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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 08.08.2012

"Prometheus - Dunkle Zeichen"

Ein actionreiches Weltraumspektakel von Ridley Scott

Von Patrick Wellinski

Szene aus dem Film "Prometheus - Dunkle Zeichen" (2012 Twentieth Century Fox)
Szene aus dem Film "Prometheus - Dunkle Zeichen" (2012 Twentieth Century Fox)

In seinem neuen Science-Fiction-3D-Abenteuer "Prometheus" begibt sich US-Regisseur Ridley Scott auf die Suche nach den Anfängen der Menschheit. Dafür schickt er Michael Fassbender und Noomi Rapace auf einen weit entfernten Planeten.

Der Titan Prometheus brachte den Menschen das Feuer und wurde dafür von den Göttern aufs Grausamste bestraft. In Ridley Scotts "Prometheus - Dunkle Zeichen" hingegen wird eine Gruppe von Raumfahrern durch ein tödliches, überirdisches Feuer gepeinigt, das sie durch ihren Wissensdrang entzünden.

2093 begibt sich eine Expedition auf einen von der Erde weit entfernten Planeten, um dort nach Leben zu suchen. Unter den Mitgliedern befindet sich auch das Archäologen-Paar Elizabeth (Noomi Rapace) und Charlie (Logan Marshall-Green), die auf der Erde in Höhlenmalereien Hinweise auf eine ferne Planetenkonstellation finden und überzeugt sind, dort nicht nur auf außerirdisches Leben zu stoßen, sondern auch dem Ursprung der menschlichen Spezies auf die Schliche zu kommen.

"Prometheus" ist nicht das von vielen sehnlichst erhoffte Prequel zur "Alien"-Saga geworden. Regisseur Ridley Scott variiert lediglich einige Motive aus seinem 1979er Film. Scott hat die Stille und den minimalistischen Horror seiner ursprünglichen Alien-Inszenierung gegen den visuellen Bombast der heutigen 3D-Technik ausgetauscht. Hin und wieder blitzt dann doch ein wenig von seiner Genialität durch, werden Spannung und Tempo der Erzählung effektiv in Szene gesetzt. Natürlich ist diese Version einer alternativen Schöpfungsgeschichte, die im Zentrum des Films steht und immer wieder an Erich von Dänikens Bestseller "Erinnerung an die Zukunft" erinnert, substanzlos und hanebüchen.

Doch der Reiz von "Prometheus" liegt vor allem in seinen Schauwerten, dem erstaunlich komplexen Set-Design. Wenn die Kamera die monumentalen Landschaften einfängt oder durch die detailliert gezeichneten Innenräume der Raumschiffe gleitet, erinnert Ridley Scott ganz beiläufig an die glorreiche Zeit des Science-Fiction-Genres, das im aktuellen Mainstreamkino fast völlig verschwunden ist.


USA 2012, Originaltitel: Prometheus, Regie: Ridley Scott, Darsteller: Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron, Patrick Wilson, Guy Pearce, Idris Elba, Rafe Spall, ab 12 Jahren, 124 Minuten


Filmhomepage

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