Seit 22:00 Uhr Die besondere Aufnahme
 
Samstag, 13. Februar 2016MEZ22:31 Uhr

Politisches Feuilleton

Sendung vom 12.02.2016

Klassische Musik Auf den letzten Ton folgt Stille

Der Koreaner Myung-Whun Chung nimmt in der Semperoper in Dresden den Applaus entgegen.  (picture alliance / dpa / Matthias Creutziger )

Nicht klatschen, bevor der letzte Ton verklungen ist – diese Regel gilt im Konzertsaal. Auch in anderen Lebensbereichen könnte es eine gute Übung sein, Töne und Worte erst ausklingen zu lassen, bevor man reagiert, meint der Wirtschaftsethiker Erik von Grawert-May.

Sendung vom 11.02.2016
Datenzentrumschef Joel Kjellgren läuft durch die Serverräume im schwedischen Lapland. (AFP / JONATHAN NACKSTRAND)

Big DataWider die Herrschaft der Algorithmen

Er würde lieber das Risiko des Irrtums in Kauf nehmen, bekennt der Hamburger Soziologe Nils Zurawski, als allwissenden "Big Data" die eigene Selbstbestimmung abzutreten, selbst wenn sie ein bequemes Leben versprächen.

Sendung vom 10.02.2016
Ein Vater lässt am 16.03.2014 in Berlin auf dem Teufelsberg bei starkem Wind und dicht bewölktem Himmel mit seinem Sohn einen Drachen steigen. (picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt)

Männer-BewegungEine stille Revolution der jungen Väter

Unbemerkt von der Genderdebatte habe eine Revolution unter jungen Männern stattgefunden, beobachtet die Therapeutin Astrid von Friesen. Sie würden Bart tragen und sich auf Kinder freuen, also das Männliche mit dem Weiblichen verbinden – ganz anders als ihre Großväter.

Sendung vom 09.02.2016
Selbst-organisiertes Flüchtlingscamp am Rande des Flüchtlingslagers Dadaab in Kenia (dpa / Dai Kurokawa)

FlüchtlingeAfrika profitiert von fremden Gästen

Hunderttausende Flüchtlinge werden in afrikanischen Nachbarländern aufgenommen, nicht selten als Gäste von Privatleuten, die selbst arm sind. Mehr noch, so die Kenia-Korrespondentin Bettina Rühl, die Gastländer würden davon wirtschaftlich profitieren.

Sendung vom 08.02.2016
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, l-r), die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoguz (SPD) und Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) unterhalten sich am 03.02.2016 vor Beginn der Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt in Berlin. (picture-alliance / dpa / Wolfgang Kumm)

FlüchtlingeGegen ein Ministerium für Migration!

Ein neues Bundesministerium, das die Flüchtlingspolitik koordinieren soll: Der Frankfurter Journalist Stephan Hebel hält nichts von dieser Idee. Denn eine Beauftragte, einen Koordinator und eine Kanzlerin mit Richtlinienkompetenz gebe es ja bereits.

Sendung vom 05.02.2016
Flüchtlinge warten am 04.01.2016 in Berlin bei frostigen Temperaturen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo).  (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)

Berliner KrankheitHauptstadt leidet unter alter Mentalität

Die Hauptstadt kranke noch immer an ihrer Mentalität aus Westberliner Zeiten, meint der ehemalige Hörfunk-Korrespondent Dieter Bub. Dafür sei das Bild von Flüchtlingen typisch, die im Freien vor den Türen eines Landesamtes warten müssen.

Sendung vom 04.02.2016
Vier Karnevalisten in Hühnerkostümen posieren vor dem Kölner Dom für die Kamera. (dpa / Oliver Berg)

KarnevalFlüchtlinge müssen wissen, woran sie sind

"Witzischkeit kennt keine Obergrenzen" - so oder so ähnlich formulierte es einst Heinz Schenk. Der Journalist Reinhard Mohr empfiehlt, den Flüchtlingen derlei Schabernack zu erklären. Insbesondere, wenn der als Spaßbremse berüchtigte Deutsche ins Karnevalskostüm steigt.

Sendung vom 03.02.2016
Für die Uraufführung von "Jedermann - Die Rockoper" bei den Erfurter Domstufen-Festspielen proben Andreas Lichtenberger als Jedermann und Nadja Mchantaf als Die Liebste in Erfurt (Thüringen) eine Szene. (dpa picture alliance/ Martin Schutt)

Bedrohte TheaterPolitiker vernachlässigen die Kultur

Wie auch in anderen Bundesländern sollen in Thüringen mehrere Theaterbühnen fusionieren. Der Komponist Klaus J. Rathjens hält das für alarmierend. Bund, Länder und Gemeinden sollten mehr Geld springen lassen, um die deutsche Kulturlandschaft zu erhalten.

Sendung vom 02.02.2016
Ein Parlamentarierin im Bundestag (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)

Debatte um AfDArmseliger Umgang mit politischem Gegner

Nach Frauke Petrys Waffeneinsatz-Forderung scheinen die politischen Fronten verhärtet. Der Hamburger Journalist Christian Schüle aber wirbt hier für Öffnung. Der politische Gegner dürfe nicht ausgegrenzt werden, sondern man müsse sich ihm mit Argumenten stellen.

Sendung vom 01.02.2016
Demokratischer Parteianhänger trägt ein T-Shirt mit Bernie-Sanders-Porträts.  (dpa / picture alliance / Tannen Maury)

Vorwahlen in Iowa"American Angst" anstatt "American Dream"

Als Barack Obama 2008 zum ersten schwarzen US-Präsidenten gewählt wurde, war das eine Bestätigung: Jeder kann es schaffen. Doch inzwischen sind viele Wähler enttäuscht. Wenn heute in Iowa die Vorwahlen beginnen, lauert im Hintergrund ein neues Phänomen.

Sendung vom 29.01.2016Sendung vom 28.01.2016Sendung vom 27.01.2016Sendung vom 26.01.2016
Wein, der im von Israel besetzten Westjordanland produziert wurde: Das Berliner KaDeWe nahm solche Produkte kurzzeitig aus dem Angebot. (dpa / picture alliance / Jim Hollander)

Israel und EUDoppelspiel um Waren aus Siedlergebieten

Europas Handelspolitik gegenüber Israel ist halbherzig, meint der Schriftsteller Yiftach Ashkenazi. Wenn die EU tatsächlich die israelische Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten beeinflussen wolle, dann genüge die bisherige Symbolpolitik nicht.

Sendung vom 25.01.2016
Lenins Denkmal wurde am heutigen Platz der Vereinten Nationen in Berlin (früher Leninplatz) im Jahr 1991 abgebaut. (dpa / picture alliance / Bernd Settnik)

Diktatoren-DenkmälerAbreißen oder erklären?

Stalin, Hitler, Hussein - sie alle haben, um sich selbst zu feiern, öffentliche Bauten und Denkmäler hinterlassen. Es nützt nichts, sich rigoros vom unliebsamen Vermächtnis zu trennen. Uwe Bork wünscht sich, dass wir über einen didaktischen Umgang mit ihm nachdenken.

Sendung vom 22.01.2016
Facebook-Symbole und darüber steht Hass gesprüht.  (Imago / Ralph Peters)

Hass im NetzFacebook als Brandbeschleuniger für rechte Hetze

Gefangen in der braunen Filterblase: Facebook verstärkt mit seinen Algorithmen rechtsextremes Gedankengut, meint der Berliner Richter Ulf Buermeyer. Damit wirke das Netzwerk wie ein Brandbeschleuniger für die aktuelle Welle fremdenfeindlicher Gewalt.

Sendung vom 21.01.2016Sendung vom 20.01.2016
Zwei Frauen auf der Tanzfläche einer Disco. (dpa / picture alliance / Jens Kalaene)

Westlicher LebensstilKonsumkultur muss sich rechtfertigen

Auf die Terroranschläge von Paris folgte der Aufruf, den westlichen Lebensstil, den Hedonismus zu verteidigen. Dabei werde vernachlässigt, dass weltweit die Armen für unsere Konsumkultur bezahlen müssten, kritisiert der Journalist Markus Bauer.

Sendung vom 19.01.2016
Bedienungen bei der Eröffnung des 180. Oktoberfests am 21.09.2013 in München (Bayern) mit Bierkrügen.  (dpa / picture alliance / Frank Leonhardt)

IdentitätWer weiß schon, was deutsch ist?

Die Frage, was deutsch sei, wird gerne denen gestellt, die zugewandert sind. Doch der Glaube, dass diese Menschen es wissen könnten - ja: sollten - der ist absurd, meint die Journalistin Dilek Güngör.

Sendung vom 18.01.2016Sendung vom 15.01.2016Sendung vom 14.01.2016
Schüler einer dritten Klasse in Frankfurt am Main betrachten ihre Zeugnisse. (dpa / picture alliance / Arne Dedert)

Schule Warum Lehrer keine Noten geben sollten

Die Schule hat ein Grundproblem: Um Kinder zu unterrichten, brauchen Lehrer deren Vertrauen. Das ist gefährdet, wenn sie zugleich Noten geben. Die Psychologin Ayse Buchara schlägt darum vor, die Schule in Lern- und Prüfungshäuser zu teilen.

Sendung vom 13.01.2016Sendung vom 12.01.2016Sendung vom 11.01.2016
Anhänger der Alternative für Deutschland (AfD) demonstrieren in Rostock gegen die deutsche Asylpolitik, auf einem Schild steht "Lügenpresse". (dpa / picture alliance / Bernd Wüstneck)

"Lügenpresse" Auseinandersetzen statt Abschotten

Die deutsche, die europäische Gesellschaft drohe sich unversöhnlich zu spalten, so wie es die "Tea-Party-Bewegung" in den USA bereits vorführe. Der Vorwurf "Lügenpresse", so der Musiker und Politologe Ofer Waldman, sei dafür ein Warnsignal.

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15.02.2016, 07:20 Uhr Politisches Feuilleton
Naher Osten - Plädoyer für eine neue Außenpolitik!
Von Henning Hoff

Kommentar

Asylpaket IIEine Katastrophe für die Außenwirkung
Man sieht Sigmar Gabriel, Horst Seehofer und Angela Merkel, sie geben eine Pressekonferenz. (picture-alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)

Schon wieder gibt es Irritationen in der Koalition: Im Streit um das Asylpaket II werden die beschlossenen Gesetzesverschärfungen in Frage gestellt. Es entstehe mal wieder der Eindruck, als würde in der Großen Koalition mehr gestritten als gearbeitet, kommentiert Katharina Hamberger. Mehr

Deutsche FlüchtlingspolitikDer Ton wird rauer
Bundesinnenminister Thomas de Maizière steigt in Kabul aus einem Hubschrauber (picture alliance / dpa / Christane Jacke)

Macht euch erst gar nicht auf den Weg - das war die Botschaft von Innenminister de Maizière bei seinem Besuch in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Auch die Kanzlerin schlug neue Töne an, kommentiert Gudula Geuther: Offenbar hat sich in der Flüchtlingspolitik der Wind gedreht.Mehr

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Interview

Syrien-Vereinbarung"Letzter Strohhalm"
Menschen warten in der belagerten Stadt Madaja auf die Hilfskonvois mit Nahrungsmitteln und Medikamenten. (AFP - Marwan Ibrahim)

An der in München verabredeten Waffenruhe in Syrien binnen einer Woche gibt es große Zweifel. Elias Perabo, Initiator der Organisation "Adopt a Revolution", sieht die Vereinbarung zwiespältig. Nur eine sofortige humanitäre Hilfe für die Menschen in belagerten Städten könne den Grundstock für eine Feuerpause legen.Mehr

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