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Kulturnachrichten

Mittwoch, 5. Februar 2014

Google vs. EU-Kommission: Einigung möglich

Drei Jahre dauert der Streit zwischen der EU-Kommission und dem Internetkonzern Google bereits, nun scheint eine Einigung in Sicht.

Der zuständige EU-Kommissar Joaquín Almunia teilte mit, man sei mit den Zugeständnissen des Konzerns grundsätzlich einverstanden. Die europäischen Wettbewerbshüter hatten Google in einem Kartellverfahren mit einer Millardenstrafe gedroht. Sie werfen dem Konzern vor, bei den Suchanzeigen Angebote konkurrierender Unternehmen zu benachteiligen und eigene Produkte in den Vordergrund zu rücken. Google will nun die Anzeige der Ergebnisse ändern.

Vatikan-Botschaft: Kritik an Ernennung Schavans

Annette Schavan als Botschafterin im Vatikan sei ein Affront gegenüber der katholischen Kirche.

Mit diesen Worten kritisiert das "Forum Deutscher Katholiken" die Personalentscheidung in einer Erklärung. Neben ihrem Vorgehen als Ministerin, etwa im Umgang mit embryonalen Stammzellen, greift das Forum auch die Umstände ihres Rücktritts an. Der Zusammenschluss papst- und kirchentreuer Katholiken weist darauf hin, dass Schavan der Doktortitel wegen massiver Täuschungen entzogen wurde. Wer sich so verhalte, sei nicht geeignet für diesen wichtigen Posten.

Ukrainische Schriftstellerin über Proteste in Kiews

Die Menschen schlafen in besetzten Häusern, sie haben Kantinen für Demonstranten eingerichtet und verarzten die Verletzten.

Die Protestbewegung auf dem zentralen Platz "Maidan" in der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat eine eigene Infrastruktur entwickelt. Das berichtet die ukrainische Schriftstellerin Kateryna Mishchenko im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Die Protestler seien mittlerweile sehr gut organisiert. Darüber hinaus hätten sie auch eine eigene Kultur hervorgebracht - von der Kleidermode bis zum Denken. Die Menschen auf dem Maidan wollten mit ihren Ideen gezielt Druck auf die ukrainische politische Opposition ausüben, um ihre Ziele zu erreichen. Bislang seien sie aber relativ erfolglos gewesen.

Tauber japanischer Starkomponist hatte einen Ghost-Writer

Er wurde als "Beethoven des digitalen Zeitalters" bezeichnet - der taube Starkomponist Mamoru Samuragochi.

Jetzt hat der Japaner zugegeben, dass seine Werke zu einem großen Teil gar nicht von ihm selbst stammen. Wie sein Anwalt mitteilte, hatte er einen Ghost-Komponisten engagiert. Samuragochi bedauere zutiefst, andere Menschen betrogen zu haben. Der japanische Rundfunksender NHK hatte den tauben Komponisten zuletzt mit einer umfangreichen Dokumentation gewürdigt. Auch der Sender entschuldigte sich für seine fehlerhafte journalistische Arbeit.

Samuragochi ist mit 35 Jahren taub geworden, setzte seine Arbeit aber fort. Der heute 50-Jährige wurde vor allem für die "Hiroshima"-Sinfonie bekannt.

Iranischer Außenminister muss sich für Holocaust-Verurteilung rechtfertigen

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat den Holocaust als eine "entsetzliche Tragödie" bezeichnet.

Dafür muss er sich jetzt vor dem Parlament in Teheran rechtfertigen. Das berichten mehrere iranische Medien. Sarif hatte in einem Fernsehinterview gesagt, der Holocaust dürfe nie wieder passieren. Der frühere Staatschef Mahmud Ahmadinedschad hatte während seiner Amtszeit mehrmals den systematischen Völkermord an den Juden geleugnet und als "Märchen" bezeichnet. Der neue Präsident Hassan Rohani und sein Außenmi
nister Sarif haben sich in dieser Frage von Ahmadinedschad distanziert. Die Kritiker von Rohani im Parlament versuchen, dies als einen Kurswechsel gegenüber dem Erzfeind Israel auszulegen.

Pax Christi gegen Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien

Die geplanten Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien sind nichts anderes als empörend.

Das findet die Bundesvorsitzende der Friedensorganisation Pax Christi, Wiltrud Rösch-Metzler. Sie sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", deutsche Waffenlieferungen trieben die Rüstungsspirale im Nahen Osten weiter an. Die Bundesregierung umgehe mit dem geplanten Export von Patrouillenbooten auch ihre eigenen Grundsätze, nicht mehr an Staaten mit schlechter Menschenrechtslage zu liefern. Gemeinsam mit anderen Initiativen forderte Pax Christi die Bundesregierung auf, Waffenexporte in Spannungsgebiete generell zu verbieten.

Das betreffe auch die zuletzt diskutierte Lieferung von Schnellbooten an die israelische Marine.

Internetfernsehen: Fernsehen über das Netz wird beliebter

Die Röhre hat bald ausgedient, der Screen ist angesagt.

Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Infratest zufolge schauen immer mehr Deutsche Fernsehen via Internet. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich der Anteil um 16 Prozentpunkte auf fast 1,5 Millionen Haushalte erhöht. Nummer eins bei den Marktanteilen bleibt aber der Satellitenempfang: Fast die Hälfte aller Haushalte empfängt auf diesem Weg Fernsehfilme und -sendungen.

Transsexuelle: Amnesty beklagt Diskriminierung in Europa

Sie wurden als Mann oder Frau geboren, fühlen sich diesem Geschlecht aber nicht zugehörig.

Rund 1,5 Millionen Menschen in Europa gelten als Transgender. Dazu zählen auch Transsexuelle, die irgendwann eine Geschlechtsumwandlung vornehmen lassen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat nun auf massive Diskriminierungen in Europa hingewiesen. In einem aktuellen Bericht wird die Situation in sieben EU-Staaten beschrieben, darunter auch in Deutschland. Wollten Transgender demnach ihr Geschlecht bei den Behörden ändern lassen, würden sie unmenschlich behandelt. Die Anerkennung dauere oft Jahre. Viele müssten sich eine psychische Störung attestieren lassen. Teilweise seien chirugische Eingriffe vorgesehen, die zur Sterilisation führten.

Amnesty fordert die Staaten auf, ein schnelles und transparentes Verfahren für Transgender zu entwickeln.

Familientreffen möglich: Nord- und Südkorea einigen sich nach dreijähriger Pause

Viele koreanische Familien sind durch den Krieg Anfang der 50er Jahren auseinander gerissen worden.

Seitdem ist die Grenze zwischen dem kommunistischen Norden und dem demokratischen Süden für sie schier unüberwindbar. Ab und zu werden aber Familientreffen erlaubt, wie jetzt wieder Ende des Monats. Das Treffen soll in der Touristenregion Kumgang in Nordkorea stattfinden und sechs Tage dauern. Eigentlich sollte es für viele Familien schon letztes Jahr im September ein Wiedersehen geben - das war aber kurz vorher doch noch abgesagt worden.

Beobachter werten die Zusammenkunft als kleines Zeichen der Annäherung zwischen beiden Staaten. Das letzte organisierte Zusammentreffen für Verwandte aus Nord- und Südkorea gab es vor drei Jahren.

Hochschuldirektorin: Schulen sollten Jugendliche an Kunst der Gegenwart heranführen

Kinder und Jugendliche sollten in der Schule verstärkt an die Kunst der Gegenwart herangeführt werden.

Das fordert die Rektorin der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, Ana Dimke. Sie sagte dem Evangelischen Pressedienst, der Lehrplan müsse generell mehr Zeit für den Kunstunterricht einplanen. Es sei leider durchaus negativ spürbar, dass sich in den Schulen der Fokus zuungunsten von Kunst oder auch musikalischer Bildung verschoben habe.

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst wurde im Februar 1764 gegründet und ist damit eine der ersten Kunstakademien in Deutschland. Sie feiert am Donnerstag ihr 250-jähriges Bestehen.

Sex: Singapur informiert über Homo- und Bisexualität und sorgt damit für Aufregung

Singapur hat eine Gesundheitswebseite über Homo- und Bisexualität eingerichtet.

Für einige ist das wohl überraschend, denn in dem Stadtstadt ist Homosexualität offiziell verboten und kann mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden. Allerdings verfolgen die Behörden Schwule und Lesben nicht. Und auch die Gesundheitsbehörde Singapurs geht mit dem Thema jetzt sehr pragmatisch um. Auf einer Webseite beantwortet sie Jugendlichen und Eltern Fragen wie: "Wann weiß ich, ob ich schwul oder bisexuell bin?" und "Können gleichgeschlechtliche Paare eine dauerhafte Partnerschaft haben?". Trotz der Aufklärung stellt die Gesundheitsbehörde klar, dass die Regierung weiterhin für die Ehe zwischen Mann und Frau eintritt. Die Behörde will aber über Sexualität informieren und damit auch vermeiden, dass sich Geschlechtskrankheiten ausbreiten.

New York: Pussy-Riot-Sängerinnen kritisieren Russland

Wer zu den Olympischen Winterspielen nach Sotschi reist, der soll sich von neuen Großbauten nicht blenden lassen.

Das sagten zwei Mitglieder der russischen Punkband Pussy-Riot, Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa, in New York. Viele Gebäude seien mit gestohlenem Steuergeld für die Spiele hochgezogen worden. Wer Russland aber kennenlernen wolle, der solle das Gastgeberland jenseits der Neubauten unter die Lupe nehmen. Aljochina und Tolokonnikowa sprachen zum ersten Mal in den USA. Dort wollen sie heute an einem Benefizkonzert von Amnesty International teilnehmen.

Aljochina und Tolokonnikowa waren im August 2012 zu zwei Jahren Lagerhaft wegen Rowdytums verurteilt worden. Zuvor hatten sie in einer Moskauer Kathedrale in einem Lied gegen Präsident Putin protestiert.

Rockband: Musik als Foltermittel in Guatanamo verwendet - US-Regierung soll zahlen

"Wir haben aus einer verlässlichen Quelle die Information, dass unsere Musik in Guatanamo wenigstens vier Mal beim Folterungen eingesetzt wurde."

Davon ist kanadische Industrial-Rock-Band Skinny Puppy überzeugt. Laut der britischen Zeitung "The Independent" soll die amerikanische Regierung dafür jetzt zahlen. Die Band will ihr eine Rechnung schreiben, für "musikalische Dienstleistungen", wie es heißt. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" ist seit langem bekannt, dass die USA Terrorverdächtige mit Popmusik quälen. Entscheidend sei allerdings nicht die Art der Musik sondern Lautstärke und Dauer. Folter mit Musik könne zu Schafentzug führen und damit zu psychischen und physischen Ausfallerscheinungen.

Homo-Rechte: Schottland führt gleichgeschechtliche Ehe ein

In Schottland dürfen sich homosexuelle Paare demnächst das Ja-Wort geben.

Wie die "BBC" berichtet, hat das Parlament in Edinburgh dafür ein Gesetz mit großer Mehrheit gebilligt. Die ersten Ehen zwischen Schwulen oder Lesben könnten im Herbst geschlossen werden. Die beiden großen Kirchen in Schottland sind gegen die Homo-Ehe. Gleichgeschlechtliche Paare können aber auch eine zivile Partnerschaft vor dem Standesamt schließen.

In den beiden anderen Ländern des Vereinigten Königreichs, England und Wales, ist die Homo-Ehe bereits erlaubt.

Lauder: Deutsche tun sich mit NS-Raubkunst schwer

Deutschen Museen fällt es schwer zuzugeben, dass sie NS-Raubkunst besitzen.

Das sagte der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Stephen Lauder, der "Süddeutschen Zeitung". Museumsdirektoren würden sich mit Ausreden aus der Verantwortung ziehen und finanzielle Probleme vorschieben - nach dem Motto: Wir haben nicht genügend Geld, um nach NS-Raubkunst in unseren Depots zu forschen. Lauder kritisierte, dass die Deutschen beim Thema NS-Raubkunst generell recht verschlossen seien. Gleichzeitig machte er darauf aufmerksam, dass auch in einigen Regierungsbüros geraubte Kunstwerke hängen würden. Das werde in der Öffentlichkeit bislang kaum thematisiert.

Verbände fordern vollständige Streichung der Extremismusklausel

Die Extremismusklausel sollte vollständig gestrichen und nicht nur abgemildert werden.

Das fordern die Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus. Beiden Dachverbänden geht der Kompromiss, auf den sich Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesinnenminister Thomas de Maizière geeinigt haben, nicht weit genug. Dieser sieht vor, dass Initiativen gegen Rechts kein schriftliches Bekenntnis zur Verfassung mehr unterschreiben müssen, ihnen aber schwarz auf weiß mitgeteilt wird, dass keine Steuergelder an extremistische Organisationen oder Personen gehen dürfen. Die Verbände erklärten hierzu, ein solches Schreiben sei ein deutliches Zeichen des staatlichen Misstrauens und gehöre abgeschafft. - Eingeführt hatte die umstrittene Extremismusklausel 2011 die frühere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

Versuche an Affen an der Uni Bremen können weitergehen

Die umstrittenen Laborversuche mit Affen an der Uni Bremen können fortgesetzt werden.

Das ist das Ergebnis eines Urteils vom Bundesverwaltungsgericht Leipzig. Die Richter wiesen eine Beschwerde gegen eine frühere Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bremen zurück. Tierschützer reagierten mit Enttäuschung. Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, meinte, der Beschluss werfe den Tierschutz um 20 Jahre zurück. Der Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins, Wolfgang Apel, sagte, es sei eine Tragödie, dass die Affen nun offenbar auf unabsehbahre Zeit schutzlos der Forschungsneugier ausgesetzt seien. Die Bremer Wissenschaftler unternehmen neurologische Forschungen an Makaken.

Christie's stoppt Versteigerung von 85 Mirós

Diese Auktion war Christie's dann doch zu heikel.

In letzter Minute stoppte das Haus den gestern Abend geplanten Verkauf von 85 Werken des spanischen Künstlers Joan Miró, die im Besitz der portugiesischen Regierung sind. Lissabon wollte mit dem auf 36 Millionen Euro geschätzten Erlös die Staatskasse aufbessern. Opposition und Kulturszene hatten den Verkauf der Kunstwerke scharf kritisiert. Christie's begründete die annullierte Auktion mit der unklaren rechtlichen Situation und der Verantwortung gegenüber den potentiellen Käufern. Das Verwaltungsgericht in Lissabon hatte erst gestern dem Verkauf der Bilder zugestimmt.

Iranischer Filmemacher Panahi wirft Präsident Rohani Versäumnisse vor

Der iranische Präsident hat es versäumt, seine Wahlversprechen in die Tat umzusetzen.

So sieht es der Filmemacher Jafar Panahi. In einer Pressemitteilung schreibt er, allmählich teile er die Meinung einiger Kritiker, dass auch bei Hassan Rohani Anzeichen vom Populismus seines Vorgängers Mahmud Ahmadinedschad spürbar seien. Besonders missfällt Panahi, dass iranische Filmemacher auch unter Präsident Rohani dem Druck der staatlichen Zensur ausgesetzt sind. Nur fünf Prozent von ihnen wagen es nach seinen Worten, die Realitäten des Landes in ihren Filmen überhaupt zu zeigen. Und von diesen fünf Prozent bekämen 90 Prozent nie die Erlaubnis, ihre Filme im Iran zu zeigen.

Jafar Panahi stand wegen seiner Kritik an der Regierung in Teheran jahrelang unter Hausarrest und wurde mit einem Berufs- und Ausreiseverbot belegt. Sein heimlich gedrehter Film "Geschlossener Vorhang" wurde im vergangenen Jahr bei der Berlinale mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Saudi-Arabien: 12 Jahre Haft für TV-Moderator wegen Ungehorsams

Weil er gegenüber dem Königshaus ungehorsam gewesen sein soll, ist ein Journalist in Saudi-Arabien zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur SPA berichtet, wurde der Gründer der Mediengruppe Al-Fadschr zudem für schuldig befunden, den Staat verunglimpft zu haben. Wadschi al-Ghassawi soll während einer Fernsehsendung gesagt haben, Saudi-Arabien leiste dem Terrorismus Vorschub und beraube die Bürger ihrer Rechte. Nach der Verbüßung seiner Haftstrafe darf der Journalist zudem in den kommenden 20 Jahren das Land nicht verlassen und auch nicht in seinem Beruf arbeiten.

Chile: Menschenrechtler fordern mehr Unterstützung für Mapuche-Indianer

Chiles neue Präsidentin Michelle Bachelet muss sofort etwas unternehmen, um die Ureinwohner des Landes zu schützen.

Das fordern mehrere Menschenrechtsorganisationen, Wissenschaftler und Künstler. Ihren gemeinsamen Appell haben sie laut Radio Chile dem Wahlkampfteam der Politikerin überreicht. Die Unterzeichner fordern unter anderem, inhaftierte Aktivisten aus der Volksgruppe der Mapuche freizulassen. Außerdem müsse ein dauerhafter Dialog zwischen dem Staat und den Mapuche-Gemeinschaften ermöglicht werden. Die Mapuche sind die größte Gruppe der indigenen Bevölkerung in Chile. Sie haben häufig mit Armut, fehlenden Bildungschancen und Diskriminierungen zu kämpfen.

"Tierisches Pompeji" in Nordchina entstand durch "pyroklastische Ströme"

Wissenschaftler nennen es ein "tierisches Pompeji".

Im heutigen Nordchina wurden vor etwa 130 Millionen Jahren Dinosaurier, Säugetiere und etliche andere Lebewesen infolge von Vulkanausbrüchen konserviert. Die Tiere und Pflanzen sind ähnlich gut erhalten wie der Opfer des Vesuv-Ausbruchs im antiken Pompeji. Warum das so ist, haben Forscher aus den USA und aus China untersucht. Im Fachblatt "Nature Communications" schreiben sie, dass die Tiere in pyroklastischen Strömen ums Leben kamen. Das sind extrem heiße Wolken aus Feststoffen und Gasen, die beim Ausbruch eines Vulkans entstehen. Wahrscheinlich hätten immer wieder solche Glutwolken etliche Lebewesen mitgerissen. Ein Teil sei dabei in Gewässern gelandet, abgesunken und so für Jahrmillionen bewahrt worden.

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