der Gleichgültigkeit. Achtet darauf, ohne Unterschied die Bande unter allen Jugendlichen zu festigen und vor allem auch jene nicht zu vergessen, die in Armut oder Einsamkeit leben, die unter Arbeitslosigkeit oder Krankheit leiden oder sich am Rande der Gesellschaft fühlen."

Als Anfrage an das Projekt "Vorhof der Völker" bleibt allerdings, ob es wirklich gelingt, auch Nicht-Glaubende in diesen Vorhof zu bringen, immerhin ist es der Papst selbst oder zumindest einer seiner profiliertesten Kardinäle, die in den Vorhof einladen. Bei allem Respekt muss die Frage erlaubt sein, ob sie als "Gastgeber" für nicht-glaubende Jugendliche interessant sind. Es ist daher fraglich, ob ein solches Projekt die angestrebte Breitenwirkung erzielen kann oder sich in exklusiven Fachgesprächen kultureller, intellektueller und philosophischer Art erschöpft.

Der "Vorhof der Völker" soll auch 2013 oder 2014 in Berlin veranstaltet werden, und je nach Perspektive ist das Ereignis schon jetzt mit Vorschusslorbeeren bzw. Bedenken dekoriert. Ich weiß nicht, was dabei herauskommen wird, es ist ja bekannt, dass manche solcher Veranstaltungen schon allein durch die entsprechende Einstimmung gelingen oder zum Scheitern verurteilt sind.

Ich möchte das nicht abwarten. Ich denke, jeder kann seinen "Vorhof der Völker" selbst entdecken, wenn man das so sagen darf. Papst Benedikt XVI. hat zum Jahr des Glaubens, aus Anlass des 50. Jubiläums des Zweiten Vatikanischen Konzils von einer "Tür des Glaubens" gesprochen, "Porta Fidei", so heißt der Text, mit dem er zum Jahr des Glaubens einlädt:

"Die "Tür des Glaubens", die in das Leben der Gemeinschaft mit Gott führt und das Eintreten in seine Kirche erlaubt, steht uns immer offen. Es ist möglich, diese Schwelle zu überschreiten, wenn das Wort Gottes verkündet wird und das Herz sich durch die verwandelnde Gnade formen lässt. Durch diese Tür zu gehen bedeutet, einen Weg einzuschlagen, der das ganze Leben fortdauert."

Ich verstehe den "Vorhof der Völker" als das Gegenstück zur "Tür des Glaubens": Es geht nicht um das "Hereinspaziert!" wie bei der "Nacht der offenen Kirchen" zum Beispiel. Es ist eine Ermutigung, die Tür des Glaubens, von der der Papst spricht, mal in die andere Richtung zu durchschreiten. Nicht den eigenen Glauben aufgeben, aber einfach Mal rausgehen, in den Vorhof, gucken, wer da so ist.

Das ist heute vielfach einfacher als man denkt und vor allem einfacher als früher. In den Ort, aus dem meine Mutter stammt, waren alle Familien katholisch bis auf eine, ich lernte in meiner Grundschulzeit immerhin schon den Unterschied zwischen evangelisch und katholisch kennen, und dann kam der erste türkische und der erste jugoslawische Mitschüler in meine Klasse. Im Gymnasium hatte ich plötzlich Mitschüler, die in den Ethik-Unterricht gehen wollten, und das in Bayern! Wieder eine Generation später sind aus der Klasse meines Sohnes gerade Mal drei Kinder zur Erstkommunion gegangen. In meinem Umfeld beginnt der Vorhof der Völker direkt vor der Tür des Glaubens, im Klassenzimmer und vor der Kirchtüre.

Der "Vorhof der Völker", das ist letztlich das, was meinen Alltag als Christ ausmacht. Im "Vorhof der Völker" kann und muss ich Rechenschaft geben über meinen Glauben, hier entscheidet sich auch, wie viel Verständnis es geben kann füreinander und wie zusammenleben gelingen kann. Die Diskussion um den Religionsunterricht und seinen Ort, aber auch um das öffentliche Beten von Muslimen oder das Recht auf Beschneidung für Juden und Muslime. Warum ist uns der Sonntag heilig, warum haben wir kein gutes Gefühl, wenn totgeborene Embryonen nicht würdig bestattet werden, obwohl es rein rechtlich keinen Grund dafür gibt. All diese Themen können wir selbst in unserem jeweiligen "Vorhof der Völker" thematisieren. Die Zeiten sind auch hierzulande vorbei, wo man sich von der Taufe bis zu Beerdigung in einem christlichen oder ganz und gar katholischen Milieu sicher aufbewahrt fühlen konnte.

Das Bild von der offenen Tür des Glaubens und vom "Vorhof der Völker" sind für mich aber eindeutige Hinweise, dass es dem Papst nicht um eine Wagenburg und eine Abschottung geht, sondern dass er die Türen und Fenster gern offen lässt, wie sein Vorgänger Johannes XXIII., und nicht nur drin bleiben will, sondern auch rausgeht in den Vorhof der Völker, ob der nun Deutscher Bundestag heißt, wie vor knapp einem Jahr oder ob damit mein eigener Vorhof der Völker gemeint ist, der schon vor meiner Wohnungstür, in jedem Fall aber vor der Kirchentür anfängt.


Musik und Literatur dieser Sendung:

(1) Yo-Yo Ma, The Cello Suites inspired by Bach; K:J.S.Bach, Int:Yo-Yo Ma, SONY

(2) Apostolisches Schreiben in Form eines Motu Proprio "Porta fidei" von Papst Benedikt XVI. mit dem das Jahr des Glaubens ausgerufen wird, hrsg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz. – Bonn 2012., Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls Nr. 191

Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag hat der katholische Senderbeauftragte für Deutschlandradio Kultur, Pfarrer Lutz Nehk.

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