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Literatur | Beitrag vom 06.11.2016

Peter Weiss, Ästhetiker des Widerstands"Besser als eine Psychoanalyse wäre die Revolution"

Von Helmut Böttiger

Der Schriftsteller, Maler und Regisseur Peter Weiss in den 60-er Jahren: "Die Ermittlung", sein Stück über den Frankfurter Auschwitz-Prozess, wurde am 19. Oktober 1965 an mehreren Theatern in Deutschland sowie der DDR uraufgeführt. (picture-alliance / dpa / Manfred Rehm)
Der Schriftsteller, Maler und Regisseur Peter Weiss in den 60-er Jahren: "Die Ermittlung", sein Stück über den Frankfurter Auschwitz-Prozess, wurde am 19. Oktober 1965 an mehreren Theatern in Deutschland sowie der DDR uraufgeführt. (picture-alliance / dpa / Manfred Rehm)

Die "Ästhetik des Widerstands" von Peter Weiss, der am 8. November den 100. Geburtstag feiern würde, erzählt von der Rolle der Kunst im Kampf gegen den Faschismus - und inspiriert noch heute.

Die "Ästhetik des Widerstands" von Peter Weiss (1916 - 1982), in drei Bänden zwischen 1975 und 1981 erschienen, ist ein großangelegter Epochenroman über den Widerstand gegen den Faschismus.

Weiss, als Sohn bürgerlicher deutscher Juden geboren, brauchte einen langen Anlauf, um zu diesem Kompendium verschiedenster sozialistischer Politik- und Kunstvorstellungen zu gelangen. Psychoanalyse, Surrealismus und der Dokumentarfilm waren wichtige Stationen für den in der schwedischen Emigration lebenden Künstler, bevor er mit seiner deutschen Prosa endlich Erfolg hatte.

Ob und wie die Kunst im politischen Widerstand der letzte mögliche Fluchtpunkt sein kann, darüber haben die Exegeten des mehr als 1000-seitigen Romans immer wieder gestritten. Für manchen Schriftsteller ist eines der bedeutendsten Großprojekte deutscher Prosa nach 1945 noch heute Maßstab und Inspiration.

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