Seit 05:07 Uhr Studio 9
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 05:07 Uhr Studio 9
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 11.02.2016

Neues Bündnis für Demokratie und Toleranz"Zusammenhalt stärken, Flüchtlinge integrieren"

DGB-Chef Reiner Hoffmann im Gespräch mit Anke Schaefer und Christopher Ricke

Reiner Hoffmann in seiner Heimatstadt Wuppertal. (Deutschlandradio / Nicolas Hansen)
DGB-Vorsitzender Hoffmann: "Wir müssen aufklären und zeigen, wie Integration geht" (Deutschlandradio / Nicolas Hansen)

Ein neues und breites gesellschaftliches Bündnis will den Zusammenhalt der Menschen in Deutschland fördern und für eine gute Integration der Flüchtlinge sorgen. Es werde sich über einen langen Zeitraum engagieren, kündigt DGB-Chef Reiner Hoffmann an.

Es gibt auch noch gute Nachrichten. Eine neue Allianz hat sich gegründet, und zu ihr gehören so gut wie alle gesellschaftlich relevanten Kräfte. Die zehn Organisationen und Verbände – Arbeitnehmer, Arbeitgeber, die Kirchen, der Koordinationsrat der Muslime, der Zentralrat der Juden, Wohlfahrtsverbände, Deutscher Kulturrat, Olympischer Sportbund und der Deutsche Naturschutzring - wollen jetzt mit einer Stimme in der Flüchtlingsdebatte sprechen.

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, sagte im Deutschlandradio Kultur, die neue "Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt" habe eine gemeinsame Wertehaltung und trete für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts ein. Bei gemeinsamer Anstrengung werde die Integration der Flüchtlinge gelingen, betonte er.

"Wir müssen aufklären und zeigen, wie Integration geht"

Hoffmann verwies auf die politische Stimmung in Deutschland. Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus hätten zugenommen, sagte er. Da dürfe man nicht einfach wegschauen, sondern müsse sich damit auseinandersetzen.

"Wir müssen aufklären und zeigen, wie Integration geht", betonte er. Insbesondere dürften jobsuchende Migranten und einheimische Arbeitslose nicht gegeneinander ausgespielt werden. Hoffmann kündigte ein Engagement des Bündnisses über einen längeren Zeitraum an. Die Integration der Flüchtlinge werde "lange Zeit in Anspruch nehmen".

Mehr zum Thema

Bildung von Flüchtlingskindern - "Länder und Kommunen nicht bei der Integrationsaufgabe hängen lassen"
(Deutschlandfunk, Campus & Karriere, 09.02.2016)

Diskussion um Einwanderungsministerium - "Wir dürfen die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen"
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 08.02.2016)

Flüchtlinge - Gegen ein Ministerium für Migration!
(Deutschlandradio Kultur, Politisches Feuilleton, 08.02.2016)

DGB-Chef Hoffmann - Integration kann gelingen
(Deutschlandfunk, Interview, 08.02.2016)

Integration - Ist Sprache das einzige Kriterium?
(Deutschlandfunk, Hintergrund, 07.02.2016)

Junge Flüchtlinge - Integration durch Ausbildung
(Deutschlandfunk, Campus & Karriere, 05.02.2016)

Flüchtlinge in der Mainzer Fastnacht - Integration ins närrische Treiben
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 02.02.2016)

Interview

Seltene ErkrankungenMehr Hilfe auf einem langen Leidensweg
Ein Arzt spricht mit seiner Patientin. (picture-alliance / dpa)

Es sind ernüchternde Zahlen: Von 6.000 seltenen Krankheiten gibt es für 100 eine Therapie. Die Medizinerin Elisabeth Steinhagen-Thiessen sieht aber große Chancen für Patienten in der Molekulargenetik. Und sie hat auch eine Idee, wie man teure Therapien finanzieren könnte. Mehr

Deniz YücelBis zu fünf Jahre U-Haft ohne Anklage
Yücel sitzt als Gast einer Talkshow auf dem Podium.  (dpa/Karlheinz Schindler)

Die Empörung in Deutschland ist groß: Ein türkischer Richter verhängte Untersuchungshaft gegen den Türkei-Korrespondenten der "Welt" Deniz Yücel. Ein Fall, der allerdings fast schon Alltag geworden sei, sagt unser Korrespondent Reinhard Baumgarten. Mehr

Produktives ScheiternFehler als kreatives Prinzip
"La La Land"-Produzent Jordan Horowitz stellt klar, dass wirklich nicht er den Oscar für den besten Film gewonnen hat, sondern die "Moonlight"-Crew. (AFP /  Mark RALSTON)

Alle Welt lacht über die Verwechslung bei der Oscar-Verleihung. Die Künstlerin Laura Kuch betont jedoch, dass in der Kunst Fehler integraler Teil des Schaffensprozesses sind. Im Fehler liege das Potenzial, einen neuen Weg einzuschlagen.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur