Mittwoch, 24. September 2014MESZ02:29 Uhr

Interview

Sigmund FreudÖdipus lebt
Der österreichische Psychoanalytiker Sigmund Freud kurz nach seiner Ankunft in London am 6. Juni 1938.

75 Jahre nach Sigmund Freuds Tod halten viele Psychologen seine Ideen für überholt. Thomas Köhler sieht dagegen Ansätze, die noch heute relevant sind und nennt den Ödipuskomplex. Ansonsten sei Freud eine "sehr gute Einnahmequelle" für Psychoanalytiker. Mehr

BrandenburgDie Zeichen stehen auf Rot-Rot
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke von der SPD

Ja zur Linken, Nein zur CDU: In Brandenburg soll es auch künftig eine rot-rote Regierung geben. Das strebt Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) an - und will Koalitionsverhandlungen mit der Linken aufnehmen. Das Bündnis hätte eine Mehrheit von drei Stimmen.Mehr

Islamischer Staat"Mehr Druck Deutschlands auf Bagdad"
Omid Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Grünen

Waffenlieferungen an die Kurden dürfen kein Politikersatz sein. Das findet der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour. Deutschland müsse die irakische Regierung dazu bringen, endlich die Sunniten politisch einzubinden.Mehr

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Interview / Archiv | Beitrag vom 16.01.2010

Pau: Linkspartei muss Personaldiskussion beenden

Nach dem Rückzug von Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch

Gründungsparteitag von "Die Linke" in Berlin.
Gründungsparteitag von "Die Linke" in Berlin. (AP)

Die Linken-Politikerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau, hat ihre Partei davor gewarnt, sich nach dem angekündigten Rückzug von Dietmar Bartsch vom Amt des Bundesgeschäftsführers der Linken in Personaldebatten zu verstricken.

Sobald inhaltliche Differenzen über Personal- oder Machtdebatten ausgetragen würden, würde es "destruktiv", sagte Pau am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Gleichzeitig drückte sie ihre Hoffnung aus, dass durch Bartschs Rückzugsankündigung der Weg frei sei, endlich auch aufgeschobene programmatische Debatten in Angriff zu nehmen. "Ich rate sowohl meiner Bundestagsfraktion als auch uns in der Partei, uns auf die wirklichen Fragen zu konzentrieren", so Pau.

Pau drückte "großen Respekt" für die Entscheidung Bartschs aus, nicht mehr für das Amt des Bundesgeschäftsführers der Linken zu kandidieren. Damit mache er deutlich, dass er nicht wolle, dass "die Mär von Personalquerelen" die eigentlich inhaltliche Auseinandersetzung in der Linken überdecke.

Zu einer möglichen politischen Zukunft Bartschs als Fraktionsvize der Linken sagte Pau, darüber solle man reden, wenn es "auf der Tagesordnung" stünde, betonte jedoch: "Ich gehe davon aus, er hat weiter seinen Platz in der Linken, und er wird auch in Verantwortung genommen werden." Mit einem Übertritt Bartschs zur SPD rechnet die Linken-Politikerin nicht: "Da kenne ich Dietmar Bartsch viel zu gut. Der wird dort nicht hingehen."