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Interview / Archiv | Beitrag vom 02.11.2010

Nicht mehr Terra Incognita

Osteuropa im Fokus der internationalen Filmwirtschaft

Osteuropa rückt in Cottbus in den Fokus der Filmkameras. (Stock.XCHNG / Pawel Zawistowski)
Osteuropa rückt in Cottbus in den Fokus der Filmkameras. (Stock.XCHNG / Pawel Zawistowski)

Der Direktor des Cottbuser Filmfestivals, Roland Rust, hat die alljährliche osteuropäische Filmschau in der Stadt als einen Seismographen für die Entwicklung in Europa bezeichnet.

Lange Zeit sei Osteuropa im Kulturverständnis des Kontinents eine Art Terra Incognita gewesen, was aber dem Alltag und der Lebenswirklichkeit nicht mehr gerecht werde, sagte der Chef des Festivals für den osteuropäischen Film. Das Cottbuser Filmfestival bilde diese ab. In den vergangenen 20 Jahren sei es kontinuierlich gewachsen und werde nun zu den weltweit 50 bedeutendsten Filmfestivals gezählt.

An der verstärkten Aufmerksamkeit für den osteuropäischen Film habe das Cottbuser Filmfestival einen wichtigen Anteil, sagte Rust: "Im Lauf der Jahre (…) konnte es sich kontinuierlich entwickeln und im Nachhinein sieht das doch sehr visionär aus, was man sich da Anfang der 90er Jahre ausgedacht hat." Damit leiste es einen wichtigen Beitrag für die europäische Einigung.

Das Festival des osteuropäischen Films in Cottbus startet am Dienstag mit dem serbischen Film "Die Frau mit der gebrochenen Nase" von Regisseur Srdan Koljevic. Es läuft bis zum 7. November. Gezeigt werden 140 Filme aus mehr als 40 Ländern.

Das vollständige Interview mit Roland Rust können Sie bis zum 2.5.2011 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

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