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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 10.06.2009

"Obsessed"

Debütfilm des Serien-Regisseurs Steve Shill

Gesehen von Hans-Ulrich Pönack

Die Schauspielerin Beyoncé Knowles bei der Premiere von "Obsessed" in New York. (AP)
Die Schauspielerin Beyoncé Knowles bei der Premiere von "Obsessed" in New York. (AP)

Ein erfolgreicher Immobilienverwalter wird von seiner neuen Büro-Aushilfe verfolgt und belästigt. Seine Ehefrau geht zum Angriff über auf die nervende Stalkerin. Hans-Ulrich Pönack: "Doof-Kino".

USA 2009. Regie: Steve Shill. Darsteller: Idris Elba, Beyoncé Knowles, Ali Larter, Bruce McGill, Jerry O'Connell, Christine Lahti, Bonnie Perlman. Länge: 108 Minuten

"Obsessed" von Steve Shill, einem amerikanischen TV-Serien-Routinier ("Law & Order"), ist das ganze Gegenteil zum ersten Film: Ein Debütfilm, der sich als "völlig überflüssig" zeigt. 15 Jahre ist es her, dass Demi Moore in "Enthüllung" Michael Douglas sexuell belästigte und kräftig eins auf die Karriere-Nase bekam. Und gar 22 Jahre ist es her, dass selbiger Michael Douglas sich in "Eine verhängnisvolle Affäre" mit dem Aas Glenn Close einließ und daran übel "zu knabbern" hatte.

Nun also die neuerliche Variation, in der diesmal eine weiße Frau einen schwarzen Ehemann verfolgt, wobei sich die Verführerin umgehend als psychopathische Stalkerin erweist, was alle Saal-Zuschauer sofort erkennen, nur eben der nette, "überforderte" Ehemann "oben" auf der Leinwand nicht.

Der heißt übrigens Derek Charle (Idris Elba), hat soeben als erfolgreicher Manager mit Frau und Baby eine große Villa bezogen, als Lisa (Ali Larter) im Büro auftaucht. Eine ebenso attraktive wie blonde und "besessene" junge Aushilfe, die sich Derek um jeden Preis "angeln" möchte. Doch der will partout nicht. Also wird Lisa handfester. Was Ehefrau Sharon auf den kämpferischen Plan ruft.

Die Pop-Lady Beyoncé Knowles wandelt in den schauspielerischen Fußstapfen einer Jennifer Lopez. Nach respektablen Auftritten in musikbezogenen Filmen wie "Dreamgirls" und "Cadillac Records" hat sie hier nun ihren ersten nicht-musikalischen Charakter-Auftritt. Ganz ordentli1ch, doch leider in einem mäßigen, vorhersehbaren, dramaturgisch defizitären, also reichlich spannungslosen "Frauen-Krimi". In dem zuletzt, Obama lässt wohl emanzipatorisch endgültig grüßen, eine junge dynamische schwarze Frau gegen ein weißes Luder antritt und dabei "kräftigst zurückkeilt". Unter Notwehrbedingungen, natürlich.

Aber auch DAS kann den innerlich längst aufgegebene Film wenig "erhellen", man hatte bereits längst gelangweilt und verärgert "abgeschaltet". Doof-Kino.

Film-Homepage "Obsessed"

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