Seit 23:05 Uhr Fazit
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 23:05 Uhr Fazit
 
 

Kulturnachrichten

Donnerstag, 11. Februar 2016

Paul McCartney macht "Erröten" und "Flirten" hörbar

Ex-Beatle schreibt Mini-Musikstücke für Smiley-Gesichter

Ex-Beatle Paul McCartney, Schöpfer unvergesslicher Songs, hat musikalisch neue Wege beschritten. Für den Online-Chatdienst Skype komponierte der 73-jährige Weltstar Mini-Musikstücke, die Emojis - also sogenannte Smiley-Gesichter - begleiten. Die Klanggebilde sind für Botschaften am kommenden Valentinstag gedacht. Ein Video auf seiner Website zeigt den Briten in seinem Studio, wie er nur sekundenlange Musikstücke für 20 Emojis komponiert - von rauen Gitarrenriffen bis zu ätherischen Xylophon-Klängen. Besonders schwierig sei es gewesen, "Erröten" und "Flirten" zu vertonen. "Es war wie kreuzworträtseln" und zugleich sei es musizieren gewesen, "also war es eine großartige Übung im Studio für mich", sagte McCartney, der selbst ein bekennender Emojis-Nutzer bei Mail-Korrespondenzen ist.

Berlinale mit großem Staraufgebot eröffnet

Eröffnungsfilm von Joel und Ethan Coen

Mit großem Staraufgebot und politischer Prominenz sind die 66. Berliner Filmfestspiele eröffnet worden. An der Festgala nahmen Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), die Jury-Präsidentin und dreifache Oscar-Preisträgerin Meryl Streep sowie Berlinale-Direktor Dieter Kosslick teil. Als Eröffnungsfilm feiert die Komödie "Hail, Caesar!" der US-Regisseure Joel und Ethan Coen seine internationale Premiere. Auf der Eröffnungsgala wurde die Internationale Jury vorgestellt, zu der auch der deutsche Schauspieler Lars Eidinger und der britische Filmstar Clive Owen gehören. Die Berlinale läuft bis zum 21. Februar. Gezeigt werden in den verschiedenen Sektionen über 430 Beiträge. Insgesamt 23 Filme laufen im Wettbewerb, davon konkurrieren 18 um den Goldenen und die Silbernen Bären.

Berlinale-Jury hat Ähnlichkeiten mit einer Familie

So sieht es die diesjährige Präsidentin der Berlinale Jury Meryl Streep

Die dreifache Oscarpreisträgerin Meryl Streep sieht Parallelen zwischen ihrer Familie und ihrer Arbeit als Präsidentin der diesjährigen Berlinale-Jury. "Ich habe zwar absolut keine Ahnung, wie man eine Jury leitet", sagte sie heute in Berlin vor der Eröffnung des Festivals am Abend. "Ich war aber schon Chefin anderer Unternehmen", ergänzte sie - und verwies auf ihre Familie mit vier Kindern. Ihre Unerfahrenheit bei der Leitung einer Jury könne für die anderen Mitglieder auch Vorteile haben. "Sie haben totale Freiheiten." Aber sie kennt auch den Vorteil ihres Postens: "Am Ende habe ich zwei Stimmen!" In der Jury sitzen in diesem Jahr sieben Mitglieder. Darunter sind auch der deutsche Schauspieler Lars Eidinger und der Brite Clive Owen. Die Jury vergibt am 20. Februar den Goldenen und die Silbernen Bären. Im Wettbewerb konkurrieren 18 Filme.

George Clooney will mit Merkel über Flüchtlinge sprechen

Hollywoodstar ist zur Berlinale in Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel bekommt aus Hollywood Unterstützung für ihre Flüchtlingspolitik. US-Filmstar George Clooney verriet heute, dass bei seinem Berlin-Besuch nicht nur die Berlinale auf dem Programm stehe, sondern auch ein Treffen mit der Kanzlerin. Er wolle mit Merkel darüber sprechen, "was wir tun können, um zu helfen", sagte Clooney. Das Treffen solle morgen stattfinden. Eine Sprecherin der Kanzlerin wollte dazu zunächst keinen Kommentar abgeben. Clooney will sich auch mit Flüchtlingen treffen. Für eine große Hollywood-Produktion zum gegenwärtigen Flüchtlingsdrama benötigt es nach Clooneys Einschätzung aber noch viel Zeit. "Ereignisse müssen sich erst entwickeln, dann müssen Drehbücher geschrieben werden, und es dauert dann ein paar Jahre, bis Leute tatsächlich einen Film machen." Die Filmbranche sei in dieser Beziehung leider ziemlich langsam.

Michael Moore sagt Teilnahme an Berlinale ab

US-Regisseur an Lungenentzündung erkrankt

US-Filmemacher Michael Moore ("Bowling for Columbine") hat seine Teilnahme an der Berlinale abgesagt. Er könne das Festival krankheitsbedingt nicht besuchen, sagte eine Berlinale-Sprecherin. Moore hatte vergangene Woche bei Facebook berichtet, er liege mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus. Der Oscar-Preisträger wollte in Berlin seinen neuen Dokumentarfilm "Where to Invade Next" vorstellen. Der 61-Jährige reist darin mit einer amerikanischen Flagge in verschiedene Länder - und marschiert als "Ein-Mann-Armee" ein. Es sei ein Film über die USA ohne eine einzige Einstellung auf US-amerikanischem Boden, heißt es im Programm.

Filmemacherin Varda mit Max-Beckmann-Preis geehrt

Preis wird alle drei Jahre verliehen

Die französische Filmemacherin Agnès Varda (87) ist am Donnerstagabend mit dem Max-Beckmann-Preis 2016 der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet worden. Die Spielfilmregisseurin und Filmtheoretikerin sei "eine Schlüsselfigur des modernen Kinos", die immer wieder in die großen politischen Debatten eingegriffen habe, sagte der Juryvorsitzende, Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Der alle drei Jahre verliehene Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Feldmann überreichte die Urkunde im Städel-Museum, die Laudatio hielt die Pariser Filmprofessorin Christa Blümlinger. Die Stadt Frankfurt verleiht die Auszeichnung zur Erinnerung an den expressionistischen Maler Max Beckmann (1884-1950), der von 1925 bis 1933 als Künstler und Lehrer an der Städelschule arbeitete.

Bach-Chor muss nicht in Künstlersozialkasse einzahlen

Rentenversicherung wollte fünfstellige Nachzahlungen

Der Freiburger Bachchor muss grundsätzlich keine laufenden Abgaben an die Künstlersozialkasse bezahlen. Er sei zwar ein Chor "mit künstlerisch hohem Anspruch", gebe aber nur drei bis vier Mal im Jahr ein öffentliches Konzert, entschied das Stuttgarter Landessozialgericht. Die Deutsche Rentenversicherung und das Sozialgericht in Freiburg hatten in dem Chor keinen typischen Laienchor gesehen und Nachzahlungen in fünfstelliger Höhe gefordert. Das Landessozialgericht begrenzt die Nachzahlungspflicht auf Jahre, in denen der Bachchor mehr als drei Konzerte mit bezahlten Gastmusikern veranstaltete. Das sei in den vergangenen zwölf Jahren aber nur dreimal der Fall gewesen. Der nichtkommerzielle Vereinszweck habe letztlich dazu geführt, dass die Berufungsverhandlung für den Chor erfolgreich war, hieß es weiter. Die Mitglieder selbst bekommen für ihre Auftritte keine Vergütung.

Deutschlands wohl ältester Friedhof entdeckt

Archäologen sind in der Uckermark darauf gestoßen

Einzigartiger Fund aus der Steinzeit: Archäologen haben nördlich von Berlin den vermutlich ältesten Friedhof Deutschlands entdeckt. Das Gräberfeld ist überraschend bei neuen Untersuchungen in der Nähe von Groß Fredenwalde (Uckermark) ans Licht gekommen. Schon 1962 waren dort bei Bauarbeiten für einen Signalmast Überreste einer mehr als 8000 Jahre alten Bestattungsstätte entdeckt worden. Knochen von sechs Menschen konnten geborgen werden. Nun wurde auch ein Babygrab freigelegt. "Es ist die früheste bislang bekannte Kinder-Bestattung in Mitteleuropa, die wir kennen", sagte der Brandenburger Landesarchäologe Franz Schopper. Es gebe keine vergleichbaren Funde aus jener Zeit. Die Wissenschaftler rechnen mit weiteren Entdeckungen in Groß Fredenwalde.

Georg Schramm erhält Bayerischen Kabarett-Ehrenpreis

BR: "Legende des deutschen Kabaretts"

Georg Schramm wird mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Kabarettpreises ausgezeichnet. Er sei eine "Legende des deutschen Kabaretts", sagte die Leiterin des Programmbereichs Bayern und Unterhaltung des Bayerischen Rundfunks (BR), Annette Siebenbürger. Schramm schleudere mit Figuren wie Lothar Dombrowski seine Mahnungen und donnernden Zorn gegen die Politköpfe in Berlin und gegen die schweigende Masse. "Schicht für Schicht legt Schramm das Wesen unserer ökonomisierten Gesellschaft frei: Habgier als Prinzip, Pflegenotstand, Zwei-Drittel-Gesellschaft, Entmenschlichung", heißt es in der Jury-Begründung. Der undotierte Preis wird am 12. September vom BR gemeinsam mit dem Münchner Lustspielhaus vergeben.

Ludwig-Börne-Preis für Schweizer Autor Martin Meyer

Pianist Schiff wählte Ex-Feuilleton-Chef der NZZ aus

Der Publizist und langjährige Feuilleton-Chef der "Neuen Zürcher Zeitung", Martin Meyer, erhält den Börne-Preis 2016. Das teilte die gleichnamige Stiftung in Frankfurt am Main mit. Der Preisrichter, der Pianist András Schiff, begründete seine Wahl mit Meyers Essays und Analysen, "die zu den interessantesten und anregendsten ihrer Gattung im deutschsprachigen Raum zählen". In der Tradition von Börne beschäftige er sich "auf hohem sprachlichen Niveau" mit Fragen der Literatur, der Musik und der Gesellschaftspolitik. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am 5. Juni in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt verliehen. Die Auszeichnung erinnert an den Publizisten Ludwig Börne (1786-1837), der unter dem Namen Juda Löw Baruch in Frankfurt geboren wurde, sich in seinen Essays und Reportagen für Freiheit und Demokratie einsetzte und in Paris starb.

NDR-Sinfonieorchester ändert seinen Namen

Anlass ist Eröffnung der Elbphilharmonie im nächsten Jahr

Das NDR-Sinfonieorchester wird ab dem 15. April NDR Elbphilharmonie Orchester heißen. Die Elbphilharmonie werde neue Heimat des traditionsreichen Orchesters, daher taufe der NDR das Flaggschiff seiner Musikensembles um, teilte der Sender heute mit. Im Januar 2017 soll es als Residenzorchester in das neue Konzerthaus einziehen. "Die Elbphilharmonie wird eine starke Marke in der Musikwelt werden", sagte Joachim Knuth, NDR-Programmdirektor Hörfunk. Es liege deshalb nahe, eine klare Verbindung zum neuen Konzertsaal herzustellen. Das Orchester wurde im Juli 1945 unter britischer Besatzung gegründet. Seit 2011 wird es von Thomas Hengelbrock geleitet.

Neues Harry Potter Buch kommt im Sommer

Der Familienvater arbeitet inzwischen im Ministerium für Magie

Harry Potter ist jetzt beschäftigter Familienvater - wie er sich in dieser Rolle macht, erfahren die Leser im Sommer. Am 31. Juli erscheint in den USA und Kanada der achte Teil der Geschichte des von der britischen Autorin Joanne K. Rowling geschaffenen Zauberlehrlings. Das Werk soll den Titel "Harry Potter and The Cursed Child" («Harry Potter und das verwunschene Kind») tragen. Das gab der Kinderbuchverlag Scholastic Corporation in New York bekannt. Die neue Geschichte spielt 19 Jahre nach der großen Schlacht von Hogwarts. Harry Potter ist nun Mitarbeiter des Ministeriums für Magie. Seinem Sohn Albus Severus macht das Familienerbe zu schaffen. Zunächst wird die neue Geschichte im Theater zu sehen sein. Am 30.Juli feiert das Stück in London seine Erstaufführung. Danach erscheint das Theatermanuskript zunächst als limitierte Auflage. Dieses Manuskript gebe den Stand der Proben wieder und werde später durch eine endgültige Fassung ersetzt, teilte der Verlag mit. Harry Potters Abenteuer erschienen in 78 Sprachen, 450 Millionen Exemplare verkauften sich weltweit.

Regensburger "Porta Praetoria" wird saniert

Regensburg und Trier haben einzige römische Toranlagen nördlich der Alpen

Eines der ältesten Römer-Denkmale Deutschlands, die fast 2.000 Jahre alte "Porta Praetoria" in Regensburg, wird saniert. Nach ersten Vorarbeiten könne mit der Sanierung in diesen Tagen begonnen werden, sagte eine Stadtsprecherin. Drei Millionen Euro werden in die Generalsanierung investiert, die bis Ende 2017 dauern soll. Viele der Kalksteinquader seien durch Luftverschmutzung angegriffen und zeigten Risse. Außerdem soll dort eine Art "Piazza" entstehen. Die "Porta Praetoria" stammt aus der Zeit um 179 nach Christus. Der römische Torbogen war damals der Zugang zum Legionärslager "Castra Regina". Neben dem Stadttor "Porta Nigra" in Trier ist die "Porta Praetoria" die einzige erhaltene römische Toranlage nördlich der Alpen.

Kulturnachrichten hören

Februar 2016
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 1 2 3 4 5 6

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur