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Interview / Archiv | Beitrag vom 13.01.2012

Ombudsfrau fordert Hilfe für Opferfamilien des rechten Terrors

Barbara John: Die Polizei sollte Kontakt zu den Hinterbliebenen halten

Barbara John (CDU) (picture alliance / dpa / Erwin Elsner)
Barbara John (CDU) (picture alliance / dpa / Erwin Elsner)

Barbara John (CDU), seit kurzem Ombudsfrau für die Opfer der Zwickauer Nazi-Terroristen, hat schnelle und unbürokratische Hilfe für die Hinterbliebenen der Opfer gefordert.

Die frühere Berliner Ausländerbeauftragte sagte, sie hoffe, dass die wichtigsten Probleme - wie Aufenthaltserlaubnis, Staatsangehörigkeitsfragen oder Opferentschädigung - in den nächsten Monaten erledigt werden könnten. "Jetzt kommt es darauf an, schnell zu helfen und endlich sämtliche längeren bürokratischen Anläufe fahren zu lassen", forderte John. Notwendig seien auch konkrete Ansprechpartner in den Ländern und Kommunen.

John betonte, die Angehörigen der Opfer würden die politische Diskussion um die Morde der Zwickauer Neonazi-Zelle mit Interesse, aber auch "mit einiger Fremdheit" verfolgen. "Den Hinterbliebenen kommt es natürlich darauf an zu wissen, wer die Verantwortung trägt." Sie wüssten jetzt zwar, welche Täter als Schuldige festgemacht worden seien, aber es gehe um mehr: "Gab es Vereitelung im Amt, gab es auch professionelle Ignoranz, die dazu geführt hat, dass ( ... )nicht die Spur in das rechtsradikale Milieu erfolgt ist?"

Fast alle Familien seien außerordentlich interessiert, aber "München ist eigentlich der einzige Ort, wo auch die Polizei die Verbindung in die Opferfamilien hinein hält. In den anderen Orten ist mir das nicht bekannt." Es sei aber außerordentlich wichtig, dass das geschehe: "Sie brauchen Aufklärung."

Sie können das vollständige Gespräch mit Barbara John mindestens bis zum 13.06.2012 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio

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