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Samstag, 28. Mai 2016MESZ07:57 Uhr

Politisches Feuilleton

Sendung vom 27.05.2016Sendung vom 26.05.2016
Teilnehmer einer Kundgebung der Pegida-Bewegung haben sich am Königsufer in Dresden versammelt. (picture alliance/dpa - Sebastian Willnow)

Terminologie der RechtenSprache, die Verachtung idealisiert

Rechte Terminologie verwende die alte Technik, fremde Gruppen von Menschen zum "Freiwild" zu erklären, um das eigene Wir-Gefühl zu stärken, meint die Dresdner Journalistin und Trauma-Therapeutin Astrid von Friesen. Dieser Entzivilisierungs-Prozess bereite den Boden für Gewalt.

Sendung vom 25.05.2016
Parteitag der Partei "Die Linke" (Quelle: dpa / picture alliance / Arne Dedert) und Pegida-Kundgebung (picture-alliance / dpa / Hendrik Schmidt)

PopulismusWir sind ein Land der Opfer geworden

Populistische Bewegungen und Parteien erleben in Europa wieder starken Aufwind - von rechts wie von links. Deren Botschaft lautet "Ihr seid Opfer, und wir sind die Einzigen, die euch verstehen", meint der Philosoph Christian Schüle. Einen Ausweg sieht er nur in mühsamer Demokratie-Arbeit.

Sendung vom 24.05.2016Sendung vom 23.05.2016
Flaggen der Europäischen Union und von Großbritannien (imago / Ralph Peters)

BrexitFür ein "britisches Europa"

Sollte Großbritannien nicht die EU verlassen, wäre es Zeit für die "United States of Europe", allerdings im Sinne Winston Churchills als einem ebenso flexiblen wie schlagkräftigen, demokratisch legitimierten Gebilde aus Nationalstaaten, meint der Journalist Henning Hoff.

Sendung vom 20.05.2016
"Bärgida"-Demonstranten von der Gruppe "Bärliner Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes" (imago stock&people)

FremdenfeindlichkeitWir Rechtspopulisten

Rechtspopulisten seien nicht die Ausnahme, beobachtet der Journalist Fabian Köhler. Vielmehr würden sie die politische Kultur Deutschlands spiegeln. Tatsächlich grenze sich die ganze Gesellschaft immer wieder von Flüchtlingen, Muslimen und Migranten ab.

Sendung vom 19.05.2016
Flagge Tschechien, Tschechische Republik (picture alliance / dpa / David Tanecek)

"Czechia" für Tschechische RepublikNeuer Kurzname ohne Gedächtnis

"Czechia" wird künftig die internationale Kurzbezeichnung für die Tschechische Republik sein. Mit Wehmut vermerkt der Autor Richard Szklorz, dass bei der Entscheidung "Böhmen" unterlag. Dies würde an den europäischen Schmelztiegel erinnern, der Tschechien einmal war.

Sendung vom 18.05.2016
Zwei Menschen schieben ein großformatiges Bild durch einen Raum. (Fredrik von Erichsen dpa/lhe (zu dpa-lhe 7137)

RaubkunstPolitik greift im Kunsthandel nicht durch

Gegen den Handel mit Raubkunst, ob aus jüdischem Besitz oder aus antiken Stätten entwendet, müsste schärfer vorgegangen werden, fordert der Journalist Konstantin Sakkas. Andernfalls verhielte sich Deutschland politisch und moralisch unglaubwürdig.

Sendung vom 17.05.2016
Junge Leute protestieren mit einem Transparent: "Rassismus entgegentreten!" im April 2016 in Jena gegen einen Aufmarsch des islamfeindlichen Pegida-Ableges Thügida. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)

Debatte über IslamZu viel falsche Toleranz und Untätigkeit

Die Mehrheit in der Gesellschaft empört sich über politische und religiöse Extremisten, meint die Berliner Journalistin Güner Yasemin Balci. Aber diese Mehrheit verstecke ihre Untätigkeit hinter Angst - anstatt Verantwortung für ein Wir-Gefühl zu übernehmen.

Sendung vom 12.05.2016Sendung vom 11.05.2016
Der Kirchentag endet mit einem großen Abschlussgottesdienst. (dpa / picture alliance / Patrick Seeger)

ReligionenPfingstliche Feuerzungen wären hilfreich

Die angebliche Renaissance von Religionen spürt der Publizist Uwe Bork nicht. Eher schon vermisst er religiöse Bildung gepaart mit Vernunft, die beide als Korrektiv von Naivität oder Machbarkeitswahn hilfreich sein könnten.

Sendung vom 10.05.2016Sendung vom 09.05.2016
Flüchtlingskinder an einem mit Stacheldraht ausgestatteten Zaun an der griechisch-mazedonischen Grenze im Lager Idomeni. (picture alliance / dpa / Kostas Tsironis)

Schriftstellerkonferenz in BerlinEuropa macht keine Hoffnung mehr

Krise - das Wort bedeutet ursprünglich so viel wie Wendepunkt oder Entscheidung. Doch was muss anders werden? Um die möglichen Richtungen auszumessen, hat Nicol Ljubic mit weiteren Kollegen ab heute zum Europäischen Schriftstellerkongress nach Berlin eingeladen.

Sendung vom 06.05.2016Sendung vom 04.05.2016Sendung vom 03.05.2016
Soldaten patrouillieren in der Brüsseler Innenstadt.  (imago/Xinhua)

TerrorGegen den Tunnelblick der Angst

Alarmbereitschaft, Sicherheitsmaßnahmen, Bedrohungslage: Der Terror hat eine eigene Sprache, die allgegenwärtig wird. Sein Vokabular bahnt sich seinen Weg und trägt Angst in unsere Alltagssprache hinein, meint Ofer Waldman.

Sendung vom 02.05.2016
Eine Jura-Studentin hält in einer Vorlesung an der Universität Osnabrück (Niedersachsen) eine Ausgabe vom Grundgesetz in der Hand.  (Friso Gentsch / dpa)

StreitkulturGute Sitten versus gutes Recht

Vordenker eines liberalen Lebensstils hätten persönliche Freiheit an Respekt vor dem Mitmenschen und Benehmen gebunden, so der Publizist Eberhard Straub. Heutzutage sollte man stattdessen durch das "verordnete" Gesetz Rücksichtnahme erzwingen, meint er.

Sendung vom 29.04.2016Sendung vom 28.04.2016Sendung vom 27.04.2016
Ein Wahlstand der SPD (imago stock&people)

SPD-PolitikGut für das Land, schlecht für die Partei

Die SPD habe mit ihrer Politik zwar mehr Mut gezeigt als CDU und CSU, doch wird sie dafür von den Wählern abgestraft, meint der Journalist Joachim Riecker. Und er sagt: Das Dilemma ist, die SPD weiß nicht, wie sie wieder an Ansehen gewinnt.

Sendung vom 26.04.2016
Die Flagge von Kroatien. (Deutschlandradio / Ellen Wilke)

KroatienDas Gesicht eines anderen Osteuropa

Die Kroaten zeigten sich solidarischer mit Flüchtlingen als ihre osteuropäischen Nachbarn, hat die Publizistin Dunja Melcic festgestellt. Sie würden sich noch gut an Krieg und Vertreibung im eigenen Land erinnern.

Sendung vom 25.04.2016Sendung vom 22.04.2016
Eine Packung weißer Zucker (M), Würfelzucker (l) und brauner Rohzucker werden von einer Eisenkette samt Schloss zusammen gehalten. (imago/Thomas Eisenhuth)

ErnährungNeue Sinnstiftung durch Askese

Die Askese löse den Hedonismus ab, beobachtet die Heidelberger Freiheitsforscherin Ulrike Ackermann. Veganismus, Vegetarismus oder Steinzeitküche dienten zu hochpolitischer, ja religionsähnlicher Sinnstiftung - und das bei konservativen wie linken Gesellschaftskritikern.

Sendung vom 21.04.2016
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30.05.2016, 07:20 Uhr Politisches Feuilleton
Nationalismus. EU-Kritik ist die Angst vor einer fehlenden Identität
Von Klaus Weinert

Kommentar

IntegrationsgesetzEs bleibt noch sehr viel zu tun
Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und Innenminister Thomas de Maizière (CDU) bei der Pressekonferenz zum Integrationsgesetz. (dpa/picture alliance/Bernd von Jutrczenka)

Am vorgestellten Entwurf für das Integrationsgesetz kann man vieles bemängeln, aber eine Weichenstellung sei richtig, kommentiert Gudula Geuther: die Betonung des Spracherwerbs. Dass es mit einem Gesetz allein nicht getan ist, zeige sich dort aber besonders.Mehr

Räumung des Idomeni-CampsEin Zeichen der Ohnmacht
Zwei griechische Polizisten stehen bei der Räumung des des Flüchtlingslagers in Idomeni am 24.05.2016 vor Zelten, vor denen ein Flüchtlingsjunge kauert. (picture alliance / dpa / Yannis Kolesidis)

Zelte, die im Schlamm untergehen: Diese Bilder sind nach der Räumung der Flüchtlingszeltstadt im griechischen Idomeni passé. Doch das ist ein Rückschritt, meint Panajotis Gavrilis − und der große Skandal liege ohnehin woanders.Mehr

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