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Thema / Archiv | Beitrag vom 18.11.2010

Pseudonyme in Internet-Foren

Politiker Axel Fischer für teilweises "digitales Vermummungsverbot"

Schluss mit dem Versteckspiel:  Die Anonymität im Internet ist umstritten. (Stock.XCHNG / Elena Buetler)
Schluss mit dem Versteckspiel: Die Anonymität im Internet ist umstritten. (Stock.XCHNG / Elena Buetler)

In der Diskussion um Pseudonyme in Internet-Foren hat der Vorsitzende der Bundestags-Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft", Axel Fischer, klargestellt, dass er ein Verbot der Anonymität nur bei bestimmten Foren fordert - nämlich bei solchen mit politischen Abstimmungs-möglichkeiten wie dem Bundestagsblog.

Ihm gehe es um mehr direkte Demokratie beim Deutschen Bundestag, sagte Fischer am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Es sei das aktuelle Thema der Enquete-Kommission, "wie wir Abstimmungsmöglichkeiten im Netz einrichten". "Von jedem Bundestagsabgeordneten erwartet man, dass er mit offenem Visier für seine politischen Überzeugungen eintritt", so der CDU-Abgeordnete. Wer "auf gleicher Augenhöhe" mitdiskutieren wolle, müsse "natürlich auch auf gleiche Weise seine Hüllen fallen lassen und deutlich machen, wer er ist".

Nach Ansicht Fischers ist eine solche Transparenz notwendig, um mögliche Abhängigkeiten sehen zu können - gerade wenn "im Zweifel Gesetzestexte da rauskommen". Überrascht zeigte sich Fischer von der Menge, nicht aber von der "Qualität der Kommentare", die ihn auf seine Forderung nach einem "digitalen Vermummungsverbot" hin erreichten. Neben zustimmenden und kritischen Emails hätte er teils auch Häme erfahren – doch "darüber braucht man keine weiteren Worte zu verlieren", sagte Fischer.

Das vollständige Interview können Sie mindestens bis zum 18. April 2010 als MP3-Filehören.

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