Montag, 26. Januar 2015MEZ13:25 Uhr

Die Reportage

Ebola in LiberiaSchlimmer als der Bürgerkrieg
Der Kampf gegen Ebola ist noch nicht gewonnen: Krankenpfleger in Liberia.

Ebola ist aus den Schlagzeilen verschwunden, aber die Krankheit wütet weiter in Westafrika. In Liberia sind Schulen und Universitäten geschlossen, die Studenten verdingen sich als Totengräber. Doch es gibt auch Hoffnung.Mehr

AusbildungVerborgene Talente
Talent-Scout Suat Yilmaz unterhält sich am 03.12.2014 in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) im Kuniberg-Berufskolleg mit einer Schülerin.

Dieser Job ist einmalig in Deutschland: Suat Yilmaz ist Talente-Scout an der Fachhochschule Gelsenkirchen. Er geht in die Schulen der Region und versucht, vor allem Jugendliche aus Arbeiterfamilien zu einem Studium zu motivieren. Mehr

Kaderschmiede für AfrikaDie neuen Mandelas
Schülerinnen und Schüler an der African Leadership Academy (ALA) im südafrikanischen Johannesburg stehen um eine Afrikakarte.

Mandelas Vermächtnis bewahren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Ghanaer Fred Swaniker in Johannesburg die African Leadership Academy gegründet. Die Eliteschule in Südafrika soll visionäre Führungspersönlichkeiten hervorbringen.Mehr

weitere Beiträge

Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 10.02.2013

Nomaden in Not

Vom Ende der Fische und Fischer

Von Tina Hüttl

Den Fischern wird die Lebensgrundlage genommen.
Den Fischern wird die Lebensgrundlage genommen. (picture alliance / dpa / Landov Odeski)

Das Volk der Bajos segelte jahrhundertelang auf Hausbooten durch den Westpazifik. Die Nomaden, die auch Zigeuner der Meere genannt werden, gelten in Indonesien als die besten Fischer der Welt. In den 60er-Jahren zwang sie die Regierung in Jakarta, in Wasserdörfern sesshaft zu werden. Ihre Traditionen, ihre Lebensweise blieb aber von nomadischem Denken geprägt, ein Denken, das sich nicht mit der modernen Zeit verträgt.

Auf dem Meer kann ihnen niemand etwas vormachen, auf einem Marktplatz sind sie verloren. Auf einem immer gierigeren Weltmarkt werden sie ausgenutzt als billige Lieferanten. Und so könnte eine ihrer alten Legenden, die besagt, dass die Bajos immer durch die Meere ziehen müssen, am Ende wahr werden. Schon jetzt ziehen junge Bajos als moderne Arbeitsnomaden nach China, Taiwan oder Malaysia, um auf Fischtrawlern anzuheuern, weil in ihrer Heimat ihre Lebensgrundlage - die Fischstöcke - mehr und mehr schwindet.

Tina HüttlTina Hüttl (Bernhard Ludewig)Tina Hüttl: "Ein paar Tage mit den Bajos zu leben, war total faszinierend. Es gibt wirklich so was wie eine nomadische Seele. Ich habe zum Beispiel einige Bajos nach ihren Wünschen für die Zukunft gefragt. Und sie haben meine Frage gar nicht verstanden. Es gibt kein Wort für Zukunft in der Sprache der Bajos. Sie leben total im Hier und Jetzt, und das ist toll und faszinierend, aber gleichzeitig wird es ihnen auch zum Verhängnis."

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