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Politisches Feuilleton

Sendung am 09.12.2016 um 07:20 Uhr

Bob DylanLiteraturnobelpreisträger wider Willen

Bob Dylan mit Hut auf der Bühne (AFP/ Torsten Blackwood)

Wofür hat der Singer-Songwriter Bob Dylan den Literaturnobelpreis bekommen? Die offizielle Begründung: für "neue poetische Ausdrucksformen in der amerikanischen Song-Tradition". In den Sechzigern wäre diese Wahl brisant gewesen, findet Sieglinde Geisel - heute nicht.

Sendung vom 08.12.2016
Wartenummernanzeigen und Wartenummernausgabeautomaten (imago/Cord)

BürokratieSelbstunwirksamkeit oder die Ohnmacht im Alltag

Woher kommt diese Wut, die uns nicht nur in den Internetforen und auf Demonstrationen, sondern auch im Alltag begegnet? Das psychologische Konzept der Selbstwirksamkeit bietet da Erklärungsansätze, sagt die Pädagogin und Psychotherapeutin Astrid von Friesen.

Sendung vom 07.12.2016
Frauen demonstrieren für das Recht auf Abtreibung in Warschau. (imago/Pacific Press Agency)

FrauenrechteEine freie Frau treibt nicht ab

Tausende von Frauen gehen für ihre Selbstbestimmung, etwa in Polen, auf die Straße. Radikale Konservative fürchteten, dass sie ohne staatliche oder kirchliche Kontrolle ihre Babys töten würden, sagt Gesine Palmer. Dabei würden wirklich freie Frauen anders entscheiden.

Sendung vom 06.12.2016
Demonstration gegen eine Verschärfung des Abtreibungsrechts in Polen. (AFP / WOJTEK RADWANSKI )

Debatte um Abtreibung in PolenKampf um den weiblichen Körper

Polen hat bereits ein sehr restriktives Abtreibungsgesetz, nun will die Regierung es weiter verschärfen. Beifall kommt von der katholischen Kirche - doch die Frauen gehen für ihr Recht auf die Straße. Und das ist auch ganz richtig so, meint die Journalistin Beata Bielecka.

Sendung vom 05.12.2016
Die Frau stapelt Bücher in zwei Fenstern; ihr Kopf ist durch ein letztes verbliebenes Loch zwischen den Büchern zu sehen. (dpa / Arne Dedert)

Der TriggerknüppelLiteratur gefährdet eventuell Ihre Gesundheit!

An die Schreckensbilder auf Zigarettenpackungen, die vor den Folgen des Rauchens warnen, haben wir uns gewöhnt. In den USA wird nun auch der Tatsache Rechnung getragen, dass Literatur und Kunst seelische Erschütterung hervorrufen kann. Warnungen davor scheinen unausweichlich.

Sendung vom 02.12.2016
Eine deutsche und eine türkische Fahne hängen in Berlin nebeneinander aus zwei Fenstern einer Wohnung. (picture alliance / dpa / Wolfram Steinberg)

Deutsch-türkischer Alltag in BerlinWarum nur dieser "Erdowahn"?

Unser Autor (ver)zweifelt an seinen türkischstämmigen Mitbürgern in Berlin-Kreuzberg. Warum nur begeistern sich so viele von ihnen für den türkischen Präsidenten Erdogan, "den Despoten vom Bosporus"? Dies vergifte die Atmosphäre im Multi-Kulti-Bezirk.

Sendung vom 01.12.2016
Zeichnung eines angsteinflößenden Clowns von Marion Auburtin (Clown Maléfique - Serie La Nuit des Masques/ Marion Auburtin)

Kollektive RegressionLieber Komfortzone als Daueralarm

In der Komfortzone richten sich die Veränderungsunwilligen ein. Doch so schlecht sei diese Zone gar nicht, meint Psychotherapeut Christian Kohlross. Denn die Alternative dazu sei nicht gesund: Alarm als gesellschaftlicher Dauerzustand.

Sendung vom 30.11.2016
EU-Kommissar Günther Oettinger  (dpa / picture alliance / Patrick Seeger)

Politiker und ihre AusredenSorry, es war frei von der Leber weg

Wer sich entschuldigt, räumt eine Verfehlung ein und bittet um Vergebung – im günstigsten Fall versichert er glaubhaft, es nie wieder tun. Doch in der Politik und der öffentlichen Diskussion hat sich eine andere Art von Entschuldigung etabliert, meint Stephan Hebel.

Sendung vom 29.11.2016
Gruppe bunter Buchstaben in einer transparenten dreidimensionalen Sprechblase (imago / Ikon Images)

SprachkritikUnsinn, der sich hält

Sprache lebt. Und wie jeder atmende Organismus verwandelt sie sich, entwickelt Macken und kleine Krankheiten, nur um dann wieder aufzublühen. Doch besonders die politische Sprache bringt einige Absonderlichkeiten mit, kritisiert der Schriftsteller Rolf Schneider.

Sendung vom 28.11.2016
Zwei weibliche Ampelmännchen leuchteten zum CSD 2015 in München. (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)

Sexuelle Vielfalt Raus aus dem Schubladendenken!

Das Thema "Sexuelle Vielfalt" im Schulunterricht bringt viele Eltern auf die Barrikaden. Der Sexualwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß dagegen plädiert für sexuelle Ambivalenz: Denn starre Kategorien wie homo- oder heterosexuell führten zu Ab- und Ausgrenzung.

Sendung vom 25.11.2016
Ein Warnschild mit der Aufschrift "Vorsicht! Abbrucharbeiten" auf einer Baustelle in Wiesbaden. (picture alliance / dpa / Fredrik von Erichsen)

ÜbergangsszenarienKein Wachstum ist auch keine Lösung

Der Kapitalismus benötigt Wachstum, aber in einer endlichen Welt kann es unendliches Wachstum nicht geben. Viele Kapitalismuskritiker frohlocken, sobald sie diese Prognose hören, doch man dürfe sich das Ende nicht friedlich vorstellen, findet Ulrike Herrmann.

Sendung vom 24.11.2016
Sie sehen bunte Mikrofone und im Hintergrund viele Journalisten. (picture-alliance / dpa / Daniel Karmann)

JournalismusDie Wahrheit ist nicht bloß Befindlichkeit

Es gibt Kollegen, die geben wirklich alles. Die nehmen im Selbstversuch Crystal Meth, essen wochenlang gar nichts mehr oder nur noch bei McDonalds. Sie kehren ins Kloster, pilgern nach Mekka. Stets mit dem Ziel anschließend eine gute Story daraus zu machen. Funktioniert so Journalismus?

Sendung vom 23.11.2016Sendung vom 22.11.2016Sendung vom 21.11.2016Sendung vom 18.11.2016Sendung vom 17.11.2016Sendung vom 16.11.2016
(picture alliance / zb / Andreas Franke)

Toleranztag der UnescoÜber Wahrheit, Dummheit und Toleranz

Bereits vor 50 Jahren erklärte Herbert Marcuse in "Die repressive Toleranz", eine unterschiedslose Toleranz von "Sinn und Unsinn" behindere den Weg in eine wahrhaft freie Welt. Ist es dann aber richtig, "uninformierte" Meinungen zu ignorieren?

Sendung vom 15.11.2016Sendung vom 14.11.2016Sendung vom 11.11.2016
Donald Trump und seine Frau Melania bei dem Parteitag der US-Republikaner in Cleveland/Ohio. (AFP - Robyn Beck)

Das Comeback der FrauenverachtungTerroganz – Sexismus macht mächtig

Mit der Wahl des Donald Trump ist es amtlich: Zu den westlichen Werten gehört ganz offiziell auch der Sexismus. Die Übersetzerin und Schriftstellerin Pieke Biermann beschreibt im Politischen Feuilleton eine tief sitzende, fein verästelte Frauenverachtung – vom dirty old white man bis zum arroganten Feuilletonchef.

Sendung vom 10.11.2016
Drei Gartenzwerge stehen auf der Wiese vor dem Reichstag in Berlin. (imago/ Steinach)

Jetzt erst rechtMehr Macht den Bürgern!

Ob in den USA, Ungarn oder der Türkei - weltweit erstarken Populisten, sägen Regierungen an den Grundfesten der Demokratie. Auch in Deutschland wächst der Protest der Unzufriedenen. Warum wir dennoch mehr direkte Demokratie bräuchten, erklärt die Journalistin Arlette-Louise Ndakoze.

Sendung vom 09.11.2016
Punker in Berlin  (picture alliance/dpa/Foto: Maurizio Gambarini)

FrisurenHaar ist nicht harmlos!

"Gewaltsam werde ich mich zum Frisör zwingen müssen", notierte Sigmund Freud auf einer Postkarte an sein Frau Martha, 1901, von einer Reise nach Italien. Offenbar war ihm sein Haupthaar so wichtig wie sein Gründerzeit-Vollbart. Am Haar hängt mehr, als wir denken, meint Autorin Kerstin Hensel.

Sendung vom 08.11.2016Sendung vom 07.11.2016
Holzstempel mit Buchstaben, Zahlen und Zeichen liegen sortiert in einer Schachtel aus Holz. (imago/ Westend61)

AutodidaktenDas selbstgemachte Können

In Zeiten des Wandels ist Pioniergeist gefragt. Erst dann schlage die Stunde des Autodidakten, meint die Filmemacherin Ayse Buchara – seine Kreativität und ungeregelte Erkenntnisfähigkeit finde Lösungen, für die andere blind seien.

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09.12.2016, 07:20 Uhr Politisches Feuilleton

Kommentar

CDU-Parteitag in EssenDer Anfang vom Ende der Ära Merkel
Angela Merkel in Essen (picture alliance/dpa/Foto: Michael Kappeler)

Wird Kanzlerin Angela Merkel ihre Partei mitreißen? Wird von Essen ein Schub für den Wahlkampf 2017 ausgehen? Das waren Fragen vor dem Parteitag. Danach ist klar, Merkel ist angeschlagen und mögliche Nachfolger für die Post-Merkel-Ära bringen sich bereits in Position, kommentiert Korrespondentin Christine Heuer.Mehr

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Interview

Mensch und NaturIst Artensterben wirklich schlecht?
Giraffenweibchen Gaia im Giraffenhaus im Zoo in Dresden (Sachsen) (picture alliance / dpa / Arno Burgi)

Dass einzelne Tierarten aussterben, habe es immer gegeben und sei nicht gravierend, meint der Biologe Josef Settele. Derzeit finde allerdings ein vom Menschen verschuldetes Massenartensterben statt, das dem Menschen auch selbst schade.Mehr

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Tacheles

Behinderten-Aktivistin Sigrid ArnadeGegen die übliche Mitleidsschiene
Tausende Menschen mit Behinderung demonstrieren im September 2016 in Hannover. Zu sehen ist ein Plakat mit der Aufschrift "Behinderte nicht ignorieren". (picture alliance / dpa / Holger Hollemann)

Gleiche Chancen für Behinderte? Dieses Ziel ist auch durch das neue Bundesteilhabegesetz noch nicht erreicht - findet Sigrid Arnade, Geschäftsführerin von "Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V.". Behinderte würden noch immer als Fürsorgefälle und nicht als selbstbestimmte Menschen betrachtet.Mehr

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