Samstag, 22. November 2014MEZ17:44 Uhr

Album der Woche

Album der WochePopmusik in Reinform
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PopmusikGereifter Weltstar
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Mit ihrem Youtube-Hit "Video Games" wurde die US-Amerikanerin Lana Del Rey im Jahr 2011 über Nacht zum Weltstar. Auf ihrem neuen Album "Ultraviolence" zeigt sich die Sängerin von einer reiferen Seite.Mehr

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Blues-RockZurück in die frühen 70er
Album-Cover: "Great Western Valkyrie" von Rival Sons

Auch mit ihrem neuen Album "Great Western Valkyrie" begleitet der Hörer die kalifornische Rockband Rival Sons auf eine Reise in die Vergangenheit und landet in den frühen 70er-Jahren. Ungefähr in der Zeit, als Led Zeppelin, Deep Purple und Bad Company ihre großen Erfolge feierten.Mehr

SoulInnovativer Beat-Bastler
Ausschnitt aus dem CD-Cover "Early riser" von Taylor McFerrin

Können Sie sich noch an Bobby McFerrin erinnern? Genau – "Don’t worry be happy". Sein Sohn Taylor McFerrin bastelt auf seinem ersten Album "Early riser" mit altem Jazz, Hip Hop und Beats an der Zukunft des Soul.Mehr

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Album der Woche / Archiv | Beitrag vom 16.07.2012

Pop: "Broken Brights"

Von Angus Stone

Cover "Broken Brights" von Angus Stone
Cover "Broken Brights" von Angus Stone (Desert Harvest Records)

Der Australier Angus Stone, Teil des erfolgreichen Geschwister-Duos Angus & Julia Stone, veröffentlicht mit "Broken Brights" sein erstes Soloalbum. Die Songs der CD entstanden auf verschiedenen Reisen und erzählen vom Alltag und Unterwegssein. Musikalisch orientiert sich Angus Stone dabei an der bisherigen musikalischen Arbeit mit seiner Schwester, indem er Blues, Folk, Singer-Songwriting und Alternative Rock miteinander verbindet.

Label: Desert Harvest Records
EAN: 3700675500054

Die Einschätzung unserer Kritiker:
"Broken Brights" ist ein Album für die geduldigen Hörer. Für diejenigen, die sich Musik in Ruhe zu Gemüte führen, um ihre ganze Dimension zu erfassen. Erst dann erkennt man mit Angus Stones neuer CD Stück für Stück, wie viel Befreiung und damit auch Erneuerung darin steckt. Diesmal ist er ohne die Schwester - und vielleicht hat ihre Abwesenheit Platz geschaffen für das bedingungslose Stöbern in der Geschichte des folkigen Rock, das Durchforsten vom modernen Singer-Songwriter-Genre und Entdecken der Experimentier-Möglichkeiten des Anti-Folks. Angus Stone überlädt keinen seiner Songs, selbst bei soviel Einfluss. Geradezu zurückhaltend und damit unaufdringlich liefert er die kleinen Song-Meisterwerke ab. Stone sorgt so dafür, dass man nicht aufhören mag, das Album wieder und wieder zu hören - weil es einen sehr lange nicht loslässt.
(Christine Watty)

Post-Hippie Stone liefert verträumt-unaufgeregte Songs, deren ganze Schönheit vor allem im Detail liegt. Feinsinnig arrangiert, raffiniert instrumentiert und meisterhaft bis mitreißend in der Songentwicklung. Und natürlich nicht zu vergessen: Angus Stone hat schon jetzt eine eigene Stimme gefunden, die einen zwar manchmal kurz an die allseits bekannten amerikanischen Folkies und Country-Rocker denken lässt, die dann aber doch wieder ihr eigenes, unverschämt unbekümmertes Ding macht. Eines ist jetzt schon klar: Dieses Album wird nicht nur das Sommerloch füllen!
(Matthias Wegner)