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Fazit / Archiv | Beitrag vom 08.12.2010

"Nowhere Boy"

Jörg Taszman über die Verfilmung der Jugendjahre von John Lennon

"Nowhere Boy" ist ein Biopic über das Leben des jungen John Lennon. Der Regisseurin Sam Taylor Wood gelingt es in dem Film sehr einfühlsam, die "wilden Jahre" eines ganz normalen Teenagers einzufangen, der aus den kleinbürgerlichen Zwängen seiner Umwelt in den Fünfzigerjahren ausbricht.

Großbritannien/Kanada 2009, Regie: Sam Taylor-Wood, Darsteller: Aaron Johnson, Kristin Scott Thomas, Anne-Marie Duff, David Morrissey, Thomas Brodie Sangster, Sam Bell, David Threlfall, Ophelia Lovibond, Jack McElhone, freigegeben ab 12 Jahren, 98 Minuten

Liverpool 1955. Der 15-jährige John Lennon ist ein Teenager mitten in der Pubertät. Aufgezogen wird er von seiner Tante Mimi und ihrem Mann, mit dem sich John gut versteht. Doch dann stirbt sein Ersatzvater plötzlich, seine leibliche Mutter -die nur ein paar Häuser weiter wohnt - spielt wieder eine wichtigere Rolle und der junge Lennon entdeckt die Rockmusik und die Mädchen.

Sehr einfühlsam hat die Regisseurin Sam Taylor Wood die sogenannten "wilden Jahre" wie die eines ganz normalen Teenagers eingefangen, der aus den kleinbürgerlichen Zwängen seiner Umwelt in den rigiden Fünfzigerjahren ausbricht. Dabei entsteht ein komplexes, liebevolles Porträt eines jungen Mannes, der am Ende des Films nach Hamburg gehen wird. Und so ist "Nowhere Boy" ein Vor-Beatles Film, nicht nur für (Musik-)fans, sondern ein klug beobachteter "Coming-of-Age"- Film, wie man im Englischen so schön treffend sagt.

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