Donnerstag, 3. September 2015MESZ23:32 Uhr

Interview

Fotografie und Flüchtlinge"Ein solches Bild ist ein Schock"
Ein türkischer Polizist trägt ein totes Kind im Arm und bringt es vom Strand weg. Der Oberkörper des Kindes wird vom Körper des Polizisten verdeckt.. (AFP)

Das Bild eines toten Flüchtlingskindes an einem türkischen Strand erschüttert die Welt. Dabei spielen sich schon seit Monaten täglich Todesdramen auf dem Meer ab. Durch dieses Bild sei der Krieg nun endgültig in Europa angekommen, sagt Fotograf Kai Wiedenhöfer.Mehr

Hitlers Hetzschrift"Mein Kampf" kommt auf die Bühne
Der Buchrücken einer Ausgabe von Hitlers "Mein Kampf" vor einem unscharfen Porträtbild Hitlers. (picture alliance / dpa / Sepp Spiegl)

Einst war die Hetzschrift in fast jedem deutschen Haushalt vorhanden. 70 Jahre nach dem Tod Adolf Hitlers begibt sich das Kunstfest Weimar heute Abend mit der Uraufführung des Theaterprojekts "Mein Kampf, Band 1 & 2" auf brisante Spurensuche.Mehr

FlüchtlingspolitikBund muss mehr Tempo machen
Flüchtlinge warten in einer Schlange vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales. (imago/stock&people/Christian Mang)

Der Oberbürgermeister von Goslar, Oliver Junk (CDU), kritisiert die Bundesregierung mit überraschender Deutlichkeit und verlangt mehr Tempo in der Flüchtlingspolitik. Aus der "Lastendiskussion" müsse eine "Chancendiskussion" werden, fordert er.Mehr

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Interview / Archiv | Beitrag vom 16.01.2010

Pau: Linkspartei muss Personaldiskussion beenden

Nach dem Rückzug von Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch

Gründungsparteitag von "Die Linke" in Berlin. (AP)
Gründungsparteitag von "Die Linke" in Berlin. (AP)

Die Linken-Politikerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau, hat ihre Partei davor gewarnt, sich nach dem angekündigten Rückzug von Dietmar Bartsch vom Amt des Bundesgeschäftsführers der Linken in Personaldebatten zu verstricken.

Sobald inhaltliche Differenzen über Personal- oder Machtdebatten ausgetragen würden, würde es "destruktiv", sagte Pau am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Gleichzeitig drückte sie ihre Hoffnung aus, dass durch Bartschs Rückzugsankündigung der Weg frei sei, endlich auch aufgeschobene programmatische Debatten in Angriff zu nehmen. "Ich rate sowohl meiner Bundestagsfraktion als auch uns in der Partei, uns auf die wirklichen Fragen zu konzentrieren", so Pau.

Pau drückte "großen Respekt" für die Entscheidung Bartschs aus, nicht mehr für das Amt des Bundesgeschäftsführers der Linken zu kandidieren. Damit mache er deutlich, dass er nicht wolle, dass "die Mär von Personalquerelen" die eigentlich inhaltliche Auseinandersetzung in der Linken überdecke.

Zu einer möglichen politischen Zukunft Bartschs als Fraktionsvize der Linken sagte Pau, darüber solle man reden, wenn es "auf der Tagesordnung" stünde, betonte jedoch: "Ich gehe davon aus, er hat weiter seinen Platz in der Linken, und er wird auch in Verantwortung genommen werden." Mit einem Übertritt Bartschs zur SPD rechnet die Linken-Politikerin nicht: "Da kenne ich Dietmar Bartsch viel zu gut. Der wird dort nicht hingehen."