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Fazit | Beitrag vom 04.02.2016

Preis der Leipziger BuchmesseBühne frei für Literaturkenner

Ina Hartwig im Gespräch mit Christine Watty

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Vier Frauen und ein Mann sitzen vor einer Bücherwand und lesen.  (dpa/Jan Woitas)
Besucher lesen Bücher an einem Stand der Leipziger Buchmesse (dpa/Jan Woitas)

Für den Leipziger Buchpreis sind überwiegend unbekanntere Namen nominiert worden: der Comedian Heinz Strunk ist mit dabei und zwei Theaterautoren. Die Literaturkritikerin Ina Hartwig, selbst ehemaliges Jurymitglied des Preises der Leipziger Buchmesse, sieht die Auswahl skeptisch.

Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse sind am Donnerstag bekannt gegeben worden – und damit ist, bevor im März in Leipzig dann die schließlich Ausgezeichneten geehrt werden – erstmal die Bühne frei für die Literaturkenner und ihre ersten Einschätzungen der Arbeit der Jury des Leipziger Buchpreises. Der Preis, der in drei Kategorien nach Auszeichnungswürdigen sucht – Belletristik, Sachbuch, Übersetzung – sorgt vor allem wegen seiner Nominierungsliste in der Belletristik für Aufsehen: überwiegend unbekanntere Namen, der Comedian Heinz Strunk ist mit dabei, dazu zwei Theater-Autoren.

Für diese Herangehensweise gab es viel Lob - die Literaturkritikerin und Autorin Ina Hartwig, selbst ehemaliges Jurymitglied des Preises der Leipziger Buchmesse, sieht die Auswahl hingegen skeptisch. Der Romanautor glänze durch Abwesenheit, sie nehme eine "gewisse Verachtung" eines bestimmten Typus, des wirklichen "Romanarbeiters" auf der Nominiertenliste wahr. Die Sachbuchliste biete fünf Männer, die jeder einen Professorentitel tragen – "nicht so originell", urteilt Ina Hartwig. Sie findet aber gut, dass die Jury "dem Impuls widerstanden habe, auf politische Aktualität zu antworten". Die Liste der nominierten Übersetzer wiederum sei sehr gut – und für Ina Hartwig "die wichtigste Kategorie".

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