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Feiertag / Archiv | Beitrag vom 17.01.2016

"Pegida" und die HeidenangstSind Christen gegen Angst gefeit?

Von Jens Daniel Schubert, Dresden

Teilnehmer haben sich am 23.11.2015 auf dem Theaterplatz in Dresden (Sachsen) während einer Kundgebung des Bündnisses Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) versammelt. (pa/dpa/Burgi)
Pegida und die Heidenangst. Heidenangst ist mehr als die "Angst vor den Heiden" aus dem Morgenland, so Jens Daniel Schubert. (pa/dpa/Burgi)

Pegida und die Heidenangst. Spricht ein Christ bewusst von Heidenspaß, Heidengeld und eben auch von Heidenangst, dann aus der Überzeugung, dass das ihn nicht betrifft. Heidenangst – die haben nur die anderen. Doch was ist das für eine Angst, die man selber um keinen Preis haben und nur den anderen andichten will?

Was hat Angst mit Gott zu tun, oder umgekehrt, welche Angst kann mir Gott nehmen, wenn ich an ihn glaube? Denn genau da liegt ja der Unterschied: Wer an Gott glaubt, ist kein Heide, seine Angst ist keine Heidenangst. Niemals. Oder ... ?

Heidenangst ist eine große, eine unverhältnismäßige Angst. Eine, gegen die kein Kraut gewachsen zu sein scheint und kein Trost erdacht werden kann.
Ist es diese Maßlosigkeit, die Grenzenlosigkeit, die eine Heidenangst ausmacht? Angst, die einen ins Bodenlose fallen lässt. Angst, gegen die man sich rüsten, gegen die man aufschreien muss. Ist sie die Folge oder gar eine gerechte Strafe für Heidenspaß und Heidengeld?

Als ich eine Predigt über diese Begriffe hörte, klang das fast so. Der Pfarrer fragte, wie man, den Wertvorstellungen und Normen der Kirche folgend, echte Freude erleben könne, statt einen Heidenspaß zu haben.

Und er regte an, über Bescheidenheit und Zurückhaltung im Umgang mit materiellen Werten und Wohlstand nachzudenken, statt ein Heidengeld auszugeben für Dinge, die doch nicht glücklich machen. Schließlich habe ja Jesus selbst von dem Kamel gesprochen, das leichter durch das Nadelöhr ginge, als ein Reicher ins Paradies. Der Pfarrer klang ganz vernünftig. Und es war auch folgerichtig in Hinblick auf die Heidenangst. Denn wer sich auf die wirklich wichtigen Dinge und die wahre Freude konzentriert, muss keine Angst haben, etwas zu verlieren: Freude, Freundschaft, Glaube, Liebe, Hoffnung – all das sind Dinge, die wachsen, wenn man sie teilt. Das sind die berühmten Schätze, die kein Dieb stehlen, die keine Würmer oder Motten zerfressen können. Da brauche ich keine Angst zu haben. (Mt 6,20)

Angst ist etwas Schlimmes. Als vierfacher Vater weiß ich sehr gut, dass ein Kind sehr klein und das Vertrauen in den Vater sehr groß sein muss, will man ihm die Angst "ausreden": "Du musst doch keine Angst haben!" ist kein probates Argument. Gerade im vergangenen Jahr sind in unserer Gesellschaft viele Ängste aufgekommen; sie wurden geschürt, sind gewachsen. Angst vor Fremdem, das uns stört, uns etwas nimmt vom Vertrauten, Liebgewordenen, vom gerade erst Errungenen.

In manch eines Bürgers Ohr klingt Angela Merkels "Wir schaffen das!" ein wenig wie "Ihr müsst doch keine Angst haben". Aufgeklärte und mündige Bürger wollen aber auch wissen, warum sie keine Angst zu haben brauchen. Und wie zu schaffen ist, was geschafft werden soll.

Vertrauen heißt das Zauberwort, wo Zutrauen nicht mehr hilft. Wenn mein Kind mir nicht zu-traut, dass ich die Situation, die ihm Angst macht, im Griff habe und beherrschen kann, dann kann es dem Vater nur noch vertrauen. Und wenn das Vertrauen erschüttert ist, dann kann ich mit Engelszungen reden: die Angst bleibt. Je älter, je erfahrener das Kind ist, desto mehr erkennt es in meinem endlosen Reden meine Rat- und Hilflosigkeit, ja vielleicht sogar, dass ich selber Angst habe.

Die "besorgten Bürger", wie sie sich beispielsweise allwöchentlich zu Tausenden in meiner Heimatstadt Dresden bei den "Pegida-Abendspaziergängen" treffen - sind keine zutraulichen Kleinkinder. Sie sehen nicht, wie "die da oben" das schaffen wollen, sie trauen es denen nicht zu. Und Vertrauen in die Politik haben sie erst recht nicht.

Bei den "Abendspaziergängen" durch Dresden protestieren sie gegen "die da oben, die es falsch machen". Rechte Populisten nutzen das aus. Sie schüren Ängste, heizen das mutwillige "Meckern" an, machen aus Schwierigkeiten unlösbare Probleme und suchen Sündenböcke, die man mit Geschrei und Prügel in die Wüste jagen kann. Und sie tun so, als gäbe es, mit dem richtigen "Führer" einfache, gute Lösungen. Sie provozieren einen Widerstand, der sich, auch wenn "gewaltlos" als Parole vorangetragen wird, in gewaltsamen Aktionen, etwa gegen Asylunterkünfte oder Menschen, die der eigenen Gesinnung zuwider laufen, Bahn bricht. Mir macht das Angst.

"Du musst doch keine Angst haben!" Irgendwie erinnerte mich die Predigt, die ich gehört hatte, an dieses tröstlich gemeinte Elternwort. Nur wer sich mit Heidengeld einen Heidenspaß finanziert, wird von der Heidenangst heimgesucht, sagte der Pfarrer.

Immer brav, bescheiden, tugendsam - dann kommt man auch nicht vom rechten Wege ab. Eigentlich ganz einfach. Wirklich? Ich glaube, Gott will keine lauen Nachfolger, keine, die sich Freude und Spaß nur deswegen limitieren, um nicht auf die Nase zu fallen.

Jesus erzählt die Geschichte vom "barmherzigen Vater", zu meiner Kinderzeit sprach man eher vom "verlorenen Sohn". (Lk 11, 15-32)

Der brave Sohn, der zu Hause geblieben ist, und immer - oder meistens, oder wenigstens doch überwiegend – Vaters Regeln befolgt hat, ist - verständlicherweise - verärgert:"So viele Jahre schon diene ich dir", sagt er, "und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet."

Tatsächlich hat der Vater sehnsüchtig auf die Heimkehr dessen gewartet, der ausgebrochen war. "Zahl mir mein Erbteil!", hatte der gefordert und war damit losgezogen, weg vom Gewohnten und Eingespielten. In eine aufregende Welt jenseits der bekannten Normen. Der Vater hat es nicht verhindert, wohl aber die Umkehr seines Sohnes erwartet. Sonst hätte er ihn nicht "schon von Weitem kommen sehen". Den, der das ganze Vermögen – ein Heidengeld – für einen Heidenspaß auf den Kopf gehauen hatte. Und dann: alles vergeben und vergessen, ein happy end? Das ist nicht gerecht. Und kein Plädoyer für maßvolles Verhalten, braves Hierbleiben.

Die Moral von der Geschichte? Die Liebe des barmherzigen Vaters gilt nicht zuerst den Lauen, die Heiß und Kalt meiden, um sich nicht zu verletzen. Die nur gerade Wege gehen, um nicht anzuecken. Diese Angst, das Falsche zu tun, ist keine Heidenangst. Es ist die Angst vor dem Risiko. No risk, no fun, sagt man heute und meint, dass man für ein echtes Vergnügen auch mal was wagen muss, oder, umgekehrt, wer immer auf Nummer sicher geht, keinen Spaß hat. Ich glaube, weder das eine noch das andere hat mit christlich oder unchristlich zu tun.

Pegida und die Heidenangst. Angst vor den Heiden? Wie vor knapp dreihundert Jahren, als die Türken vor Wien standen, Krummsäbel schwingende Barbaren, denen man alles zutrauen konnte?

Anfangs hielt ich Pegida ja für einen Witz. Ich konnte im Ernst nicht glauben, dass es Menschen gibt, die vor einer "Islamisierung des Abendlandes" Angst haben. Schließlich hat das mit der "Christianisierung" doch auch nicht geklappt!

Ja, Christentum und Islam, haben einen missionarischen Auftrag. Die eigene Überzeugung, den einzig wahren Gott in der allein richtigen Weise zu ehren, verbindet sie, wie der gemeinsame Ursprung bei Abraham, Isaak und Jakob.

Die Heilige Schrift berichtet vom ersten Märtyrer der Christenheit, dem heiligen Stephanus, wie er für seine Überzeugung gelitten hat, gesteinigt wurde und gestorben ist. Von einem Riss wird gesprochen, der durch die Familien gehen wird, weil der Glaube trennt. Von Folter und Tod wird gesprochen. Allerdings nicht davon, dass Christen Andersgläubige foltern und töten sollen, wenn sie nicht "rechtgläubig" sind. Auch die Christen haben lange gebraucht, bis sie verstanden haben, dass man den Glauben nicht mit dem Schwert verbreiten kann. Und davon überzeugt, dass der eigene Glaube der einzig wahre ist, sind ja offenbar noch immer sehr viele. Auch sehr viele Christen.

Nur dass man mich nicht falsch versteht: Ich glaube an Gott. Ich glaube an den Schöpfer, der uns in seinem menschgewordenen Sohn als Retter und in seinem Geist als Beistand gegenüber tritt. Ich glaube bewusst als Katholik. In dieser Kirche. In diesem Bekenntnis. Ich stehe dafür ein. Aber: es ist ein Glaube. Und wenn jemand anderes etwas anderes glaubt – oder behauptet, nichts zu glauben, was allerdings wenig glaubwürdig ist – dann muss ich das akzeptieren. So sehr ich in meinem Glauben Stärke und Trost, Hoffnung und Sinn erfahre und dieses auch anderen wünsche: Ich kann und will niemanden hindern, meinen Glauben nicht zu teilen.

Gott selbst hat, als er Gut von Böse schied, als er ein Gebot erließ, das zu halten sein Wille ist, dem Menschen die Möglichkeit gegeben, sich dagegen zu entscheiden. Gott hat dem Menschen sogar die Freiheit gegeben, sich gegen ihn zu entscheiden. Darf der Mensch dann diese Freiheit dem Mitmenschen verweigern? Selbst wenn mir offenbart wäre, wie Gott ist, selbst wenn ich Gut von Böse unterscheiden könnte, dürfte ich mich dem Willen Gottes, den Menschen die Freiheit zu schenken, nicht widersetzen.

Glaube ist Freiheit. Auch die Freiheit, einen anderen Glauben, eine andere Weltanschauung zu akzeptieren. Selbst dann, wenn der Andere diesen positiven Freiheitsbegriff nicht teilt.

Pegida und die Heidenangst. Heidenangst ist weit mehr als die "Angst vor den Heiden" aus dem Morgenland, die das Abendland überfremden würden. Wenn man Beängstigendes nicht zu fassen bekommt, wenn man es nicht einschätzen kann, man machtlos ist, das ist schlimm. Ein nicht enden wollender Strom von Fremden, der nicht zu stoppen ist. Das Verhalten von Menschen, die auf der Flucht sind, ist nicht kalkulierbar. Sie kommen nicht hierher, weil sie zu uns wollen, sondern weil sie da weg wollen, wo Krieg ist, es ihnen dreckig geht. Sie wollen nicht so leben wie wir, aber besser als bisher, wenigstens menschenwürdig behandelt werden. Sie suchen Freiheit, auch wenn sie unseren Freiheitsbegriff nicht teilen. Und keiner der gewohnten Abwehr -Mechanismen greift. Nicht die gefährlichen wie langen Wege. Nicht Meere, Flüsse, Grenzen. Nicht Bürokratie noch Amtsschimmel. Nicht die Medien, die sonst alles in gut verdaulichen Häppchen servieren. Nicht die Politiker, die abwarten, in welche Richtung der Mainstream geht. "Keine Obergrenze – wir schaffen das, auch wenn wir jetzt noch nicht wissen wie!" Ein Bekenntnis ohne greifbares Lösungskonzept. Ein Gespenst geht um in Europa. Da kann man schon Angst bekommen: Heidenangst?

Heidenangst, das ist etwas für Heiden. Als Christ brauche ich keine Heidenangst zu haben. Obwohl sie ein Thema ist, die Angst. Auch und gerade für Glaubende. Siebzig Mal findet sich in der Bibel Gottes Ermutigung: "Fürchte Dich nicht!", Vierzehn Mal steht sie im Neuen Testament. Es beginnt mit Josef, dem Mann der Gottesmutter. Der Engel ermuntert ihn, seine Verlobte, die ein Kind erwartet das nicht von ihm war, dennoch zu sich zu nehmen. Und es endet mit der Offenbarung, jener apokalyptischen Vision, die vom Ende der Tage berichtet. Und davon, dass die Gerechten Gottes Urteil nicht zu fürchten brauchen: "Fürchte Dich nicht!"

Die für mich spannendste Geschichte ist die, als Jesus seinen Jüngern, die mit dem Boot über den See fahren, auf dem Wasser laufend entgegen geht. (Mt 14, 22-33) Nach dem ersten Schrecken – sie meinen, er sei ein Gespenst – sagt er: "Habt Vertrauen, ich bin es, fürchtet euch nicht!" Und Petrus, das "Sprachrohr" der Jünger, wird daraufhin richtig übermütig: "Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme." Und als ihn Jesus dazu auffordert, steigt er aus dem Boot und geht tatsächlich über das Wasser auf Jesus zu. Doch dann bekommt er es mit der Angst zu tun - und beginnt unterzugehen. "Herr, rette mich!", schreit er, Jesus hilft ihm. Und er fragt ihn: "Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?"

Die Geschichte erzählt vom großen Vertrauen, das Petrus in Jesus hat. Das lässt ihn seine Angst überwinden und schier Unmögliches leisten: auf dem Wasser gehen. Allen Naturgesetzen, allen Erfahrungen, allen Erwartungen zum Trotz: Wenn Jesus sagt "Komm!", dann meint Er es so. Und wenn Er, sein Herr und Meister, es will, ist es möglich, kann man alles schaffen. Vertrauen. Gottvertrauen. Dann aber kriecht die Angst in Petrus hoch: die Wellen, der Wind, die Nacht, die entsetzten Zuschauer ... das war einfach zu viel. Da kriegt er Angst vor der eigenen Courage. Und beginnt unterzugehen. Gott sei Dank ist einer da, der das Schlimmste verhindert: Jesus. Ausgerechnet der, der ja eigentlich am meisten enttäuscht sein müsste über den plötzlichen Kleinmut, über die Angst, über das Einknicken. Jesus streckt seine Hand aus und zieht ihn aus dem Wasser.

Glauben macht niemanden unempfindlich für die Angst. Die Geschichte mit Petrus macht es sinnlich greifbar: Auch wer Gott direkt vor Augen hat und sich sicher ist, Seiner Weisung zu folgen – und wann ist das hier und heute schon mal der Fall? – kann es mit der Angst zu tun bekommen. Da schwinden Zutrauen und Vertrauen, dann ist der Grund, der eben noch trug, plötzlich weg und im Nu steht einem das Wasser bis zum Hals.

Ich glaube daran, dass Gott uns seine Liebe schon jetzt, schon hier erweist. Nicht erst, wenn ich gestorben bin. Dass ich sie erfahren kann und nicht bis ins Jenseits, nach dem Tod warten muss. Gott kann ich eine Menge zutrauen. Ihm kann ich vertrauen. Er hält mir seine Hand auch dann hin, wenn ich meinen Glauben verliere und Heidenangst mich überfällt.

Jesus ist, entgegen der Messias-Erwartungen seines Volkes, als armes Kind zur Welt gekommen. Er hat, so wird es überliefert, schon in den Kindertagen Flucht und Vertreibung erfahren. Er hat daraus seine Lehre abgeleitet: "Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." Das ist eine Aufforderung. Eine ohne Wenn und Aber, eine ohne Obergrenze. Aber in der Gewissheit: Wir schaffen das. Auch wenn es so unmöglich scheint, wie auf dem Wasser zu gehen. Wir müssen dazu nicht auf das Wunder von oben hoffen. Wir können, nein, als Christen müssen wir uns einbringen. Wir müssen uns beteiligen, aktiv werden. Nicht, indem wir uns - wie bei Pegida - in unseren Ängsten bestärken, sondern uns gegenseitig Mut machen. Nicht, indem wir beklagen, dass Integration eine Illusion sei und Multikulti oder Multireli nicht funktionieren könne, sondern indem wir dazu beitragen, dass es so gut wie möglich gelingt.

Wie die Dresdner Künstler, die mit und für Flüchtlinge, teilweise in deren Unterkünften, musizieren und Theater spielen. Wie der Begegnungstreff für Dresdner und Flüchtlinge montags im Staatsschauspiel. Wie die Fahrradwerkstatt, die Sportvereine mit ihren offenen Angeboten, die ehrenamtlichen Deutschkurse, die Wohnangebote Dresdner Pfarrgemeinden. Wie die Dresdner Kapellknaben, die Flüchtlingskinder zum Singen und Musizieren und gleichzeitig deren Eltern zum Deutschunterricht in ihr Haus einladen.

Aus Überzeugung, getragen vom eigenen Glauben, können Verständigung und Kompromissbereitschaft möglich werden. Dieser Glaube nimmt mir nicht die Angst. Die Angst, an meine Grenzen zu kommen, die Angst ausgenutzt zu werden, die Angst, dass die Politik versagt oder die Medien manipulativ arbeiten, die Angst, dass die Falschen das Sagen haben, dass die Extremisten Übermacht gewinnen, dass die schlagenden Argumente mehr zählen als die vernünftigen, dass Gewalt um sich greift und darunter - wie immer - die Schwächsten leiden. All diese Ängste bleiben. Aber sie haben nicht das letzte Wort. Nicht das allerletzte. Man kann ihnen Stück für Stück begegnen. Aus dem eigenen Glauben, aus der eigenen Hoffnung, aus der eigenen Liebe. Das beste Zeugnis des eigenen Glaubens ist ein glaubwürdiges Leben. Pegida und die Heidenangst. Als Christen sollten wir dagegen gefeit sein. Glaube ich.

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