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Kommentar

Waffen für die KurdenDas Tabu ist gebrochen
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt am 01.09.2014 im Bundestag in Berlin während der Sondersitzung eine Regierungserklärung zum Ukraine-Konflikt und die geplanten Waffenlieferungen an die Kurden im Irak ab.

Die Bundesrepublik Deutschland wird erstmals Waffen in ein Kriegsgebiet liefern. Ausgerechnet auf den Tag genau 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges werde in Berlin nun ein Kurswechsel vollzogen, den zwei Drittel der Deutschen für falsch halten, kommentiert Frank Capellan.Mehr

MilitärhilfeKeine Waffen an den Irak!
Kurdische Kämpfer und Anhänger der Demokratischen Partei Kurdistans (DPK) schwenken bei Kani Masi im Norden des Irak ihre Waffen.

Im Irak haben deutsche Waffen aber auch gar nichts zu suchen, kommentiert Ulrich Leidholdt: Die Pflicht zur militärischen Hilfe liege bei denen, die den Schlamassel angerichtet haben, also bei den USA.Mehr

Sanktionen gegen RusslandEine Frage der Dosis
Flaggen der Europäischen Union vor dem Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel, Belgien (14.5.2012)

Kaum etwas aber wäre verheerender, als wenn sich die Europäer von Russland wegen der Ukraine auseinander dividieren ließen. Sie müssen mit Putin reden, aber auch die Daumenschrauben bei den Sanktionen anziehen, meint Annette Riedel.Mehr

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Interview

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Tacheles

Bronisław Komorowski"NATO-Ostflanke stärken"
Polens Präsident Bronislaw Komorowski

Der polnische Präsident Bronisław Komorowski hat angesichts des russischen Vorgehens in der Ukraine vor einer Appeasement-Politik gegenüber Moskau gewarnt. Komorowski sagte im Deutschlandradio Kultur, der russische Präsident müsse davon abgehalten werden, neue politische Einflusssphären zu bilden. Mehr

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Politisches Feuilleton

Sendung vom 02.09.2014Sendung vom 01.09.2014
Ein Foto durch ein Loch in einer Mauer zeigt am 24.06.2014 Gebäude in der Stadt Ramadi, die bei Kämpfen zwischen sunnitischen Milizen und Regierungsgegnern, inklusive der Gruppe ISIS, beschädigt wurden.

KrisenherdeProjekt Weltvernunft vorerst gescheitert

Die Welt steht in Flammen, plötzlich regiert allerorten die Barbarei, so scheint es. Im Namen des Heiligen wird gemordet und geraubt. Das gefährdet auch das Erbe Europas, ein Projekt der Vernunft, analysiert der Autor Christian Schüle.

Sendung vom 29.08.2014
Flagge der Slowakei

SlowakeiWas vom Aufstand übrig blieb

Am 29. August 1944 fand in der Slowakei der große Nationalaufstand statt: gegen die "Schutzmacht" Nazideutschland. Der Schriftsteller Michal Hvorecky beklagt, dass in der Debatte um das Gedenken heute die Populisten dominieren.

Sendung vom 28.08.2014
"Wanderer über dem Nebelmeer" von Caspar David Friedrich

KunstBilderflut ist Bildersturm

Behämmertes Glotzen statt schauendes Staunen - so fasst der Künstler und Autor Sebastian Hennig unsere heutige Sehkultur zusammen. Für ihn ist klar: Wir müssen das vorurteilsfreie Schauen wieder üben und schätzen lernen.

Sendung vom 27.08.2014

ProstitutionEin Plädoyer für die Doppelmoral

Die Große Koalition plant, das Prostitutionsgesetz zu verschärfen. Bordelle müssen künftig behördlich angemeldet, Flatrate-Sex soll verboten werden. Der Publizist Dimitrios Kisoudis hält nicht viel von den rigorosen Plänen.

Sendung vom 26.08.2014
Zwei Hände dirigieren ein Orchester.

KulturkritikWider Randale und Triebe

Fernsehprogramme machen mit Misswahlen und Schlagersternchen Quote. Musicals sind erfolgreicher als Theaterstücke. Der direkte Zusammenhang zwischen Kultur und Demokratie ist verloren gegangen, meint der Publizist Martin Lätzel – und sieht unsere Demokratie dadurch gefährdet.

Sendung vom 25.08.2014
Flüchtlinge auf Lampedusa sind im März 2011 in provisorischen Zelten untergebracht

Europäische UnionWann beginnt endlich Asylpolitik?

Zehntausende von afrikanischen Flüchtlingen hat die italienische Marine in den vergangenen Monaten geborgen. Dass Italien die Menschen nicht alle aufnehmen kann, ist klar, doch die EU weist das Problem von sich. Beschämend, findet die Journalistin Arlette-Louise Ndakoze.

Sendung vom 22.08.2014
Der russische Präsident Wladimir Putin vor der sechs Meter langen Zar-Kanone im Kreml in Moskau.

Russland und die EUPazifismus neu denken

Der russische Präsident Wladimir Putin lässt den Kalten Krieg wieder aufleben. In dieser Phase wäre es der größte Fehler des Westens, sich auf dessen Muskelspiele einzulassen, meint der Journalist Thomas Franke. Der demonstrative Verzicht auf Gewalt werde die Russen letztendlich stärker beeindrucken.

Sendung vom 21.08.2014Sendung vom 20.08.2014
Auf der Neugeborenenstation im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle liegen wenige Stunden alten Neugeborene, aufgenommen am 05.01.2011.

GenerationenWie die Babyboomer ihren Wohlstand sichern

Wenn sich je eine Generation ins gemachte Bett gelegt hat, dann waren es die Babyboomer. Und diese Wohlstandskinder wachen eifersüchtig darüber, dass ihnen nichts von ihren gigantischen Vorteilen weggenommen wird, meint der Autor Konstantin Sakkas.

Sendung vom 19.08.2014Sendung vom 18.08.2014
Flaggen der Europäischen Union vor dem Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel, Belgien (14.5.2012)

GesellschaftMärkte kann man nicht hassen

Ressentiment bedeutet so viel wie "heimlicher Groll". Warum die Europäer solche Gefühle und sogar Hass wieder empfinden, analysiert der Soziologe Rainer Paris - und ruft dazu auf, auch mal nach eigenen Fehlern zu fragen.

Sendung vom 15.08.2014
Hoffnung für die palästinensische Bevölkerung - die Waffenruhe

Gaza-KonfliktDie Verbrechen der Hamas

Scheinheilig nennt der Politikwissenschaftler Matthias Küntzel die Klagen der Hamas über die zivilen Opfer nach israelischen Angriffen auf Stellungen im Gazastreifen. Scheinheilig deshalb, weil die Hamas Kinder als Schutzschilde missbraucht.

Sendung vom 14.08.2014
Bundespräsident Joachim Gauck spricht am 30.06.2014 in Berlin im Französischen Dom beim 14. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz der Evangelischen Akademie zu Berlin.

AuslandseinsätzeDer missverstandene Präsident

Noch vor der massenhaften Vertreibung der Jesiden im Irak forderte Bundespräsident Gauck mehr internationale Verantwortung Deutschlands. Bis heute werde er absichtlich missverstanden, kritisiert die Journalistin Sylke Tempel.

Sendung vom 13.08.2014
Ein angelegter Mauerstreifen - hier am ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie - dokumentiert in Berlin den Verlauf der ehemaligen Mauer.

BerlinDie Stadt ist auch ohne Mauer geteilt

Eine Stadt brauche keine Mauer, um geteilt zu sein, meint der Politologe Martin Huyn. Oft gebe es unsichtbare Mauern zwischen Menschen - wie in den Berliner Bezirken Wedding und Pankow.

Sendung vom 12.08.2014
Die ehemalige große Abhörbasis der NSA in Bad Aibling in Bayern.

NSA, BND und Co.Geheimdienst nährt Geheimdienst

Wozu gibt es eigentlich Geheimdienste? Und warum geben wir so viel Geld dafür aus? An Informationen haben sie der Politik wenig zu bieten, meint der Schriftsteller Rolf Schneider - und dennoch will kein Land auf sie verzichten.

Sendung vom 11.08.2014
Fest für Dudelsackpfeifer in Edinburgh: Am 18. September stimmen die Schotten über ihre Unabhängigkeit ab.

SchottlandDie eingebildete Nation

Am 18. September stimmen die Schotten darüber ab, ob ihr Land vom Vereinigten Königreich unabhängig werden soll. Dabei können sie sich aber nicht darauf berufen, eine Nation zu sein, meint Markus Reiter. Die habe es nie gegeben.

Sendung vom 08.08.2014
"Hier entstehen exklusive Eigentumswohnungen" steht auf einem Werbebanner im Bezirk Mitte in Berlin.

Urbanes LebenVorzeigeviertel sind langweilig

Gentrifizierung verändert die Städte: Wohnhäuser werden saniert, Bürotürme neu gebaut, die Mieten steigen und Quartiere tauschen die Bewohner aus. Wien zeigt, dass es auch anders geht, meint die Journalistin Simone Schmollack.

Sendung vom 07.08.2014
Nörgeln, Quengeln, Mosern, Maulen, Herumkritteln. Die Deutschen haben fürs Bedenkentragen viele verscheiden Worte.

GesellschaftEin Hoch aufs Nörgeln

Nörgeln, das hat bereits der Publizist Eric Hansen erkannt, gehört in Deutschland zum "Fundament der Gesellschaft". Tatsächlich sei das eine ernste Erkenntnis, meint Historiker Andreas Rinke. Denn erst das Nörgeln setze Kraft für Veränderungen frei.

Sendung vom 06.08.2014
Eine Aktivistin hält ein Transparent hoch mit der Aufschrift "Fuldastraße 31 - zu teuer!" bei einer Demonstration gegen hohe Mieten und Verdrängung in Berlin.

ArchitekturWo bleibt der Stadtbau-Rat?

Abseits der großen Kontroversen um Stuttgart 21 und den Tempelhofer Flughafen in Berlin wird zu wenig über Städtebau diskutiert. Das kritisiert der Kulturjournalist Jochen Stöckmann und fordert eine ernst gemeinte Bürgerbeteiligung.

Sendung vom 05.08.2014
Ein zerstörtes Haus in Gaza Stadt nach einem israelischen Luftangriff am 4. August 2014.

NahostkonfliktGaza und kein Ende

Auch ein Recht auf Sicherheit rechtfertige nicht den Tod von Kindern und ein Massaker an Zivilisten. Der Schriftsteller Hans-Christoph Buch lotet im "Politischen Feuilleton" den schmalen Grat zwischen Kritik an Israel und Antisemitismus aus.

Sendung vom 04.08.2014
Der italienische Architekt Massimiliano Fuksas bei einer Pressekonferenz im Haus der Architekten in Russland im Jahr 2012.

Neuer StilSoziale Architektur

Weniger Ästhetik, mehr Ethik - dieses Motto von Massimiliano Fuksas regt Architekten auf der ganzen Welt an. Sie folgen den Grundsätzen: limitiertes Budget, lokale und nachhaltige Materialien, geringer Energieaufwand und arbeiten zudem noch partizipativ.

Sendung vom 01.08.2014
Ein Schild weist in Armenien an der Straße von Goris nach Stepanakert in armenischer Schrift auf einen Ort hin.

BergkarabachDer weite Weg des Markar Koutcharyan

Der Journalist Andreas Zecher war kürzlich unterwegs in der Region um die selbsternannte Republik Bergkarabach, die de facto ein Teil Armeniens ist, völkerrechtlich aber zu Aserbaidschan gehört. Er erinnert an einen vergessenen Nachbarschaftsstreit.

Sendung vom 31.07.2014Sendung vom 30.07.2014
Freier Handel erwünscht? Das Container-Terminal in Hamburg

TTIPKeine Angst vor transatlantischem Handelsabkommen!

Die Koalition prüft derzeit, ob sie dem neuen Abkommen der EU mit Kanada zustimmen wird. Das wäre auch für eine Vereinbarung mit den USA interessant. Ökonomin Claudia Schmucker jedenfalls hält viel von transatlantischem Handel.

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