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Politisches Feuilleton

Sendung am 17.01.2017 um 07:20 Uhr

Das GeheimnisVom Aussterben bedroht?

Ein Junge hält den Finger vor den Mund. (dpa / Karl-Josef Hildenbrand)

Was ist wahr, was ist gefaked, was geheim, was geleaked? Die Übergänge scheinen heute fließend. Die Bestseller-Autorin Katharina Münk fürchtet, dass es in unserer globalen Welt immer weniger Geheimnisse gibt, und wünscht sich mehr Menschen, die eine Aura des Undurchschaubaren bewahren.

Sendung vom 16.01.2017
Donald Trump während seiner Rede in New York nach seinem Wahlsieg bei der US-Präsidentschaftswahl (AFP/ Mandel Ngan)

Trump und Co.Der aufhaltsame Aufstieg der Propaganda

Wer sich selbst für immun gegen die plumpen Lügen von Populisten hält, irrt, schreibt der Schriftsteller Hans Christoph Buch im Politischen Feuilleton. Ihr Erfolg zeige, wie effektiv Propaganda bis heute wirke.

Sendung vom 13.01.2017
Der designierte US-Präsident Donald Trump bei seiner Pressekonferenz in New York am 11. Januar 2017. (picture-alliance/dpa)

Fake NewsDie "Lügenpresse" der anderen

Plötzlich ist die Welt angeblich voller Fake News: gefälschte Nachrichten, gesteuert beispielsweise vom Kreml. Der Politologe Fabian Köhler erkennt hinter diesem Vorwurf dieselbe Methode, mit der in der Vergangenheit gegen eine angebliche Lügenpresse gewettert wurde.

Sendung vom 12.01.2017
Ein Symbolbild des Schreckens: Die zerstörte Front des Lkw am Breitscheidplatz in Berlin, mit dem das Attentat ausgeführt wurde. (dpa / picture alliance / Britta Pedersen)

MedienkritikImmer auf Sendung

Wie arbeiten die Netzwerke des Terrors? Ihr Ziel ist die Verunsicherung der Öffentlichkeit. Deshalb müssen Bilder her – und die Medien machen sich zum Instrument des Terrors, meint der Psychologe und Publizist Martin Tschechne.

Sendung vom 11.01.2017
Eine Frau mit Sonnenbrille läuft vorbei an einem Bettler in der Brienner Straße in der Münchner Innenstadt. (picture-alliance/ dpa / Markus C. Hurek)

LebensstandardDie Krise der Mittelschicht

Die fetten Jahre des Kapitalismus sind vorbei. Auf der einen Seite explodieren die Einkommen, auf der anderen Seite stagnieren sie. Womöglich befinden wir uns bereits auf dem Weg in den Neofeudalismus, meint der Publizist Konstantin Sakkas.

Sendung vom 10.01.2017Sendung vom 09.01.2017
Die Elbphilharmonie am 28. November 2016 im Hafen in Hamburg. (imago/Manngold)

ElbphilharmonieIn Architektur gegossene Ambivalenz

Er liebt sie und er hasst sie: Klaus-J. Rathjens – Kapellmeister verschiedener Opernhäuser, Theater und Festivals – kann der Elbphilharmonie die hohen Kosten nicht verzeihen. Denn dem Prachtbau stehe eine chronische Unterversorgung der kulturellen Basis gegenüber.

Sendung vom 06.01.2017
Die neue Transportflugzeug AN-132D bei der Präsentation in den Antonow-Werken am 20. Dezember 2016 in Kiew (imago / ZUMA Press)

UkraineNeustart mit Flugzeugen und Raketen

Nachdem die Kooperation der Ukraine mit Russland in Sachen Rüstungs-, Luft- und Raumfahrttechnik beendet ist, sucht sich das Land erfolgreich neue Partner. Völkerrechtler Aleksandr Nowikow beschreibt ein hochpolitisches Geschäftsmodell - das aber eine Voraussetzung braucht.

Sendung vom 05.01.2017
Eine Bewohnerin der chinesischen Stadt Tianjin versucht sich vor dem Smog zu schützen (picture alliance / dpa  / Chinafotopress)

PrognosenDie Zukunft gibt es gar nicht

Die Zukunft ist nicht der Raum voller Möglichkeiten, als den ihn sich das technische Zeitalter immer vorgestellt hat, ist der Autor Sascha Mamczak überzeugt. Im Gegenteil: Wir hinterlassen künftigen Generationen einen heruntergewirtschafteten, ausgelaugten, überhitzten Planeten.

Sendung vom 04.01.2017
Eine Frau berührt mit dem Zeigefinger den Touchscreen ihres Smartphones. (imago / Westend61)

10 Jahre iPhoneWisch you were here!

Die Bedienung technischer Geräte mit Knöpfen wurde von sinnlicher Eleganz abgelöst. Mit grober Kraft schaltete man früher einen Fernseher ein und aus. Der Touchscreen von Apples iPhone habe eine neue Ära der Zuwendung eingeläutet, meint der Autor Peter Glaser.

Sendung vom 03.01.2017
Eine Frau trägt Fitness-Armbänder, die zum Beispiel Herzfrequenz, Kalorienverbrauch oder Schrittzahl messen. (picture alliance / dpa / Michel Winde)

Verteidigung der SelbstoptimierungSich zu verbessern, ist elementar

"Selbstoptimierung" - schon die Endung dieses Worts fordert auf, es als künstlich abzulehnen. Doch der Autor und Journalist Enno Park findet das gar nicht. Er sagt: Das ständige Bemühen um Verbesserung und Selbstverbesserung gehört zum Kern des menschlichen Fortschritts.

Sendung vom 02.01.2017
Ein junger Geschäftsmann sitzt in Meditationshaltung auf seinem Arbeitstisch hinter seinem Laptop (imago stock&people)

SelbstoptimierungImmer besser geht nicht gut

Gegen gute Vorsätze zum neuen Jahr hat Felix Klopotek nichts einzuwenden. Doch er sagt auch: Der Hang zur Selbstoptimierung ist in seinen Augen zu einer Art Dauerbeschäftigung geworden, die uns am Ende mehr schadet als nützt.

Sendung vom 30.12.2016Sendung vom 29.12.2016
Handy-Foto von Donald Trump (epa / Richard Ellis / dpa)

Der Wert der EinordungIn der Meinungsschleuder

Dieses Jahr ging alles noch schneller. Vom Ereignis selbst, etwa einem Anschlag oder einem Wahlsieg, über dessen erste Einordnung bis hin zum Überdruss an der Debatte brauchte es manchmal nur noch eine halbe Nacht. Zum Nachdenken benötigt man aber vor allem eínes: Zeit!

Sendung vom 28.12.2016
Wladimir Putin beim Gipfeltreffen in Brüssel im Januar 2014 (dpa / picture-alliance / Olivier Hoslet)

Jahresbilanz 2016Putins Siegerjahr

Für Jörg Himmelreich heißt der machtpolitische Gewinner des Jahres Wladimir Putin: Er entscheide über Krieg und Frieden in Syrien, habe die europäische Flüchtlingskrise mitverursacht und wolle jetzt auch die Bastion Berlin schleifen - mit den Rechtspopulisten als Trojanischem Pferd.

Sendung vom 27.12.2016
Die Skyline von Canary Wharf in London (dpa / picture alliance / Daniel Karmann)

Manager und MilliardäreEs gibt keine mächtige globale Elite

Wirtschaftspolitische Entscheidungen seien alternativlos, lautet oft die Begründung, wenn Eliten begünstigt werden. Der Soziologe Michael Hartmann erforscht diese Elite seit vielen Jahren: Er hat keine Strippenzieher gefunden, sondern eine Politik, die sich mehr zutrauen müsste.

Sendung vom 23.12.2016
Die Mikrofone von ARD, ZDF, N24, RTL, n-tv, VOX und der Deutschen Welle: Das Foto wurde im Mai 2016 bei einer Pressekonferenz in Berlin aufgenommen. (picture alliance / dpa)

MedienschelteWarum man den Mund aufmachen darf

Die Leute schimpfen über die Medien, und die Medien schimpfen über die Leute. Das ist kein guter Zustand. Man sollte das Publikum auch mal dafür loben, dass es genau so ist, wie es ist. Denn Murren zähle zu den Formen der Kritik, meinte Barbara Sichtermann.

Sendung vom 22.12.2016
Zu sehen ist ein Propaganda-Poster, das 1939 von der britischen Regierung produziert wurde. Die Aufschrift lautet Keep Calm and Carry On (ruhig bleiben und weitermachen) (imago stock&people)

Der Weg nach Utopia führt ins NichtsAuf nach Pragmatien!

"Das hat den Staat zur Hölle gemacht, dass man ihn zu seinem Himmel machen wollte", sagte Hölderlin. Tatsache ist: Utopien haben etwas Totalitäres an sich. Wie wäre es, das Gegenteil zu loben, das Land, in dem man auf Realitätssinn und Machbarkeiten setzt?

Sendung vom 21.12.2016
Der Dominikanermönch Tommaso Campanella (imago / UIG)

Campanellas "Sonnenstadt" Die erste Öko-Utopie

Der Dominikanermönch Tomaso de Campanella entwirft 1602 ein wunderbares Gemeinwesen. Dafür büßt er in vatikanischen Kerkern. Sein Entwurf der idealen, ökologischen Gesellschaft wäre heute realisierbar - unter einer Bedingung, schreibt der Soziologe Mathias Greffrath.

Sendung vom 19.12.2016Sendung vom 16.12.2016
Donald Trump steht am 20. November 2016 vor der Tür am Klubhaus des Trump International Golf Club, in Bedminster Township, New Jersey, USA (dpa / picture-alliance / Peter Foley)

Politische KarrierenUnsere schöne neue Teflon-Gesellschaft mbH

"Teflon Don" wurde er genannnt - John Gotti, ein zu Ruhm gekommener Mafiaboss. Lange Zeit blieb keine Anklage an ihm haften. "Teflon Don" wird auch Donald Trump genannt. Mal sehen, ob an ihm was haften bleibt. Die Autorin Pieke Biermann hat sich Gedanken über Antihaftpolitiker gemacht.

Sendung vom 15.12.2016
Demonstranten in London fordern ein Ende der Kämpfe in Aleppo und einen Fluchtkorridor für Zivilisten. (AFP / DANIEL SORABJI)

SchuldDie Gewissheit des menschlichen (Un-)Gewissens

In Zeiten sozialer Netzwerke und Bildern in Echtzeit, die uns aus dem Weltgeschehen erreichen, müssen wir uns die Frage der Moral und Aufrichtigkeit neu stellen. Wegsehen gilt nicht mehr – denn Wegsehen existiert nicht mehr.

Sendung vom 14.12.2016
Blick auf die Freiheitsstatue vor dunklen Wolken. (picture alliance / dpa / Klaus Nowottnick)

Ein Begriff verblasstTeure Freiheit

"Freiheit und Frechheit - ein Buchstabe Unterschied!" Das hat, scharfen Auges, der Schriftsteller Arno Schmidt erkannt. Mit Frechheit erkämpften die 68er unsere heutigen zivilgesellschaftlichen Freiheiten. Mittlerweile aber ist der Begriff der Freiheit unter die Räder gekommen.

Sendung vom 13.12.2016
Plakat mit dem Hinweis auf eine Veranstaltung mit Sally Kohn, politische CNN-Kommentatorin und Daily Biest-Kolumnistin, zur Verteidigung von Politischer Korrektheit im September 2016 in Hempstead, New York (imago/ZUMA Press)

USADie Ohnmacht der politisch Korrekten

Kaum ein Begriff wurde in der letzten Zeit so scharf angegangen wie der des "politisch Korrekten". Trotz mancher Übertreibungen sieht die Schriftstellerin Tanja Dückers in diesen Grabenkämpfen um eine vermeintliche Kleinkariertheit eine große Gefahr.

Sendung vom 12.12.2016
Statue "Europa" der belgischen Künstlerin May Claerhout vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. (picture alliance / Daniel Kalker)

Politik-BilanzWas die EU aus dem Jahr 2016 lernen kann

Die EU-Regierungen sind zerstritten, die gemeinsamen Institutionen überfordert. Die letzten Monate taumelte der Brüsseler Koloss von Krise zu Krise. "Europa ist endgültig im Modus der Selbstbehauptung angekommen. Das kann unerwartete Kräfte freisetzen", kommentiert die Politologin Almut Möller.

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Trump & Co.: Der aufhaltsame Aufstieg der Propaganda
Von Von Hans Christoph Buch

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