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Forschung und Gesellschaft / Archiv | Beitrag vom 19.07.2012

Neues Gesicht als zweite Chance

Wie die Mikrochirurgie entstellten Menschen hilft

Von Margrit Braszus

Bei der Rekonstruktion des Gesichtes arbeiten verschiedene Spezialisten eng zusammen.
Bei der Rekonstruktion des Gesichtes arbeiten verschiedene Spezialisten eng zusammen. (Stock.XCHNG / N. S. Junior)

Am Freiburger Rekonstruktionszentrum der Uniklinik versucht man Menschen, die durch Unfall oder Krebs schwer entstellt wurden, ein neues Gesicht zu geben. Dank innovativer mikrochirurgischer Methoden erzielen die Mediziner dort immer bessere Ergebnisse.

Kaum etwas macht den Menschen mehr aus als sein Gesicht. Zumindest am Anfang einer Begegnung. Der Mensch identifiziert sich mit seinem Gesicht: Seine Persönlichkeit kommt darin zum Ausdruck, seine Mimik ist existentiell für die Kommunikation mit einem Gegenüber.

Deshalb ist es auch so dramatisch, wenn ein Gesicht verunstaltet wird. Gewalteinwirkung, ein Unfall, eine Krankheit können es verändern oder sogar entstellen - für die Betroffenen eine Frage von Leben und Tod. Ein Tumor frisst sich durch die Haut, zerstört eine Gesichtshälfte, beeinträchtigt Seh- und Sprechvermögen.

Inwieweit kann die moderne Medizin hier helfen? Was ist möglich jenseits luxuriöser Schönheitskorrekturen? Kann man tatsächlich ein "neues Gesicht" bekommen? Betroffene Patienten und behandelnde Ärzte geben Auskunft.

An der Freiburger Uniklinik arbeiten Mikrochirurgen eng zusammen mit Neuroradiologen, plastischen Chirurgen, Hautärzten und Computerspezialisten. Seit 2005 ist es möglich, Gesichtsteile nicht nur zu rekonstruieren, sondern auch zu transplantieren. 14-mal wurde in den letzten Jahren sogar ein ganzes Gesicht transplantiert. Über die Not der Betroffenen, die operativen Eingriffe, ihre Gefahren und die Möglichkeiten der Medizin.

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