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Ortszeit / Archiv | Beitrag vom 23.07.2013

Prince Cambridge ist da

Die Briten feiern die Geburt von Kates und Williams Sohn

Von Jochen Spengler

Die Freude über den neuen Thronfolger ist groß. (picture alliance / dpa / Yin Gang)
Die Freude über den neuen Thronfolger ist groß. (picture alliance / dpa / Yin Gang)

Die Herzogin von Cambridge hat einen Sohn geboren. Das sorgt in Großbritannien für Begeisterung. Aus der ganzen Welt sind Glückwünsche eingetroffen. Drei Thronfolger neben der regierenden Königin in vier Generationen - das gab es seit Queen Victoria nicht mehr.

Jubel brandet auf bei den vielen Journalisten und Schaulustigen vor dem Krankenhaus und dem Buckingham Palast, als sich um halb neun gestern Abend die Nachricht herumspricht, dass ein künftiger König geboren wurde.

Acht Pounds und sechs Ounzes schwer und somit 3,8 Kilogramm. Catherine, Herzogin von Cambridge hat nach mehr als zehnstündigen Wehen um 16 Uhr 24 Ortszeit einen Sohn geboren. Mutter und Kind seien wohlauf. Der 31-jährige William erklärt: "Wir könnten nicht glücklicher sein." Großvater Charles spricht von einem "unglaublichen Moment für William und Catherine und wir freuen uns so sehr mit ihnen." Die Urgroßmutter des neuen Erdenbürgers, Queen Elizabeth, lässt verlauten, Prinz Philip und sie seien hocherfreut.

Premierminister David Cameron sagt:

"Das sind wunderbare Nachrichten aus Paddington. Ich bin sicher, dass im ganzen Land und im ganzen Commonwealth die Menschen feiern Das ist ein wichtiger Moment im Leben unserer Nation, aber vor allem ist es natürlich ein wunderbarer Moment für ein warmherziges sich liebendes Paar. Es waren bemerkenswerte Jahre für unsere königliche Familie, eine Hochzeit, die die Herzen der Menschen rührte, das großartige Diamantene Thronjubiläum und nun diese Geburt. Alles von einer Familie, die dieser Nation in so unglaublicher Weise dient."

Glückwünsche aus aller Welt trafen ein, unter anderm von Präsident Barack Obama und Gattin Michelle. "It's a Boy" flimmert in riesiger Leuchtschrift am BT-Funkturm, das London Eye erstrahlt in den britischen Nationalfarben Rot, Weiß, Blau, das Wasser in den Trafalgarbrunnen wird Himmelbau angeleuchtet. Hunderte, vor allem junge Leute, feiern vor dem Buckingham Palast:

"Wir sind in Ekstase, das ist unser künftiger König und wir sind wahrscheinlich tot, wenn er den Thron besteigt. Wir sind wirklich begeistert."

"Ich dachte, wie oft passiert sowas? Einmal im Leben. Shoppen zu gehen, wäre keine gute Entschuldigung gewesen."

"Wir lieben die Königliche Familie. Als Nation. Wir haben uns in den letzten Jahren hinter sie geschart. Das ist die Gelegenheit unseren künftigen König zu feiern."

Drei Thronfolger neben der regierenden Queen

Dort war das von den Ärzten unterschriebene Geburtsdokument auf einer goldenen Staffelei um zehn vor neun ausgestellt worden. Doch anders, als es der Tradition gemäß geplant ist, hat sich William entschieden, schon 20 Minuten vor der öffentlichen Bekundung die Medien per Presseerklärung zu informieren. Vermutlich, um das Verfahren in der Hand zu behalten, lassen sich doch Neuigkeiten im Twitter-Zeitalter nur schwer unter Verschluss halten. Erneut ein Zeichen für die Wandlungsfähigkeit der fast 1000 Jahre alten britischen Monarchie.

Das gestern geborene Baby ist nach Großvater Charles und Vater William der Dritte in der Thronfolge. Vier Generationen: Drei Thronfolger neben einer noch regierenden Monarchin, das gab es seit Königin Victorias Zeiten nicht mehr. Prinz Cambridge wird einmal als 43. Herrscher den britischen Thron besteigen.

Sein Name? Die Buchmacher setzen vor allem auf George oder James. Vorschlag aus der Menge, König Arthur:

"Hoffentlich Arthur – das wäre ganz schön cool!"

Kate und William werden den Namen ihres Sohnes zu einem angemessenen Zeitpunkt bekannt geben. Das kann Tage oder auch Wochen dauern. Erst einmal warten die Kameraleute darauf, dass das Paar, das die Nacht gemeinsam im Krankenhaus verbracht hat, mit seinem Kind auf dem Arm die Klinik verlässt. Und auf den Stufen innehält für das Foto, das um die Welt gehen soll.

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