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Tacheles / Archiv | Beitrag vom 13.12.2014

Pflegeexperte Claus Fussek"Die Würde des Menschen ist altersabhängig"

Moderation: Martin Steinhage

Eine junge Frau reicht einem bettlägerigen alten Mann einen Löffel mit Essen. (dpa / Klaus Rose)
Mehr Geld für die Pflege gibt es ab 1. Januar - reine Augenwischerei? (dpa / Klaus Rose)

Das Pflegestärkungsgesetz I soll ab 2015 die Situation von Pflegebedürftigen verbessern. Claus Fussek hält das für Augenwischerei: An der menschenunwürdigen Situation in zahllosen Altenheimen werde sich wenig ändern.

Deutschlandradio Kultur: Deutlich über 700.000 Menschen leben hierzulande in vollstationärer Dauerpflege in mehr als 12.000 Pflegeheimen. In nicht wenigen dieser Einrichtungen sind die Zustände kritisch bis katastrophal. Alte, kranke, verwirrte Patienten werden nachts ans Bett gefesselt. Die Notklingel ist nicht für sie erreichbar. Sie bleiben über viele Stunden völlig allein. Sie werden mit Psychopharmaka ruhig gestellt und oftmals mit Magensonden zwangsernährt.

Viele Pflegefälle sind völlig dehydriert, andere wundgelegen. Jeder zweite Pflegeheimbesucher hatte seit Jahren keine zahnärztliche Untersuchung mehr. In manchen Heimen stinkt es tagaus, tagein nach Erbrochenem, nach Urin und nach Kot. Seit langen Jahren beklagt der Pflegeexperte Claus Fussek wortreich und kämpferisch diese und andere Missstände. Guten Tag, Herr Fussek.

Claus Fussek: Guten Tag.

Deutschlandradio Kultur: Herr Fussek, lassen Sie uns nach meinem nicht sehr erbaulichen Einstieg ins Thema versuchen, positiv zu beginnen. – Kennen Sie Pflegeheime, die Sie guten Gewissens empfehlen könnten?

Claus Fussek: Ja, selbstverständlich. Wenn man mal davon ausgeht, dass eigentlich niemand in ein Pflegeheim möchte und jeder eigentlich zu Hause seinen Lebensabend verbringen will - aber ich habe erfreulicherweise Einrichtungen kennengelernt, wo ich einem großen Teil des Personals sogar meine Eltern anvertrauen würde. Ich habe Einrichtungen erlebt in einer guten Atmosphäre, wo das Personal mit einer Leidenschaft und Begeisterung nicht seinem Job nachgegangen ist, sondern wirklich eine wunderbare Arbeit vollbracht hat.

Wo viele Angehörige und viele Ehrenamtliche im Hause waren und sich gekümmert haben, wo die Leitung ganz stolz erzählt, dass wir immer wieder Beschwerden haben. Und das ist eine echte Herausforderung, ich sage mal, dort, wo Hospizkultur herrscht, wo ein Klima des Vertrauens ist, wo die Pflegekräfte angstfrei arbeiten dürfen, wo es, ich sage immer, mobbingfrei ist.

Das Faszinierende in diesen Häusern ist, diese Heime arbeiten unter ähnlichen Personalschlüsseln und sind um keinen Euro teurer wie die schlechten.

"Es verdient eine ganze Industrie daran"

Deutschlandradio Kultur: Danach wollte ich gerade fragen. Es ist also nicht eine Frage des Geldes. Wenn man also, und das schließe ich aus dem, was Sie sagen, ein Pflegeheim kostendeckend, seriös und vor allem zum Wohl der Patienten betreiben kann, auch wenn die Geldmittel begrenzt sind, warum gibt's dann so viele Heime, wo das nicht der Fall ist?

Claus Fussek: Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube, ein Grundsatz ist, dass man in diesem System seit Jahrzehnten sehr, sehr viel Geld machen kann infolge schlechter Pflege. Es verdient eine ganze Industrie daran.

Lassen Sie es mich an einem Beispiel sagen: Wir haben schlechtes Personal, überfordertes Personal, zu wenig Personal. Es entsteht das gefürchtete Druckgeschwür, der Dekubitus. Das heißt, die Frau wird jetzt in ein Krankenhaus eingeliefert, wird dort operiert. Die Pflege im Krankenhaus ist häufig unter ähnlichen Bedingungen auch nicht sehr viel besser. Die Frau ist vielleicht mit Pflegestufe 1 ins Krankenhaus gekommen und ist dann nicht mobilisiert worden und kommt mit Stufe 3 wieder zurück.

Wenn man jetzt ausrechnet, wer da alles dran verdient hat, vom Rettungswagen, im Pflegeheim wurde das leere Bett zu 80 Prozent bezahlt, die Chirurgie hat verdient, und letztendlich kommt der Mensch zurück ins Heim und jetzt kriegt man mehr Geld aus dem System, weil sie jetzt eine höhere Pflegestufe hat. Das heißt, das Pflegen in die Betten hat in schlechten Einrichtungen ein System, aber es scheint einen großen Teil der Gesellschaft und der Politik nicht zu interessieren.

Deutschlandradio Kultur: Das will ich gleich vertiefen. Interessanterweise haben auch Sie schon den Begriff des „Systems" benutzt. Da ist ja offenbar ein Kardinalfehler im System. Ist das Problem vielleicht dasjenige, dass Pflegeheimbetreiber und die Krankenkassen sozusagen ihr Ding machen und niemand so richtig hinguckt, dass also die Selbstverwaltung im System nicht funktioniert?

Claus Fussek: Das ist klar. Die Selbstverwaltung hat versagt. Das Phänomen ist, das musste ich in den letzten Jahren lernen und es war nicht einfach, das zu begreifen, dass alle Akteure sich hier kennen und die Argumente seit Jahrzehnten ausgetauscht sind. Wir haben kein Erkenntnisproblem. Es gibt übrigens auch niemanden in Deutschland, der für schlechte Pflege oder für Minutenpflege ist. Das ist ja pervers, absurd. Nein, alle sagen mir, Herr Fussek, eigentlich haben Sie Recht, unter uns gesagt. Sagen Sie das nicht laut, aber natürlich haben Sie Recht.

Das ist irgendwo irre. Man hat den Eindruck in der Gesellschaft, dass es hier eine Gruppe gibt, die Alten, die Kranken, die Sterbenden, für die sich eigentlich niemand so richtig interessiert.

"Es sind viele Menschen, die sich kümmern"

Deutschlandradio Kultur: Dann sagen sie doch mal, wie bricht man dieses Geflecht auf?

Claus Fussek: Durch eine Sendung wie diese, indem wir klar sagen, wer Verantwortung trägt. Ich fange damit mal an. Jeder, der es wissen will, kann sich nach dieser Sendung persönlich überzeugen, wie geht es meinen Eltern, Großeltern im Heim vor Ort oder meinen Angehörigen. Jeder weiß es. Jeder kann es sehen, auch nachts, am Wochenende. Und jetzt kann man natürlich umgekehrt fragen: Wie machen es die anderen Häuser? Dann haben wir wieder den Faktor Verantwortung der Menschen vor Ort. Das heißt, es gibt Menschen, die Verantwortung übernehmen, die sich zuständig fühlen, die diesen Beruf nicht als Job, sondern möglicherweise auch als Berufung sehen, die mit Empathie, mit Leidenschaft dort tätig sind.

Und was wir halt immer wieder feststellen, ist, der Fisch stinkt vom Kopf. In den gut geführten Häusern, und die kochen alle nur mit Wasser, haben wir Fort- und Weiterbildung für alle Mitarbeiter – bis zur Reinigungskraft, Supervision, psychologische Begleitung, Seelsorge. Es arbeiten dort andere Berufsgruppen – Sozialpädagogen, Psychologen, therapeutisch geschultes Personal. Sie haben Hospizmitarbeiterinnen selbstverständlich. Selbst die Reinigungskraft hat Validationsfortbildung gemacht. Es sind viele Menschen, die sich kümmern.

Und, vielleicht zugespitzt formuliert: Es gibt in diesen Häusern ein Frühwarnsystem. Es gibt Häuser, da brauchst du keine Heimaufsicht, weil sie 365 Tage im Haus ist. Das ist der Kontrast. Ich sage klar: Diese schlechte Pflege, diese Missstände, diese Skandale sind kein Tsunami.

Deutschlandradio Kultur: Ich komme nochmal zurück zu dem ominösen System, was wir schon benannt haben. Herr Fussek, Sie kennen die Gleichung, wonach 20 Millionen Rentner auch 20 Millionen Wähler sind. Und weil die Alten so zahlreich sind, kümmert sich die Politik üblicherweise besonders um sie. Ich denke mal an die Mütterrente, an die Rente mit 63 usw. usf. Beim Thema Pflege, und da sind ja gerade Alte betroffen, hört die Fürsorge aber offensichtlich auf. Da hört man von der Politik nicht so viel, außer in Sonntagsreden. – Haben Sie eine Erklärung, warum das so ist?

Claus Fussek: Es gibt ein wunderbares Zitat meines leider verstorbenen Freundes Dieter Hildebrandt. Der sagte mir mal: "Wer überall die Finger drin hat, der kann keine Faust mehr ballen."

Und wenn man die Protagonisten bei Altenpflegekongressen sieht, das sind ja Events, der Hildebrandt war auch mal mit mir dabei und fragte, „bin ich hier auf der Cebit", wenn du diese Stimmung, diese Atmosphäre siehst, siehst, welche Tagungsgebühren es gibt, hat man das Gefühl: Wieso Notstand? Dann erzählt man dort, dass wir einen Pflege-TÜV haben, der natürlich Schwachsinn ist, aber wir haben, wenn Sie so wollen, das bestzertifizierteste Pflegesystem aller Zeiten. Gehen Sie in die Eingangshalle eines Krankenhauses, überall Zertifikate – super, super, super.

Und jetzt erleben wir so eine absolut paradoxe Situation. Pflegekräfte jammern immer, dass sie keine Zeit haben zu pflegen, weil sie so viel bürokratisch dokumentieren müssen. Klar, von Bürokratie leben übrigens ganze Dokumentenhersteller. Und jetzt erkläre mal den Pflegekräften, dokumentiert doch einfach nur ehrlich das, was ihr leisten könnt. Dann haben wir das doch Schwarz auf Weiß. Das sagt sogar die Chefin vom MDK Bayern. Und dann erklären die dir, nee, das wollen, dürfen wir nicht. Das heißt, sie fälschen die Dokumentationen...

Deutschlandradio Kultur: ..., weil sonst die Pflegeleitung sagt, du bist nicht schnell genug.

"Im Fußball nennt man das Eigentor"

Claus Fussek: Du bist nicht schnell genug! Im Fußball nennt man das Eigentor. Aber die Konsequenz heißt doch: Dokumentiert es doch ehrlich! Solidarisiert euch! Wenn sich alle Pflegekräfte mit allen Angehörigen, und vielleicht nehmen wir die Ärzte noch dazu, solidarisieren würden, dann wären sie mächtiger wie alle Fluglotsen und Lokomotivführer zusammen.

Klar, Politik reagiert auf Macht. Ich erlebe bei Talkshows viele Politiker. Die sind ja auch nicht für schlechte Pflege. Und dann sagen die mir: Herr Fussek, ich war im Heim. Ich war da und dort und dort. Es ist alles super, alles toll.

Man muss sich das vorstellen: Die Politiker kommen natürlich angemeldet in die Heime. Das ist ja pervers. Dümmer geht's ja wirklich nimmer. Das heißt, sie haben 100 Prozent Kundenzufriedenheit. Das schafft man nicht mal in Nordkorea. Menschen, die nie in einem Doppelzimmer sind, sind plötzlich die glücklichsten Menschen und erzählen dann dem Politiker, dass sie jetzt viel glücklicher sind wie zu Hause. So viel Pflegekräfte, wie an dem Tag da sind... - muss man es weiterführen? Nee.

Deutschlandradio Kultur: Reden wir an der Stelle weiter über Öffentlichkeit herstellen, Bewusstsein schaffen bei diesem Thema. Angeregt vom und unterstützt durch den Sozialverband VDK sind jetzt sieben Privatpersonen mit einer Verfassungsklage vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gezogen. Sie sehen durch die Situation in zahllosen Pflegeheimen die garantierte Unantastbarkeit der Menschenwürde verletzt und fordern ein pflegerisches Existenzminimum in den Heimen. Da sei der Staat zu umgehender Hilfe verpflichtet. - Die Klage muss Ihnen doch gefallen. Denn die Argumentation ist doch eigentlich Fussek pur. Was halten Sie davon?

Claus Fussek: Natürlich, jedes Thema, das wieder mal das Thema Pflege in die Öffentlichkeit und zum Nachdenken bringt, ist sinnvoll. Ich habe ein paar Magenschmerzen dabei, weil wir die Dinge, die in den Heimen laufen, alle wissen. Der Staat sind ja wir. Das heißt, die Akteure vor Ort sind Bürgerinnen und Bürger, sind Pflegekräfte, die ihrer Verantwortung nicht nachkommen. Das sind Ärzte, die ihrer Verantwortung nicht nachkommen. Es sind Angehörige, die ihre Alten dort endgelagert haben, die sich nicht kümmern.

Also, würden wir in allen Häusern ein Frühwarnsystem haben oder – anders formuliert – würden alle, die in der Pflege Verantwortung haben, nur ihrer Verantwortung nachkommen, ihrer beruflichen, ethischen, christlichen, dann könnte es diese Missstände in dem Ausmaß nicht geben. Und ich könnte mir vorstellen, dass Richter beim Verfassungsgericht auch argumentieren werden: Moment mal, die Politik hat doch mit der Selbstverwaltung Verträge abgeschlossen.

Das heiß, Caritas, christlich, kirchlich, Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt, Diakonie haben ja per Vertrag erklärt, dass sie unter den gegebenen vom Staat, von den Kostenträgern gesetzten Rahmenbedingungen eine optimale, hervorragende qualitätsvolle Pflege erbringen. Hier müssen wir ansetzen. Hier wird betrogen. – Aber wir wissen es doch alle! Wir sind doch eine Gesellschaft, die bei Reisemängeln, bei Zugverspätungen sofort klagt und sofort sagt, dann kriege ich für nichterbrachte Leistung Geld zurück. In Pflegeheimen sehen Sie, es sind zwei Pflegekräfte für 25, 30 schwerstpflegebedürftige Menschen unterschiedlicher Stufen zuständig. Das sieht ja jeder, dass die Leistung gar nicht erbracht werden kann.

Dann schauen Sie sich die Abrechnung, die Dienstpläne an. Da steht was anderes. Das ist Betrug. Das ist Urkundenfälschung, wenn ich Dokumente fälsche. – Aber es interessiert niemanden. Ich habe noch nicht gehört, dass irgendwo der Staatsanwalt tätig wurde.

"Ich bin selber pflegender Angehöriger"

Deutschlandradio Kultur: Wen es in jedem Fall interessiert, sind natürlich außer den Pflegefällen selbst die Betroffenen. Und auch die erheben ja relativ selten ihre Stimme. Man liest gelegentlich von Protesten von Angehörigen. Ich habe vorhin, als wir das Gespräch vorbereitet haben, miterlebt, wie bei Ihnen Leute anrufen, Verwandte verzweifelt sind und Sie sich ja dann auch durchaus bemühen, die Leute zu aktivieren, dass sie das öffentlich machen, medienöffentlich machen. – Warum ist die Scheu so groß? Hat man Angst, dass es dann den Verwandten noch schlechter geht?

Claus Fussek: Eines für mich persönlich als christlich denkender Mensch ist mit das Grauenhafteste das Klima der Angst und des Schweigens. Ich stelle mir immer vor: Würden Sie Ihr Kind in einen Kindergarten geben, wenn Ihr Sohn sagt, ich habe Angst vor der Erzieherin? In den meisten Pflegeheimen sagen mir alle Angehörige: Bitte sagen Sie nichts. Ich bin selber pflegender Angehöriger. Ich habe das mit meiner dementen Tante erlebt, mit meinem schwer pflegebedürftigen Onkel erlebt in Krankenhäusern, in Pflegeheimen, mit meiner eigenen Mutter in der Klink, dass meine Mutter gesagt hat: Bitte sag nix, ich habe Angst.

Das muss man sich vorstellen! Und da frage ich auch die Pflegekräfte. Was habt ihr für ein Image, für ein Bild? Warum sorgt ihr nicht dafür? Viele Pflegekräfte sind ja für alte Menschen Schutzengel, manche Pflegekräfte müssen ja sogar die Alten vor deren eigenen Kindern oder Erben beschützen, so grotesk ist das Klima der Angst. Deswegen beschweren die Leute sich auch nicht.

Deutschlandradio Kultur: Herr Fussek, die Situation in der Pflege ist ja auch deswegen so vertrackt, weil die gesetzlichen Rahmenbedingungen teilweise hanebüchen sind: Auf der einen Seite die zeitraubende Überbürokratisierung mit den allgegenwärtigen Dokumentationsanforderungen, auf der anderen Seite das knallharte Diktat der Minutenpflege, dass menschliche Zuwendung buchstäblich nicht honoriert. Viele Pfleger, die sich kümmern und dafür ein Lob verdienen, müssen eher mit einem Anschiss rechnen. - Kann man aus der Sicht des Pflegepersonals diesem Dilemma überhaupt im Interesse der Patienten entkommen?

Claus Fussek: Ja selbstverständlich! Ich zitiere nochmal meinen Freund Dieter Hildebrandt, der immer gesagt hat: „Wer hat sich das ausgedacht? Es gibt keinen Menschen in Deutschland, wahrscheinlich weltweit, der irgendwann nach Minuten im Akkord gepflegt werden möchte." Die Mitarbeiter beim medizinischen Dienst, die immer gern Feindbild sind, waren ja selber Pflegekräfte oder sind Pflegekräfte. Die wissen auch, wie man Dokumente fälscht und die wissen auch, dass diese Dokumentationen nicht plausibel sind. Ein Mitarbeiter vom MDK, der auch wieder anonym bleiben wollte, sagte mir: Sind wir doch mal ehrlich – "sind wir doch mal ehrlich", den Satz kann ich schon nicht mehr hören, die guten Noten sind nur dazu da, damit die Gesellschaft ruhig schlafen kann. Wir wissen es. Die Noten, ein Riesengeschäft...

Deutschlandradio Kultur: Sagen wir kurz dazu für alle, die sich nicht auskennen, der Notendurchschnitt liegt in deutschen Pflegeheimen bei 1,3, eine fette Eins minus. Jedes Jahr wird geprüft und alle sind zufrieden.

Claus Fussek: Man muss sich das mal vorstellen: 1,3! Gleichzeitig kollabiert die Pflege. Stellen Sie sich vor, wir hätten bundesweit Abiturdurchschnitt 1,3. Das würde doch keiner ernst nehmen.

Deutschlandradio Kultur: ... und dann können die Leute nicht lesen und schreiben, um im Bild zu bleiben ...

"Wir haben eine groteske Situation"

Claus Fussek: Das heißt, das ist von Menschen gemacht. Auch die Politik steht fassungslos vor einem Problem, wird aber natürlich von Pflegefunktionären irgendwie immer wieder ruhig gestellt.

Solange wir als Bevölkerung leidenschaftlich über Maut, über Sonntagsfahrverbot, Kopftuch und so was diskutieren, wir müssen das Thema Pflege zur Schicksalsfrage der Nation machen, und zwar ganz einfach deshalb, weil es uns früher oder später alle angehen wird.

Deutschlandradio Kultur: Stimmen Sie eigentlich der Einschätzung zu, dass in vielen Heimen, wir reden nicht von allen, aber von vielen Heimen, Teile des Pflegepersonals oftmals völlig ungeeignet für den Beruf sind, zudem auch noch schlecht ausgebildet? Aber der Einsatz dieser Leute ist aus Mangel an Alternativen tägliche Praxis nach dem Motto: Wir müssen nehmen, wen wir bekommen?

Claus Fussek: Das ist nicht eine Meinung von mir, sondern das ist Fakt. Das wird Ihnen jeder Lehrer, jede Lehrerin, die ehrlich ist, in einer Altenpflegeschule sagen. In vielen Schulen werden Menschen aufgenommen, vom Jobcenter geschickt, weil die Schulen davon leben, dass die Klassen voll sind, wie man so salopp sagt. Das ist eine ganz zentrale Frage. Hier werden die Weichen gestellt. Das heißt, die Schulen tragen hier die Mitverantwortung, wenn sie Menschen in diesen Beruf hinein drängen, der oder die für diesen Beruf vollkommen ungeeignet ist.

Ich spitze es manchmal zu: Menschen, die in keinem Tierpark wegen fehlender Empathie, wegen fehlender sozialer Kompetenz geeignet sind, schicken wir in die Altenpflege. Also, wir haben eine groteske Situation. Auf der einen Seite jammern wir wegen dem schlechten Image, haben Akademisierungs-Diskussionen. Und gleichzeitig nehmen wir unten die Schwächsten der Schwachen und lassen die dann wieder allein. Was heißt allein? Ich bin immer wieder in Kontakt mit Altenpflegeschulen. Im Unterricht sitzen Menschen hoch motiviert. Sie müssten mal ein Interview machen mit Schülerinnen und Schülern. Wahrscheinlich müssten Sie es anonymisiert machen, wenn die erzählen, wie der Nachwuchs verheizt wird, ausgebeutet wird, verbrannt wird. Hoch motivierte Schülerinnen werfen das Handtuch in der Ausbildung. Ich habe Schüler mit 22 Jahren im Burnout. Und alle Lehrer wissen Bescheid, alle Schulen wissen Bescheid. Und die Täter sind hier die Heime, die Einrichtungen, übrigens auch die Krankenhäuser.

Und da ist nicht der Gesetzgeber gefragt, weil, die verstoßen gegen geltendes Recht. Das ist verboten. Sie dürfen Auszubildende nicht verheizen. Aber ich bin natürlich dann auch bei den Angehörigen, bei den Erben, die das ja auch sehen. Ich würde meine Mutter nicht einer Schülerin, die kein Wort Deutsch spricht, anvertrauen und sagen, geben Sie meiner Mutter die Medikamente. Im Tierpark wird es nicht gemacht, weil man dort Interesse hat. In den Heimen hat man offensichtlich kapituliert.

Deutschlandradio Kultur: Es klang schon an. Die Durchschnittsnote des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen für die deutschen Heime liegt bei 1,3. Wir haben diesen Widerspruch schon aufgelöst, dass das eben sehr oft sehr, sehr unglaubwürdige Zahlen sind, wo man mit hochbürokratischen Pflegedokumentationen Pünktchen machen kann. Und dann wird nicht so genau geguckt, ob der Patient auch ordentlich gepflegt wird oder wundgelegen ist. - Wenn ich aber für einen Verwandten ein Pflegeheim suche und ich kann mich nicht nach dieser Durchschnittsnote richten, was mache ich denn dann, wenn ich nicht vom Fach bin? Wie finde ich für den Vater, für die Oma ein ordentliches bezahlbares Pflegeheim?

Claus Fussek: Ich frage Sie umgekehrt: Was machen Sie, wenn Sie einen Kindergarten oder einen Schulplatz suchen?

Deutschlandradio Kultur: Man tut sich um.

"Wer einen Heimplatz sucht, dann muss er in der Nähe sein"

Claus Fussek: Man hört sich um. Der Kindergartenplatz muss in der Nähe der Wohnung sein, weil, man will ja nicht stundenlang fahren. Außerdem sollen die Kinder im sozialen Umfeld sein – in der Schule ähnlich.

Beim Pflegeheim kann ich den Angehörigen ganz klar sagen: Wer einen Heimplatz sucht, dann muss er in der Nähe sein. Weil, es gibt kein Pflegeheim, das ohne regelmäßige Besuche, Mitarbeit, Engagement von Angehörigen eine gute Arbeit leisten kann. Das gilt für alle Häuser, übrigens auch Krankenhäuser.

Das Zweite ist: Sie fragen die Heimleitung: Gibt es bei Ihnen Beschwerden? Wenn die Heimleitung sagt, nee, bei uns ist alles in Ordnung, dann können Sie wieder gehen. Fragen Sie einen Schuldirektor, gibt es bei Ihnen Gewalt, und wenn er sagt, nein, dann fragen Sie: Haben Sie auch Schüler? – Also, absurd!

Das Nächste ist: Sie müssen reingehen – unangemeldet, in der Früh, abends. Wenn Sie bei wunderschönem Wetter in den Biergarten gehen und Sie gehen um 17.00/ 18.00 Uhr am Pflegeheim vorbei und es ist niemand mehr im Garten, können sie es vergessen. Fragen Sie die Pflegekräfte vor Ort. Ich sage es mal etwas pointiert: Fragen Sie den örtlichen Bestatter. Fragen Sie den Notarzt, den Rettungssanitäter, wenn Sie jemanden kennen. Der kennt alle Heime. Die kommen dann unangemeldet zu jeder Tages- und Nachtzeit. Die können es Ihnen sagen.

Ein Bestatter hat mir das mal so einfach gesagt: Ich werde in ein Heim gerufen: Wann holen Sie endlich die Leiche ab? Wir brauchen das Bett. Dann kommt er hin, die Leiche liegt irgendwie im Keller mit zwei blauen Müllsäcken. Und in einem anderen Heim heißt es: Können Sie bitte drei Stunden später kommen, wir nehmen gerade Abschied. Das sind so ganz kleine Sachen. Sie spüren es. - Sind auf den Tischen Tischdecken, sind dort frische Blumen, stehen dort verschiedene Gläser? Welche Musik läuft? Läuft Popmusik, die das Personal hört, oder hören sie alte Volkslieder, die die alten Leute hören wollen? Einzelzimmer, Doppelzimmer? Kommen regelmäßig Fachärzte und -ärztinnen ins Krankenhaus, Zahnärzte, Gynäkologen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte?

Wie arbeitet man mit dem örtlichen Hospiz zusammen? Und die andere Frage: Wie riecht es und wie ist das Essen? Und reden Sie mit dem Koch! Haben Sie dort irgendjemanden, so einen Typ oder haben Sie da einen Koch mit Leidenschaft, mit Begeisterung, der individuelle Rezepte hat oder wenn Sie gefragt werden, was hat Ihre Mutter früher gerne gegessen und getrunken und was mag sie nicht? Ich kenne Heime, da sind am Tisch 25 Schnabelbecher. Ich weiß nicht, ob Sie den Rotwein früher aus dem Schnabelbecher getrunken haben. Also, solche kleinen Dinge, rumhören, Mund-zu-Mund-Propaganda.

Und wenn Ihnen die Heimleitung sagt, ihre Mutter kann gerne mal vier Wochen bei uns Probewohnen und, wenn es ihr nicht gefällt, dürfen Sie ohne Kündigungsfrist wieder ausziehen, das sind Kriterien – wenn die ehrlich sind, authentisch sind.

Deutschlandradio Kultur: Herr Fussek, zum Jahreswechsel kommt mal wieder eine Pflegereform. Es gibt mehr Geld für Pflegeleistungen, also auch für die einzelnen Pflegestufen, weswegen die Pflegeversicherung ja auch moderat teurer wird. Der zuständige Gesundheitsminister Hermann Gröhe von der CDU sagt, mit der Reform werde auch die Pflegequalität in stationären Einrichtungen besser werden. – Glauben Sie dem Minister?

Claus Fussek: Wissen Sie, der Minister ist Stellvertreter. Ihn greife ich nicht an. Er hat einen schlechten Job. Den will auch niemand haben. Wenn er gesagt hätte, ich hoffe, dass es besser wird, dann wäre er ehrlich.

"Wir reden doch hier über Grundrechte, über Menschenrechte"

Deutschlandradio Kultur: Hoffnung ist keine politische Kategorie.

Claus Fussek: Er ahnt es natürlich, wenn er ehrlich ist. Wenn er unangemeldet wäre, könnte er sich davon überzeugen. Natürlich wird es da und dort besser. Wenn ein bisschen mehr Geld kommt, wird es dem einen oder anderem besser gehen. Aber wissen Sie, mich erinnern diese homöopathischen kosmetischen Veränderungen in den Pflegegesetzen - die ja interessanterweise immer noch jahrelang diskutiert worden sind, und dann schämt man sich nicht, ein halbes Prozent Erhöhung -, mich erinnert das ein bisschen, als wenn wir beim Hochwasser sind. Das Wasser steigt und irgendjemand sagt, mehr wie 10.000 Sandsäcke gibt es nicht. Und dann hofft man, dass das Hochwasser sich danach richtet.

Wir müssen in der Pflege alle gemeinsam endlich ehrlich diese Probleme benennen und dann gemeinsam Lösungen suchen. Die Wünsche der meisten Bewohnerinnen und Bewohner in den Heimen sind ja bescheiden. Wir reden über Essen und Trinken. Wir reden über Toilette, über frische Luft. Wir würden dafür sorgen, dass alte demente Frauen von Frauen gewaschen werden. Das ist in jedem Gefängnis geschlechtsspezifisch. Das heißt, wir reden doch hier über Grundrechte, über Menschenrechte.

Und die letzte Forderung, die wir in diesen Katalog aufgenommen haben ist, in Würde, schmerzfrei und nicht alleine sterben. Das kann doch keine Sache der Finanzierbarkeit sein. Also, ich wundere mich immer, dass sich niemand schämt. Das heißt, warum sagt man da nicht ehrlich, liebe Alte, liebe Pflegebedürftige, mehr war nicht drin. Wir haben andere Prioritäten in diesem Lande. Und ihr habt halt einfach Pech gehabt. Aber dann reden wir halt nicht mehr von hochwertiger Pflege, sondern reden von Normalversorgung. Und dann sind wir auch ehrlich bei der Sterbehilfediskussion und sagen halt, wer zu teuer ist.

In Deutschland ist die Würde des Menschen altersabhängig. Das behaupte ich. Die meisten Pflegeheime und Krankenhäuser sind weitgehend rechtsfreie Räume. Der Staatsanwalt ist hier nicht tätig. Aber auch hier sage ich wieder, es empört niemanden. Haben Sie von den Kirchen was gehört? Nein.

Deutschlandradio Kultur: Schon heute haben wir fast anderthalb Millionen Demenzpatienten in Deutschland. Die Tendenz ist steigend. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Neuerdings gibt es in bescheidenem Rahmen auch Geld aus der Pflegekasse, wenn man körperlich noch fit ist, aber der Kopf eben nicht mehr mitspielt. Das klingt selbstverständlich, war es aber jahrzehntelang nicht. Seit Jahren wird an einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff herumgedoktert - Sie lachen schon -, der im Gegensatz zu den heutigen Pflegestufen eher danach fragt, was kann der Mensch noch und welche Unterstützung benötigt er, um noch möglichst selbständig leben zu können, solange es denn geht.

Dieser Begriff ist seit 2008 in Rede. Deswegen, unterstelle ich mal, lachen Sie, weil, es wird geredet und geredet, aber vor 2017 kommt er nicht. Sie sagten schon an anderer Stelle, die Politik hat nicht ein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. - Wird eigentlich bewusst auf Zeit gespielt, weil man weiß, das wird teuer? Vier Milliarden Euro im Jahr könnte es kosten, wenn man sich vernünftig um Demenzpatienten kümmern würde.

Claus Fussek: Was wir - nicht ich allein - seit Jahrzehnten hätte ich schon bald wieder gesagt, also seit vielen, vielen Jahren fordern, ist ein Paradigmenwechsel in der Pflege. Es ist doch pervers. Je schlechter man pflegt, desto mehr Geld kriegt man aus dem System. Man müsste es umdrehen, wie es das Gesetz es auch vorsieht. Das Herzstück in der Pflegeversicherung war seit Norbert Blüm schon Prävention vor Rehabilitation vor Pflege. Würden wir hier Geld investieren dafür zu sorgen, dass die Menschen länger zu Hause bleiben können, dass sie nicht stürzen, dass sie bei geringer Hilfsbedürftigkeit bereits Unterstützung bekommen, dass es ein Anreizsystem gibt, dass Menschen durch Krankengymnastik, durch Logopädie, durch Ergotherapie stabil bleiben, dann würden wir die Pflegestufen hinauszögern. Wir können sie sogar weitgehend verhindern.

Ich kenne Einrichtungen, die tolle Arbeit machen. Da werden die Pflegestufen rückgestuft. Aber dafür werden sie bestraft. Dafür gibt's weniger Personal. Also, da könnte ich mich in Rage reden, weil, es ist ja genau andersrum. Wir leisten uns einen ethischen und volkswirtschaftlichen Irrsinn. Wir geben Milliarden in die schlechte Pflege. Und ich behaupte, würden wir die Pflege verbessern, würden wir umdenken, würden wir die Lebensqualität verbessern - übrigens auch die Arbeitszufriedenheit des Personals, weil, dann haben die Erfolgserlebnisse – und die Schlechten bestrafen.

Rechnen Sie einfach mal aus, was allein fehlende Dekubitus-Prophylaxe kostet. Oder ich habe hier eine Broschüre Prävention, die Verhinderung von Kontrakturen. Man muss sich das vorstellen. Menschen werden in die Betten gelegt, kriegen eine Magensonde, eine Windel. Die geben auf, werden nicht mobilisiert, kriegen Kontrakturen, Gelenkversteifungen und kriegen dann eine höhere Stufe.

"Die Menschen haben aufgegeben"

Deutschlandradio Kultur: Zynisch gesagt: Dann hat es sich ja gelohnt.

Claus Fussek: Zynisch hat es sich gelohnt, aber dieser Zynismus ist blanke Pflegerealität. Allein in diesem Heftchen können sie nachlesen, wie Sie mit gezielter Rehabilitation Kontrakturen vermeiden. Die Leute bleiben selbständig. Ich kenne Häuser, da liegt niemand im Bett, nachts natürlich, aber nicht aus Pflegegründen. Ich kenne Heime, da gibt es keinen Fixiergurt. Ich kenne Heime, die sind stolz, dass sie keine Magensonde haben und auch keinen Dauerkatheter.

Deutschlandradio Kultur: Zur Erklärung: Magensonde deswegen, weil gerade bei Alzheimer-Patienten dauert es mit dem Essen oft ewig. Dafür ist die Zeit nicht da. Also Magensonde, muss man sich nicht weiter kümmern.

Claus Fussek: Was wäre in Deutschland los, würden wir in einem Zoo einen kleinen Eisbären, der lange zum Essen braucht, mit der Sonde ernähren? Oder nehmen Sie ein anderes Beispiel. Und das, was ich Ihnen erzähle, sagen mir Pflegekräfte, die es anders gelernt habe, die verzweifelt sind, die sich schämen. Überlegen sie sich selber, sie fahren jetzt mit dem Zug und die Toiletten sind verstopft und der Schaffner würde kommen und sagen, hier ist eine Windel – oder irgendwas Paradoxes. Da würde jeder sagen, sagt mal, seid ihr irre. In Pflegeheimen ist es Normalität.

Das heißt, die Menschen haben aufgegeben. Sie sind einsam, liegen im Bett. Es kümmert sich niemand um sie. Und wir wundern uns, dass das System so teuer ist.

Das heißt, wir haben ein absurdes Pflegesystem, das wir noch zertifiziert haben und das wahnsinnig teuer ist. Warum schaffen wir nicht dieses Umdenken, dass wir, so wie es gesetzlich vorgesehen ist, dafür sorgen, dass die Menschen möglichst lange selbständig, möglichst lange zu Hause sind? Natürlich hat im Pflegeheim kein alter Mensch mehr Interesse, irgendwas zu aktivieren, wenn er weiß, er kommt sowieso um 17.00 Uhr ins Bett. Soll sich einfach jeder Mal Gedanken machen. Und das wäre mein Wunsch: Versetzen Sie sich einfach mal in die Situation alter kranker, behinderter, sterbender Menschen und überlegen Sie, wie Sie es gerne hätten oder ob Sie so was für Würde halten.

Und ich glaube, was wir bräuchten wären Menschenrechtsgruppen, Kirchen, die sich hier positionieren. Und niemand rührt sich. Keiner schreit auf. Keiner schämt sich – und das in einem Land, das immer, wenn gegen die Menschenrechte in anderen Ländern verstoßen wird, an erster Stelle den Mund aufmacht.

Deutschlandradio Kultur: Vielen Dank, Herr Fussek.

Claus Fussek, Jahrgang 1953, ist Sozialpädagoge und Autor. Hauptberuflich ist er seit 1978 im ambulanten Beratungs- und Pflegedienst "Vereinigung Integrationsförderung" in München tätig. Seit vielen Jahren kritisiert der Bayer in zahlreichen Publikationen Missstände in der Altenpflege, analysiert deren Ursachen und entwickelt Lösungsansätze zur Bewältigung der Problematik. Zuletzt erschien von ihm das Buch "Es ist genug – Auch alten Menschen haben Rechte" (zusammen mit Gottlob Schober). 2008 wurde Fussek für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Tacheles

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