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Konzert / Archiv | Beitrag vom 30.11.2013

Oper in deutschen Ländern

"Schahrazade" aus dem Opernhaus Halle

Opernhaus Halle (Saale)  (Oper Halle)
Opernhaus Halle (Saale) (Oper Halle)

Anfang des 20. Jahrhunderts erfreuten sich orientalische Stoffe bei Musikern großer Beliebtheit. Auch die arabische Geschichtensammlung "Aus Tausendundeiner Nacht" fand ihren Weg auf die Opernbühne.

1917 brachte der Frankfurter Komponist Bernhard Sekles, der vor allem als Lehrer Paul Hindemiths bekannt geworden ist, seine auf einem Libretto von Gerdt von Bassewitz beruhende Oper "Schahrazade" in Mannheim heraus. Als Handlung der Oper nutzt von Bassewitz einzig die Rahmenhandlung der orientalischen Märchensammlung und legt so ein besonderes Augenmerk auf die eine Nacht, in der Schahrazade die Liebe des Kalifen gewinnt:

Dieser hatte - durch die Untreue seiner ersten Ehefrau verletzt - geschworen, jede Frau, mit der er eine Nacht verbringt, töten zu lassen. Aus diesem Grund hält der Großwesir Said-Fares seine Tochter Schahrazade vor ihm versteckt. Als diese von dem Schwur des Kalifen hört, beschließt sie, zu ihm zu gehen, um ihm Frieden zu schenken. Als Schahryar, zunächst unbeeindruckt von der jungen Frau, ihre Aufrichtigkeit erkennt, da sie ihren Vater daran hindert, den Kalifen zu ermorden, bedeutet er dem Henker, der Schahrazade hinrichten wollte, zu gehen, da sie ihm in den folgenden tausend Nächten Märchen erzählen soll …

"Schahrazade" verknüpft wirksam einen populären Stoff, psychologisches Kammerspiel und Musik in der Tradition der Spätromantik miteinander. Ihre Uraufführung erlebte die Oper am 2. November 1917 unter der musikalischen Leitung des jungen Wilhelm Furtwängler. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt die Partitur als verschollen. Erst auf Initiative der Oper Halle wurde sie in den Bibliotheken von München und Stuttgart wiederentdeckt, so dass eine erneute Aufführung des Werkes möglich wird.


Oper in deutschen Ländern
Live aus dem Opernhaus Halle

Bernhard Sekles
"Schahrazade"
Oper in drei Akten
Libretto: Gerdt von Bassewitz

Schahryar - Gerd Vogel
Said-Fares - Ki-Hyun Park
Omar - Ralph Ertel
Schahrazade - Anke Berndt
Dunyazade - Ines Lex
Saad, Tochter eines Emirs/Banjospielerin - Theresa Dittmar
Musair, ein Kaufherr aus Balsora/Der Kämmerer - Thomas Möwes
Der Obereunuch - Nils Giesecke
Der Schatzmeister - Olaf Schöder
Der Oberstallmeister - Ulrich Burdack
Banjospielerin - Sandra Maxheimer
Banjospielerin - Mária Petrašovská
Chor und Orchester des Opernhauses Halle
Leitung: Josep Caballé-Domenech

nach dem 1. Akt ca. 20:00 Uhr Pause mit Nachrichten

Konzert

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