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Programm: Vor- und Rückschau

Seit 13:30 Uhr

Länderreportaufnehmen

Warum sind so viele Sachsen ausländerfeindlich und reaktionär?
Von Bastian Brandau

Sachsen ist auch im Jahr 2016 das Bundesland mit der höchsten Zahl an fremdenfeindlichen Übergriffen. Gewalt gegen Ausländer, Proteste gegen die Flüchtlingspolitik, Pöbeleien gegenüber Politikern: Nirgendwo in Deutschland ist die Aggressivität so groß wie im Freistaat. - Warum ist das so?

Tagesprogramm Samstag, 21. November 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Im Namen des Volkes
Die Lange Nacht vom Nürnberger Prozess
Von Jochanan Shelliem
Regie: der Autor
(Wdh. v. 19./20.11.2005)

Es war ein Medienspektakel allerersten Ranges, aber kein Tribunal. Es wurde kein Standgericht, wie Churchill forderte, und kein russischer Schauprozess. Richard W. Sonnenfeldt, Chefdolmetscher der Anklage, Ludwig Pflücker, der hessische Gefängnisarzt und der Psychiater Leon Goldensohn sprachen mit Hermann Göring und Rudolf Heß, mit Fritzsche, von Ribbentrop und Rosenberg. Pflücker starb sechs Jahre später an seinen Depressionen. Im Winter 1945 wurde in Nürnberg die Grundlage der deutschen Nachkriegsrepublik gelegt. Während sich die ersten Kriegsheimkehrer in den Trümmern an der Pegnitz zurechtzufinden suchten, wurden im Schwurgerichtsaal 600 an der Fürther Straße die ersten Umrisse von Rassenwahn und Völkermord skizziert. Mit Aufnahmen auf 3.700 Meter Band, 7.000 Schallplatten und Verhörprotokollen in 43 dicken Bänden, mit Reportagen von John Dos Passos, Xiao Quian, John Steinbeck, Hans Habe, Erika und Klaus Mann, mit Aussagen von Zeitzeugen und Prozessbeteiligten, mit Rundfunkberichten aus dem NWDR, denen Rosemarie Fendel, Otto Sander, Peter Liek und Martin Semmelrogge neben anderen Stimme verleihen. Mit Szenen aus Stanley Kramers Spielfilm über 'Das Urteil von Nürnberg' werden die Hintergründe des Verfahrens aufgerollt, wird die Zeit ausgeleuchtet und der Schatten der Verdrängung vom verzweifelten Selbstmord 1949 von Klaus Mann in Cannes bis zu Marcel Ophüls’ Reportage 'Nicht schuldig' verfolgt. Mit dem Nürnberger Lehrprozess, der am 20. November 1945 begann, nahm die Adenauerrepublik ihre ersten Formen an, und die ersten Bürger sahen wieder weg.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Mario Nascimbene
Cartagine in fiamme (Karthago in Flammen)
Solomon and Sheba (Salomon und die Königin von Saba)
Dirigent: Franco Ferrara

Bruno Coulais
Coraline
Dirigent: Laurent Petitgirard
Hungarian Symphony Orchestra Budapest
Choir of the Hungarian National Radio

Francis Lai
Highlights aus seinem Schaffen

Moderation: Birgit Kahle

Carmine Gallone inszenierte die italienisch-französische Produktion „Cartagine in fiamme“, in der sich vor dem Hintergrund des Dritten Punischen Krieges ein Gewirr von Liebesbeziehungen entfaltet. Mario Nascimbene fügte diesem in Super Technirama 70 und Technicolor gestalteten Historienfilm eine höchst illustrative, mit großer Geste angelegte, farbige Partitur bei. - Ein Jahr zuvor war seine Filmmusik für King Vidors epische Romanze „Solomon and Sheba“ entstanden, - mit einer für Nascimbene typischen originellen Orchestrierung, - für eine gut erfundene Geschichte. Yul Brynner sprang für seinen während der Dreharbeiten verstorbenen Freund Tyrone Power ein. - Eine witzige, inspirierte , preisgekrönte Musik mit Kinderchor und Fantasietext entwarf der sehr wandlungsfähige Bruno Coulais für die von Henry Selick inszenierte Verfilmung des tiefsinnigen und bizarren Kinderbuches „Coraline“ von Neil Gaiman. Ein 3D-Abenteuer, in dem die Heldin ihre Ängste überwinden muss, um ihre Eltern und auch sich selbst zu retten. - Der erfahrene Francis Lai hat manche Melodie geschaffen, die unvergesslich bleibt, - u. a. für „Un homme et une femme“, für „Love Story“ oder auch für „Bilitis“.

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

25 Jahre SED
Von Wilfried Schulz
RIAS 1971
Vorgestellt von Michael Groth

Am 21. und 22. April 1946 versammelten sich im Berliner Admiralspalast Delegierte von KPD und SPD. Dieser sogenannte Einheitsparteitag fügte Kommunisten und Sozialdemokraten in der neuen Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands zusammen. Mit Zeitzeugenberichten aus der Nomenklatur der SED beschreibt die Sendung die innere Struktur der Partei sowie die Wirkung des Systems innerhalb der DDR, von der Zwangsvereinigung bis in die frühen 70er-Jahre.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Thomas Broch
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Terror in Frankreich - Beistand heißt nicht Gefolgschaft
Von Ernst Rommeney

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Sicherheitsbedürfnis in Städten: Wie sich Metropolen verändern?
Gespräch mit Prof. Wolfgang Kaschuba, Geschäftsführender Direktor d. Instituts für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

subbotnik im Schauspiel Köln: UA "Geh hin, ich weiß nicht wo..."
Von Ulrike Gondorf

08:30 Nachrichten

08:50 N/A

"Du bellst vor dem falschen Baum" von Judith Holofernes
Verlag Klett-Cotta (Tropen), Stuttgart 2015
Rezensiert von André Hatting

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de

Kampf gegen den Terror - Verrät Europa seine Ideale?
Klaus Pokatzky im Gespräch mit Prof. Dr. Herfried Münkler, Politologe, Lehrstuhl für Theorie der Politik am Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin und Annette Riedel, EU-Korrespondentin des Deutschlandradios, Studio Brüssel

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Florian-Felix Weyh

"Der Prager Frühling und der Westen"
Gespräch mit Birgit Hofmann, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Historisches Seminar

Das Projekt "Deutsch-polnische Erinnerungsorte"
Vorgestellt von Arkadiusz Luba

Ueli Mäder:
"Macht.ch"
Rezensiert von Nana Brink

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Elke Durak

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Michael Groth

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Neues aus der Pixar-Schmiede: "Arlo & Spot"
Gespräch mit dem Regisseur Peter Sohn

Vorgespult: "Ewige Jugend", "Hasret" und "The Gift"
Vorgestellt von Patrick Wellinski

Das französische Kino und der Terror
Gespräch mit Anke Leweke

Berlin und der Kalte Krieg: Spielbergs "Bridge of Spies"
Von Anna Wollner

Eine realitistische Fabel: der äthiopische Film "Ephraim und das Lamm"
Gespräch mit dem Regisseur Yared Zeleke

Der Schauspieler Jonas Nay - Porträtcollage
Von Waltraud Tschirner

Top Five - Die Arthouse-Charts
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Susanne Balthasar

Fest ohne Folgen - Märchenhochzeiten für alle!
Von Anne Herrberg

Die neue Landliebe des Hoxton Hipsters
Von Ruth Rach

Lost Generation? Das Designerbe der 60er und 70er zerbröselt
Von Susanne Balthasar

Selbst gebraut ist noch nicht selbst getrunken
Von Jürgen Stratmann

Serie: Der Baum ist wie Tadassana, nur auf einem Bein
Von Katja Bigalke

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Elke Durak

17:30 Uhr

Tacheles

Pegida in Zeiten von Flüchtlingskrise und Terror - Trittbrettfahrer oder Auslaufmodell?
Prof. Hans Vorländer, Politologe, TU Dresden, stellt sich den Fragen von Patrick Garber

Die Flüchtlingskrise hat den „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ neuen Zulauf beschert, nachdem es um Pegida bis zum Sommer stiller geworden war. Und nirgendwo bringt die rechtsgerichtete Bewegung mehr Menschen auf die Straße als in Dresden. Symbolische Galgen für Politiker und Angriffe auf Journalisten zeigten dort in letzter Zeit eine zunehmende Radikalisierung. Doch nach den Terroranschlägen von Paris liefen bei Pegida in Dresden vorigen Montag weniger Menschen mit als erwartet.

Hat Pegida seinen Zenit schon überschritten? Oder konzentriert sich die Bewegung nun auf einen harten, radikalen Kern? Kann Pegida aus Terrorangst und Flüchtlingskrise Profit schlagen? Wer sind die Pegida-Anhänger, und was suchen sie bei dieser Bewegung? Gibt es etwas spezifisch Ostdeutsches bei Pegida, etwas Dresdnerisches? Was bedeutet Pegida für rechtspopulistische Parteien wie die AfD? Und wie können und sollten Demokraten damit umgehen?

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

O Stimmcoach, hilf!
Ein vokaler Selbstversuch
Von Andra Joeckle
Regie: Cordula Dickmeiß
Mit. Eva Meckbach, Stefan Kaminski, Jörg Hartmann
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2015
Länge: 53'43
(Ursendung)

Stimmkundige halten mir den Spiegel vor: tattrig, kieksig; eiert, knarrt. Was für eine Stimme, o Stimmcoach, hilf!

Stimmkundige halten mir den Spiegel vor: tattrig, kieksig, harsch, schreddrig; eiert, knarrt. O Gott, was für eine Stimme, o Stimmcoach, hilf! Ich möchte meine Stimme tragen können wie ein hinreißendes Kleid. Die Optimierer raten: Tiefer soll sie sitzen. Weiter tragen. Mehr Seide darin, weniger Bruch. Klarere Farben. Nicht ausfransen. Fragloser melodieren. Mehr Raum ergreifen. Vernünftiger resonieren. Raus das Dialektale. Weg die Verlacher und Weichmacher. O.k., ich gehe ans Stimmtrimm-Werk: artikuliere mit Kieseln im Mund, spiele mit meiner Stimme durch einen Strohhalm ins Wasserglas (Blubber-Phonation), lasse ansteckende Urlaute los, betreibe Ausseufzen und schwinge zum Sprechen das Lasso. Bis meine innere Stimme zu Wort kommt.

Andra Joeckle, 1967 geboren, lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin in Berlin. Für 'Krakau mit Händen und Füßen' (Deutschlandradio Kultur 2009) erhielt sie den deutsch-polnischen Journalistenpreis 2010. Das Hörspiel 'Das Tangotier oder Reibung erzeugt Wärme' produzierte Deutschlandradio Kultur 2014.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Bayreuther Festspiele
Festspielhaus
Aufzeichnung vom 27.07.2015

Richard Wagner
"Das Rheingold"
Vorabend des Bühnenfestspiels "Der Ring des Nibelungen"
Musikdrama in vier Szenen

Wotan - Wolfgang Koch, Bariton
Donner - Daniel Schmutzhard, Bassbariton
Froh - Lothar Odinius, Tenor
Loge - John Daszak, Tenor
Fricka - Claudia Mahnke, Mezzosopran
Freia - Allison Oakes, Sopran
Erda - Nadine Weissmann, Mezzosopran
Alberich - Albert Dohmen, Bassbariton
Mime - Andreas Conrad, Tenor
Fasolt - Wilhelm Schwinghammer, Bass
Fafner - Andreas Hörl, Bass
Woglinde - Mirella Hagen, Sopran
Wellgunde - Julia Rutigliano, Mezzosopran
Floßhilde - Anna Lapkovskaja, Mezzosopran
Orchester der Bayreuther Festspiele
Leitung: Kirill Petrenko

Bayreuth findet im Sommer statt, richtig, wir ziehen im Programm konzentriert nach, werden den kompletten Ring am heutigen und den folgenden Samstagen ausstrahlen - auch um uns von den Sommerangeboten abzuheben - Richards Ring passt gut in die Jahreszeit.

28.11.2015, 19:05 - 24:00
"Die Walküre"
Erster Tag des Bühnenfestspiels

05.12.2015, 19:05 - 24:00
"Siegfried"
Zweiter Tag des Bühnenfestspiels

12.12.2015, 19:05 - 24:00
"Götterdämmerung"
Dritter Tag des Bühnenfestspiels

22:00 Uhr

Die besondere Aufnahme

Studio Augustusplatz, Leipzig
Aufnahme vom Juni 2014

La Primadonna
Opernarien und Lieder, für Oboe und Streicher arrangiert von Andreas N. Tarkmann

Clara Dent, Oboe
Mendelssohn Kammerorchester Leipzig

Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014

Fasziniert von den unmittelbaren Ausdrucksmöglichkeiten der Gesangsstimme in Opernarien, wünschte sich die Oboistin Clara Dent ein solches Programm auch für ihr Instrument. Der Arrangeur Andreas N. Tarkmann richtete Arien und Lieder so passend für die Oboe ein, dass sie auf der Oboe adäquat zu 'singen' und zu gestalten sind. Das Ergebnis fasziniert nicht weniger, als würde man einer der großen Gesangsdiven lauschen.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Elena Gorgis

Schluss mit Schiller und Co?
Ein Blick auf den 1. Berliner Recherchetheatertag
Gespräch mit dem Regisseur Tobias Rausch

Die schwarzen Jahre: Die Nationalgalerie zwischen 1933-1945 - eine Ausstellung
Von Carsten Probst

Kulturpresseschau - Wochenrückblick
Von Arno Orzessek

November 2015
MO DI MI DO FR SA SO
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