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Dienstag, 3. Mai 2016MESZ03:12 Uhr

Politisches Feuilleton

Sendung am 03.05.2016 um 07:20 Uhr

TerrorGegen den Tunnelblick der Angst

Soldaten patrouillieren in der Brüsseler Innenstadt.  (imago/Xinhua)

Das Wort Terror bedeutet nichts anderes als Angst. Diese kann zu einem gefährlichen politischen Werkzeug werden, warnt der Publizist und Musiker Ofer Waldmann: Deshalb sollte man nicht nur den Terror abwehren, sondern auch die allgegenwärtige Präsenz seiner Begriffswelt.

Sendung vom 02.05.2016
Eine Jura-Studentin hält in einer Vorlesung an der Universität Osnabrück (Niedersachsen) eine Ausgabe vom Grundgesetz in der Hand.  (Friso Gentsch / dpa)

StreitkulturGute Sitten versus gutes Recht

Vordenker eines liberalen Lebensstils hätten persönliche Freiheit an Respekt vor dem Mitmenschen und Benehmen gebunden, so der Publizist Eberhard Straub. Heutzutage sollte man stattdessen durch das "verordnete" Gesetz Rücksichtnahme erzwingen, meint er.

Sendung vom 29.04.2016Sendung vom 28.04.2016Sendung vom 27.04.2016
Ein Wahlstand der SPD (imago stock&people)

SPD-PolitikGut für das Land, schlecht für die Partei

Die SPD habe mit ihrer Politik zwar mehr Mut gezeigt als CDU und CSU, doch wird sie dafür von den Wählern abgestraft, meint der Journalist Joachim Riecker. Und er sagt: Das Dilemma ist, die SPD weiß nicht, wie sie wieder an Ansehen gewinnt.

Sendung vom 26.04.2016
Die Flagge von Kroatien. (Deutschlandradio / Ellen Wilke)

KroatienDas Gesicht eines anderen Osteuropa

Die Kroaten zeigten sich solidarischer mit Flüchtlingen als ihre osteuropäischen Nachbarn, hat die Publizistin Dunja Melcic festgestellt. Sie würden sich noch gut an Krieg und Vertreibung im eigenen Land erinnern.

Sendung vom 25.04.2016Sendung vom 22.04.2016
Eine Packung weißer Zucker (M), Würfelzucker (l) und brauner Rohzucker werden von einer Eisenkette samt Schloss zusammen gehalten. (imago/Thomas Eisenhuth)

ErnährungNeue Sinnstiftung durch Askese

Die Askese löse den Hedonismus ab, beobachtet die Heidelberger Freiheitsforscherin Ulrike Ackermann. Veganismus, Vegetarismus oder Steinzeitküche dienten zu hochpolitischer, ja religionsähnlicher Sinnstiftung - und das bei konservativen wie linken Gesellschaftskritikern.

Sendung vom 21.04.2016Sendung vom 20.04.2016
Ein Zuschauer hält in Marl (Nordrhein-Westfalen) vor der Verleihung der Grimmepreise eine Plakat mit der Aufschrift "Vermisst", das auf die Abwesenheit des Satirikers Jan Böhmermann hin weist.  (dpa / picture alliance / Henning Kaiser)

Beleidigung ErdogansJustizreform anstelle von Realsatire!

Politik gerate zur Satire, wenn sie eine Strafverfolgung wegen "Majestätsbeleidigung" zulasse, um anschließend den Straftatbestand abschaffen zu wollen. Eine echte Reform sollte die Unabhängigkeit der Justiz garantieren, fordert der Strafrechtler Peter-Alexis Albrecht.

Sendung vom 19.04.2016
Schauspieler laufen verkleidet durch den Herastrau Park in Bukarest. Es sind die Bucharest City Days. (Imago / Xinhua)

RumänienWo Ethno-Spießer auf Grandezza treffen

Rumänien sei seit 250 Jahren ein weltoffenes Land, erinnert der Schriftsteller Matthias Buth. Mit ganz Europa, besonders mit Frankreich und Deutschland, habe es Sprache und Literatur, Musik wie Geschichte geteilt.

Sendung vom 18.04.2016
Kondensstreifen (picture-alliance / dpa / Foto: Matthias Bein)

VerschwörungstheorienWozu finstere Mächte herhalten müssen

Verschwörungstheorien sind Konstrukte einer psychologischen Vereinfachung. Sie unterstellen Plan und Absicht, wo Komplexität den Seelenfrieden stört, meint der Psychologe Martin Tschechne. Er warnt: Diese Reduktion der Wirklichkeit verrate eine postdemokratische Haltung.

Sendung vom 15.04.2016
Nach einem Selbstmord-Bombenanschlag durch fünf Talibankämpfer auf ein Polizei-Hauptquartier in Kundus in Afghanistan am 10.02.2015 steigt über einer Straße mit Militärfahrzeugen eine Rauchwolke auf.  (picture alliance / dpa / Jawed Karger)

Politische TräumeDie Entzauberung der Welt

Sehnsuchtsländer aus alten Zeiten sind zu Krisenherden geworden. Die schwärmerischen Reiseberichte vom Orient zum Beispiel haben an Bedeutung verloren, sie scheinen von der Realität eingeholt zu sein. Der Journalist Uwe Bork bedauert das.

Sendung vom 14.04.2016
Jan Böhmermann beim Verlesen seines umstrittenen Gedichts (Screenshot ZDF "Neo Magazin Royale")

SatireSie wollen ja nur spielen

Noch warten wir auf die Schmähverse von Oliver Pocher, Atze Schröder und Mario Barth. Wer hat noch nicht, wer will nochmal – den leicht erregbaren türkischen Despoten beleidigen? Merkwürdig nur, dass dabei der Witz auf der Strecke bleibt. Und auch die Grenze.

Sendung vom 13.04.2016Sendung vom 12.04.2016
Das Bild zeigt zwei EU-Flaggen, die vor dem Parlament in Straßburg wehen. (picture-alliance / dpa / Daniel Kalker)

EuropaUtopie einer europäischen Republik

Europa müsse eine Republik werden, fordert die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot. Aus Empörung über den Verrat der EU an der europäischen Idee hat sie eine politische Utopie verfasst, um ein Kulturgut durch bürgerliche Emanzipation zu retten.

Sendung vom 11.04.2016
Bunte Figuren an einem Kinderspielplatz. (Imago / Chromorange)

Debatte über kulturelle IdentitätIntellektuelle, traut euch was!

Ausgerechnet prominente Intellektuelle seien dafür verantwortlich, dass eine populistische Sprechweise in Deutschland wieder salonfähig werde, sagt der Kunstwissenschaftler Daniel Hornuff. Er wünscht sich einen angemesseneren Umgang mit unserer komplexen Realität.

Sendung vom 08.04.2016Sendung vom 07.04.2016Sendung vom 06.04.2016
(picture alliance / dpa / Bernd Von Jutrczenka)

"villes-refuge"Flüchtlingspolitik ist Sache der Kommunen

Die französische Idee der "villes-refuge" der 90er-Jahre sollte wiederbelebt werden, so der Architekturkritiker Klaus Englert. Nur ein einflussreiches Netzwerk aus Städten und Gemeinden sei flexibel genug, um Aufnahme und Integration von Flüchtlingen zu garantieren.

Sendung vom 05.04.2016Sendung vom 04.04.2016Sendung vom 01.04.2016Sendung vom 31.03.2016Sendung vom 30.03.2016
Ein Kettenkarussell dreht sich am 26.09.2014 auf dem Oktoberfest in München (Bayern). (picture alliance / dpa / Felix Hörhager)

Politik im Zeitalter der BeschleunigungTempo, Tempo!

Warum kommen internationale Krisen eigentlich immer so plötzlich über uns, scheinbar ohne jede Ankündigung? Weil wir alle Anzeichen konsequent missachten, meint der Publizist Klaus Peter Weinert. Wir wollen immer alles in Echtzeit wissen – und verpassen dabei die großen Zusammenhänge.

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Terror. Gegen den Tunnelblick der Angst
Von Ofer Waldmann

Kommentar

Tarifeinigung im öffentlichen DienstBsirskes leichter Sieg
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, spricht am 26.04.2016 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen). Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen unter anderem sechs Prozent mehr Geld. (dpa / picture alliance / Federico Gambarini)

So einfach war es für die Gewerkschaften lange nicht, Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst durchzusetzen, meint Theo Geers. Denn nicht nur sprudeln die Steuereinnahmen – zur Bewältigung der Flüchtlingskrise braucht es auch weiterhin motivierte Mitarbeiter in Kitas, Schulen und Ämtern.Mehr

AtomausstiegAm Ende haftet der Steuerzahler
Eine Warntafel mit der Aufschrift "Radioaktiver Abfall brennbar" ist  in Garching bei München (Oberbayern) zu sehen.  (picture alliance / dpa / Marc Müller)

Die deutschen Energiekonzerne machten jahrzehntelang Gewinne. Die Verantwortung für die Atommüll-Lagerung landet jetzt beim Staat. Schwer zu akzeptieren, aber letztlich richtig: Weil die Stromerzeuger gar nicht in der Lage seien, dieses Risiko zu schultern, meint Georg Ehring.Mehr

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Interview

Rebellion der CDU-Frauen"Wir machen das nicht mehr mit"
Die Europaabgeordnete Ingeborg Gräßle (CDU), aufgenommen in Stuttgart (Baden-Württemberg) während den Koalitionsverhandlungen der baden-württembergischen Grünen und CDU. (dpa / Marijan Murat/)

Mindestens die Hälfte der Regierungsposten in Baden-Württemberg müsse von Frauen besetzt werden, fordert Ingeborg Gräßle, Landesvorsitzende der Frauen Union (FU). "Die Forderung ist für manche wie Zahnweh, aber wir beharren darauf."Mehr

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