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Kommentar

Anschläge in IsraelAngst vor einer dritten Intifada
Ein Kind spielt zwischen den Trümmern des zerstörten Hauses eines palästinensischen Attentäters

Nach dem Blutbad in einer Jerusalemer Synagoge, rüstet sich Israel gegen neue Anschläge. Bald rücken israelische Bulldozer an und zerstören die Häuser der Attentäter. Die "Zeit"-Korrespondentin Gisela Dachs sieht keine Hoffnung für den Nahen Osten.Mehr

G20-GipfelDer Verlierer Putin, die Gewinnerin Merkel
Angela Merkel beim G20-Treffen in Brisbane

Die Mächtigen dieser Welt haben sich am Wochenende zum G20-Gipfel im australischen Brisbane getroffen. Angela Merkel schlüpfte dabei in die Rolle einer globalen Chefdiplomatin. Russlands Präsident Wladimir Putin war dagegen sichtbar isoliert. Eine Bilanz.Mehr

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Tacheles

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Politisches Feuilleton

Sendung vom 21.11.2014

Kritik an Social FreezingDie Firma ist deine Familie

Das Monitorfoto zeigt das Einbringen einer Samenzelle in eine Eizelle mittels Mikropipette unter dem Mikroskop.

"Social Freezing“, das vorsorgliche Einfrieren unbefruchteter Eizellen, ist das heißdiskutierte Angebot des Google-Konzerns an seine Mitarbeiterinnen. Die Schriftstellerin Tanja Dückers sieht darin einen Rückschritt, keinen Fortschritt.

Sendung vom 20.11.2014
Schüler malen an einer Hauptschule in Arnsberg (Sauerland).

SchuleBrave Jungs kommen in den Himmel

Raufen, toben, laut sein? Alles verboten. Am besten wäre es, Jungs wären Mädchen! Besonders in der Schule. Denn unser Schulsystem ist jungenunfreundlich, der Unterricht meist jungenuntauglich, beklagt die Schriftstellerin Susanne Schädlich.

Sendung vom 19.11.2014

PatriotismusWir sind wieder wer, aber wer nochmal?

Laut einer jährlich durchgeführten Umfrage des englischen BBC World Service war 2013 Deutschland das beliebteste Land der Welt. Wie konnte das passieren? Der Schriftsteller Christian Schüle mit einem Erklärungsversuch.

Sendung vom 18.11.2014
Israelische Fundamentalisten demonstrieren auf dem Tempelberg in Jerusalem

Nahost-KonfliktIsraels Politik verspielt die Zukunft

Israel will seinen Siedlungsbau rund um Jerusalem fortsetzen - das sorgt weltweit für Unverständnis und Diskussionen. Im Politischen Feuilleton analysiert Historikerin Tamar Amar-Dahl die derzeitige Lage in Israel.

Sendung vom 17.11.2014
Illustration: Auf einer magnetischen Spielzeugtafel in einem Krankenhaus in Dresden steht Hartz 4 geschrieben

Bilanz nach zehn JahrenHartz IV war ein Reinfall

Prekäre Beschäftigung, gesunkene Reallöhne und eine ausgezehrte SPD: Zehn Jahre nach der Hartz-IV-Reform ist die Bilanz verheerend, meint der Politologe Christoph Butterwegge - denn profitiert haben am Ende nur Unternehmer und Aktionäre.

Sendung vom 14.11.2014
Plakate gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS)

Islam Distanziert Euch nicht!

Mit Nachdruck fordert die Mehrheitsgesellschaft und solche, die gerne dazugehören würden, immer wieder von Muslimen, sich "vom Terrorismus zu distanzieren“. Der Politikwissenschaftler und Blogger Imad Mustafa hält dagegen und fragt: Warum eigentlich?

Sendung vom 13.11.2014
Eine junge Beschäftigte schläft am Arbeitsplatz ein.

JobProduktiv bis in den Schlaf

Ständige Erreichbarkeit, Mails auch im Urlaub, Social Freezing, trotzdem ist noch nicht das ganze Leben für die Karriere verplant, meint Martin Tschechne - und denkt an den Schlaf. Der Journalist ist gespannt auf den nächsten Vorschlag.

Sendung vom 12.11.2014
Die Grenze zwischen dem deutschen Frankfurt (Oder) und dem polnischen Slubice.

Polen und DeutscheEmpathie kennt keine Grenzen

Deutsche und Polen erzählen einander ihre Lebensgeschichten aus der Region Frankfurt/Oder und Slubice. Die Erinnerungen sammeln sie in einem Archiv. Eine imponierende Bürgerinitiative, findet die polnische Journalistin Beata Bielecka.

Sendung vom 11.11.2014
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) stellt am 07.07.2014 in seinem Ministerium in Berlin seine Pläne für eine PKW-Maut vor. 

DatenmissbrauchDobrindts Überwachungs-Maut

Wenn eine Technologie erst einmal eingeführt ist, wird sie auch benutzt. Und oft anders, als zunächst behauptet. Der Publizist Stephan Hebel sieht eine große Gefahr in der geplanten PKW-Maut und dem damit verbundenem Scannen von Kennzeichen. Er hofft auf den Protest der Autofahrer.

Sendung vom 10.11.2014
Alltag im Krieg: Kinder holen in einem Rebellengebiet von Aleppo Wasser im Juli 2014

KonfliktlösungOhne Assad keinen Frieden für Syrien

In Syrien wird nichts dringlicher als ein Waffenstillstand gebraucht. Für dieses Ziel müsse auch mit dem Diktator Assad verhandelt werden, sagt der Politologe Reinhard Mutz. Denn wie sonst solle die syrische Tragödie beendet werden?

Sendung vom 07.11.2014
2007: Der einstige Co-Vorsitzende der polnischen Arbeitergewerkschaft Solidarnosc, Lech Walesa. Walesa war auch polnischer Ministerpräsident.

Mauerfall globalNicht-deutsche Facetten des Jahres 1989

Nein, wir haben das nicht allein geschafft! Zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution in der DDR erinnert der Schriftsteller Marko Martin daran, dass nicht nur Deutsche, sondern auch Amerikaner, Polen oder Tschechen zum "Epochenwechsel" in Europa beigetragen haben.

Sendung vom 06.11.2014
Ein Graffiti mit dem Konterfei eines Mannes und dem Schriftzug "Antifa", aufgenommen am 30.10.2013 in Gera (Thüringen). 

SpracheDie verbale Waffe "Anti"

Es gibt Wörter, die sind politisch und ideologisch aufgeladen wie Antikapitalismus oder Antifaschismus. Das merken meist aber nur diejenigen, gegen die sie argumentativ eingesetzt werden. Wer eine verbale Waffe nutzen möchte, setzt also am besten ein "Anti" davor.

Sendung vom 05.11.2014
Auf einem Scrabble-Brett sind mit Buchstaben-Steinen die Begriffe "Kapitalismus" und "Macht" zusammengefügt, scheinbar wahllos im Hintergrund liegende Steine bilden das Wort "Geld". 

WirtschaftspolitikDer alternativlose Kapitalismus

Noch keiner Ideologie ist es gelungen, dem Menschen das Gewinnstreben auszutreiben, meint Markus Reiter. Der Grund liege im Faktor "Mensch", so der Publizist. Wer reich sei, wolle noch reicher werden. Bietet der Kapitalismus keine Chance auf Gerechtigkeit?

Sendung vom 04.11.2014
Die Computerillustration zeigt das zukünftige Luxusviertel "Main Tor" in Frankfurt/Main.

Städtebau"Urban villages" ohne Lebensqualität

Viele Stadtbewohner suchen einerseits dörfliche Zurückgezogenheit, andererseits aber auch großstädtische Lebenskultur. Der Architekturkritiker Englert vermisst in Vierteln wie in Frankfurt "Main Tor" eine gute Mischung der sozialen Schichten.

Sendung vom 03.11.2014
Passanten stehen an der Mauergedenkstätte in Berlin. 

DDR-BürgerNicht alle Mitläufer waren schlechte Menschen

Wer war eigentlich der "DDR-Bürger"? Zumindest waren nicht alle schlecht, meint der Journalist Andreas Zecher. Er macht sich stark dafür zu differenzieren und bricht eine Lanze für Mitläufer - zumindest für zwei aus seiner nordostdeutschen Heimat.

Sendung vom 31.10.2014
Das Orchester der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

KulturfinanzierungDer Kapitalismus frisst die Klassik

Geld hat die klassische Musik in Europa groß gemacht: Die Kirche, die öffentliche Hand und private Mäzene finanzierten sie. Heute ist sie in der Krise – und daran ist ausgerechnet der Kapitalismus schuld, meint die Wirtschaftsjournalistin Inge Kloepfer.

Sendung vom 30.10.2014
Ein Passant läuft in der Regensburger Innenstadt an "Stolpersteinen" vorbei.

DeutschlandSkepsis vor der Nation

Auch wenn die Deutschen ihre Einheit verkraftet haben - mit ihrem Nationalgefühl seien sie noch nicht im Reinen, meint die Journalistin Katharina Döbler. Zu schwer laste auf ihnen die Schuld aus Weltkriegen und NS-Diktatur.

Sendung vom 29.10.2014
Ein Mann sitzt auf einem Stuhl, auf dessen Rückenlehne "Internet here!" steht, neben ihm ein identischer Stuhl und ein Computerbildschirm

Neue MedienDas Internet muss schuld sein ...

Im 18. Jahrhundert warnten selbsternannte Experten vor den Folgen der "Lesesucht". Der Untergang des Abendlandes blieb aber aus. Doch die absurde Angst vor neuen Kulturtechniken pflegen viele von uns auch heute noch, meint Bodo Morshäuser.

Sendung vom 28.10.2014
Wahrzeichen Griechenlands: Der Parthenon auf der Athener Akropolis.

GriechenlandDie historische Notwendigkeit des Euro

Putins Expansionskurs, Erdogans reaktionäre Politik und der IS-Terror in Vorderasien zeigen: Ein europäisches Zusammenhalten ist wichtiger denn je. Dazu gehört als einstige Wiege Europas auch Griechenland, meint Konstantin Sakkas.

Sendung vom 27.10.2014
Verschiedene deutsche Tageszeitungen liegen zur Presseschau bereit.

JournalismusProfessionelles Schreiben für lau?

Medien prangern gern die prekären Arbeitsbedingungen von Künstlern, Musikern und Schriftstellern an. Dass es vielen freien Journalisten nicht besser geht, wird dagegen gerne verschwiegen, kritisiert Sieglinde Geisel.

Sendung vom 24.10.2014Sendung vom 23.10.2014
Unterstützer der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) mit Fahne. 

Religion und GewaltHollywood näher als dem Propheten

Indem man Tätern wie den IS-Anhängern ihre Behauptung, sie handelten aus religiösen Motiven, abnimmt, sitzt man willig ihrer Selbstinszenierung auf, so Rainer Kampling. Dem müsse vielmehr vehement widersprochen werden.

Sendung vom 22.10.2014
Ein Mann macht während einer Demonstration kurdischer Gruppen am 16.11.2013 in Berlin das Victory-Zeichen.

Osmanische WiedergeburtHistorische Erfahrung ins Positive wenden

Auf der Suche nach Verbündeten hatte Präsident Erdoğan einen Friedensprozess zwischen Türken und Kurden eingeleitet, doch mit dem Konflikt um Kobane werden alte Ressentiments wieder aktiv. Eren Güvercin spricht sich für die Fortsetzung der Aussöhnung aus.

Sendung vom 21.10.2014
Angebliche Kämpfer der Terrorgruppe IS in der syrischen Stadt ar-Raqqa sitzen bewaffnet in und auf einem Auto.

ReligionGott als Supergötze

Die IS interpretierten nicht etwa ihre Religion terroristisch, sondern ihren Terror religiös, so Milad Karimi. Der afghanisch-deutsche Religionsphilosoph fächert auf, warum diese Radikalen letztendlich Gott selbst verleugnen.

Sendung vom 20.10.2014
Türkische Soldaten in Kobane

KonflikteGenug mit der Friedensliebe!

Nie wieder Krieg: Deutschland ist post-heroisch, hält sich so weit wie möglich aus Konflikten heraus und lässt lieber andere die Kastanien aus dem Feuer holen, meint der Unternehmensethiker Erik von Grawert-May. Dabei gibt es gute Gründe für etwas mehr Heroismus.

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