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Fazit | Beitrag vom 08.10.2016

"Otto Dix - der Isenheimer Altar" in Colmar Ein neuer Blick auf Otto Dix

Vladimir Balzer im Gespräch mit Marietta Schwarz

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Ausschnitt aus "Verkündigung" (1950) von Otto Dix, Privatsammlung, Christie’s Images Limited 2005 (Cosimo Filippini, Adagp, Paris 2016)
Ausschnitt aus "Verkündigung" (1950) von Otto Dix, Privatsammlung, Christie’s Images Limited 2005 (Cosimo Filippini, Adagp, Paris 2016)

"Otto Dix - ein neuer Blick" ist die erste Ausstellung im spektakulären Museumsbau von Herzog de Meuron in Colmar im Elsass. Ob der Künstler an Gott glaubte, hat er nie beantwortet. Die Inspiration durch religiöse Bilder wie Grünewalds Isenheimer Altar wird hier aber mehr als deutlich.

Anfang des Jahres wurde im Elsässer Städtchen Colmar ein spektakulärer Museumsbau von Herzog de Meuron eröffnet – und nun fand die erste Premiere im neuen Bau statt. Eine große Sonderausstellung mit vielen noch nie gesehenen Werken von Otto Dix.

Sie zeigen einen Künstler der stark von dem Isenheimer Altar des Matthias Grünewald aus dem 16. Jahrhundert inspiriert war – eines der Hauptwerke der deutschen Kunst des Mittelalters, dauerhaft zu sehen in Colmar.

Otto Dix - ein überaus religiöser Künstler

In der Ausstellung wird deutlich: Die Kunst von Dix ist ohne diesen Altar kaum denkbar, er hat ihn massiv beeinflusst. Und nicht nur das. Dix war Kriegsgefangener in Colmar, mit 54 war er in den "Volkssturm" eingezogen worden und geriet in französische Gefangenschaft. Der Kommandant des Lagers Colmar erkannte ihn aber und stellte ihm ein Atelier zur Verfügung. Dix war ein privilegierter Gefangener.

Die Ausstellung zeigt einen überaus religiösen Künstler, der allerdings nie die Frage öffentlich beantwortet hat, ob er an Gott glaubt. Was wir nun aber sicher wissen ist, dass er an die Kraft religiöser Bilder glaubt.

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