Seit 21:30 Uhr Hörspiel
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 21:30 Uhr Hörspiel
 
 

Die Reportage | Beitrag vom 03.01.2016

PraxistestEin Jahr bedingungsloses Grundeinkommen

Von Wolf-Sören Treusch

Beitrag hören
Der Berliner Michael Bohmeyer (picture alliance / dpa / Foto: Violetta Kuhn)
Eine Viertel Million Euro hat der Berliner Michael Bohmeyer schon eingenommen, um bedingungslose Grundeinkommen zu ermöglichen. (picture alliance / dpa / Foto: Violetta Kuhn)

Über die Crowdfunding-Plattform "Mein Grundeinkommen" sammelt Michael Bohmeyer Geld, um Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1000 Euro monatlich zu finanzieren. 23 Ausgewählte haben davon schon profitiert. Ökonomischer Irrsinn oder Zukunftsmodell?

Ein Jahr lang jeden Monat 1000 Euro bekommen, ohne etwas dafür zu tun. Von einem solchen bedingungslosen Grundeinkommen träumen viele Menschen. In Deutschland ist es jetzt Realität. Initiator der Kampagne ist Michael Bohmeyer. Seit 2014 sammelt er über eine Crowdfunding-Plattform Geld. Eine Viertel Million Euro sind zusammengekommen, 23 Menschen haben davon für die Dauer eines Jahres profitiert.

"Mein Grundeinkommen"-Initiator Michael Bohmeyer mit Moderatorin bei einer Verlosung von bedingungslosen Grundeinkommen in Höhe von 1000 Euro (Deutschlandradio / Wolf-Sören Treusch)"Mein Grundeinkommen"-Initiator Michael Bohmeyer mit Moderatorin bei einer Verlosung von bedingungslosen Grundeinkommen in Höhe von 1000 Euro (Deutschlandradio / Wolf-Sören Treusch)

Doch wer denkt, die Bezieher des Grundeinkommens würden sich auf die faule Haut legen, der irrt. Toby hat endlich seinen Traumjob gefunden, weil er ohne Zwang suchen konnte und frei war im Kopf. Und Marc kann sich endlich vorbehaltlos darum kümmern, richtig gesund zu werden.

Das Internetprojekt hat die Debatte über das bedingungslose Grundeinkommen neu entfacht: Ist es ökonomischer Irrsinn oder Zukunftsmodell?

Marc hat bereits von der Initiative "Mein Grundeinkommen" profitiert. (Deutschlandradio / Wolf-Sören Treusch)Marc hat bereits von der Initiative "Mein Grundeinkommen" profitiert. (Deutschlandradio / Wolf-Sören Treusch)

Das vollständige Manuskript zur Sendung können Sie hier als pdf-Version oder als barrierefreies Textformat nachlesen.

Porträtfoto des Autors Wolf-Sören Treusch (privat)Wolf-Sören Treusch (privat)"Jeden Monat eintausend Euro aufs Konto und nichts dafür tun: ein verlockender Gedanke. Das bedingungslose Grundeinkommen beschäftigte mich erstmals vor zehn Jahren. Damals noch sehr theoretisch, denn von praktischen Erfahrungen konnte mir niemand berichten. Seitdem hat mich das Thema nicht losgelassen. Inzwischen gibt es Menschen, die für ein Jahr ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten. Ein junger Berliner startete das Experiment. Ich nenne es: den Praxistest."

Mehr zum Thema

Glücklich mit Grundeinkommen - "Ein Geschenk und ein Ansporn"
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 30.12.2015)

Gesellschaftliches Experiment - Finnland will bedingungsloses Grundeinkommen testen
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 29.12.2015)

Freiheit statt Geld - Wie man ohne Arbeit durchs Leben kommt
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 24.11.2015)

Auf der Suche nach Geld - Bedingungsloses Schenken - ein Einkommensexperiment
(Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 16.11.2015)

Initiative "Mein Grundeinkommen" - Mehr Freiheit und Fairness durch das Grundeinkommen
(Deutschlandfunk, Das Wochenendjournal, 19.09.2015)

Die Reportage

Schule hinter GitternWie Lernen im Knast funktioniert
Mehrere Häftlinge der Justizvollzugsanstalt (JVA) Ravensburg stehen am 18.03.2014 an der geschlossenen Eingangstür zum Schultrakt. (picture alliance / dpa / Felix Kästle)

Die Gefangenen sitzen hier nicht nur ihre Strafe ab: Die JVA Berlin-Tegel ermöglicht es ihnen, ihren Schulabschluss nachzuholen. Viele Inhaftierte können sich hinter Gittern erstmals auf den Unterricht und auf das Lernen konzentrieren.Mehr

Nach dem Finanzcrash in IslandBesuch im Krisen-Labor
Demonstranten vor dem Parlament in Reykjavík fordern den Rücktritt von Ministerpräsident Gunnlaugsson. (HALLDOR KOLBEINS / AFP)

Island mit seinen rund 330.000 Einwohnern wollte nach dem Bankencrash im Jahr 2008 alles besser machen. Deswegen war der Schock groß, als der Name des Regierungschefs Gunnlaugsson in den "Panama Papers" auftauchte. Nun wird ein neuer Präsident gewählt. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur