Seit 20:03 Uhr Konzert
 
Mittwoch, 25. Mai 2016MESZ20:52 Uhr

Kulturnachrichten

Donnerstag, 21. Januar 2016

Neue Internetseite zu 100 Jahre Bauhaus

Portal seit Donnerstag online

Eine neue Internetplattform gibt seit Donnerstag Auskunft über das 100. Gründungsjubiläum der legendären Bauhaus-Schule 2019. Unter www.bauhaus100.de stehen Informationen über Geschichte, Hintergründe und geplante Veranstaltungen bereit. Die 1919 in Weimar gegründete Designschule gilt bis heute weltweit als wegweisend. Für das Jubiläum arbeiten das Bauhaus-Archiv in Berlin, die Stiftung Bauhaus Dessau und die Klassik Stiftung Weimar zusammen.

Jüngster "Asterix"-Band Frankreichs Bestseller 2015

36. Gallier-Abenteuer erschien erst im Oktober

Mit mehr als 1,6 Millionen Exemplaren haben die Franzosen im vergangenen Jahr den neuesten "Asterix"-Band auf Platz eins der französischen Bestsellerliste 2015 katapultiert. "Der Papyrus des Cäsar" war erst im Oktober erschienen und wurde dennoch mehr als doppelt so oft verkauft wie der zweitplatzierte Roman "Grey" aus der "Fifty Shades of Grey"-Reihe der als E. L. James schreibenden britischen Autorin Erika Leonard mit 624 600 Exemplaren. Das Magazin "Livres Hebdo" veröffentlichte die mit dem Marktforschungsinstitut GfK erhobenen Zahlen am Donnerstag. Das 36. Abenteuer von Asterix und Obelix stammt aus den Federn von Jean-Yves Ferri und Didier Conrad, die die berühmten Comics von Albert Uderzo und René Goscinny weiterführen.

Berühmtes Bilderpaar in Berlin restauriert

Caspar-David-Friedrich-Werke zunächst in Sonderausstellung

Das berühmteste Bilderpaar der deutschen Romantik, Caspar David Friedrichs "Mönch am Meer" und "Abtei im Eichwald", ist wieder in (fast) originalem Zustand zu sehen. Die Alte Nationalgalerie in Berlin hat die beiden Gemälde von 1810 in dreijähriger Arbeit restauriert. Zahlreiche Übermalungen, Retuschen und bis zu sieben Schichten vergilbter Firnis wurden abgetragen. Die Bilder sind bis zum 22. Mai in einer Sonderausstellung mit Details zur Restaurierung auf der Museumsinsel zu sehen. Die Alte Nationalgalerie hat eigenen Angaben zufolge die größte Caspar-David-Friedrich-Sammlung der Welt.

Adenauer-Stiftung zeichnet Autor Michael Kleeberg aus

Berliner Autor erhält Literaturpreis

Der Schriftsteller und Übersetzer Michael Kleeberg erhält den mit 15.000 Euro dotierten Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2016. Zuletzt waren von dem in Berlin lebenden Autor die Romane "Das amerikanische Hospital" (2010) und "Vaterjahre" (2014) erschienen. Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer- Stiftung und frühere Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, sagte, Kleeberg sei ein "europäischer und politisch wachsamer Denker der Freiheit". Pöttering wird den Literaturpreis am 5. Juni 2016 in Weimar verleihen. Als Citoyen in der deutsch-französischen Tradition sei Kleeberg ein politisch aufmerksamer Erzähler seiner Zeit, nach eigenen Worten "skeptisch, ironisch, der Freiheit mehr verpflichtet als der Gleichheit", erklärte die Preisjury. Die Adenauer-Stiftung verleiht ihren Literaturpreis seit 1993.

Archiv für Künstlernachlässe wird ausgebaut

Nachlässe von 34 zeitgenössischen Künstlern werden in der Abtei Brauweiler bereits betreut

Das Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds in der Abtei Brauweiler wird ausgebaut. Das 2010 eröffnete Archiv in Pulheim bei Köln erhalte einen Erweiterungsbau mit Schauräumen, teilte die Stiftung Kunstfonds am Donnerstag in Bonn mit. Die Finanzierung sei nun gesichert. Die geplanten Baukosten in Höhe von 7,5 Millionen Euro teilen sich zu je einem Drittel der Bund, das Land NRW und der Landschaftsverband Rheinland. Als Eröffnungstermin werde das Jahr 2019 avisiert. Das Archiv in einer ehemaligen Benediktinerabtei betreut nach Angaben einer Sprecherin inzwischen die Nach- und auch Vorlässe von 34 zeitgenössischen Künstlern. Unter anderem sind einstige Documenta-Teilnehmer wie Reiner Ruthenbeck und Ludger Gerdes dort vertreten. Das Archiv ist nicht nur Lager, sondern hält die Namen der Künstler durch Leihgaben für Ausstellungen in Umlauf.

Schriftstellerin Edmonde Charles-Roux gestorben

Chanel-Biografin und Prix Goncourt-Preisträgerin wurde 95 Jahre alt

Die Autorin von "Palermo vergessen" starb am Mittwochabend in Marseille, wie die Sekretärin der Académie Goncourt Marie Dabadie auf Twitter bekanntgab. Charles-Roux stand der französischen Literaturvereinigung, die alljährlich den begehrten Prix Goncourt verleiht, von 2002 bis 2014 vor. Sie selber erhielt den Preis 1966 für ihren Erstlingsroman "Palermo vergessen", der 1990 von Francesco Rosi verfilmt wurde. In dem Buch erzählt sie unter anderem von ihrer Kindheit in Sizilien. Ehe die in der Nähe von Paris geborene Autorin die Schriftstellerei entdeckte, arbeitete Charles-Roux als Redakteurin für die Frauenzeitschrift "Elle" und war Chefredakteurin der französischen Ausgabe von "Vogue". Ihre 1979 veröffentlichte Biografie über die legendäre Modemacherin Coco Chanel "Le temps Chanel" diente dem 2009 erschienen Historienfilm "Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft" mit Audrey Tautou als Vorlage. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete die Widerstandskämpferin und Tochter des französischen Historikers und Diplomaten François Charles-Roux freiwillig als Krankenschwester.

"Kirche des Jahres" steht in Thüringen

Rund 6.000 Menschen beteiligten an der Abstimmung zur "Kirche des Jahres"

Die thüringische Dorfkirche Sankt Laurentius in Kirchheim ist zur "Kirche des Jahres 2015" gekürt worden. Sie setzte sich im Wettbewerb der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland gegen zwölf weitere Bewerber durch, wie die Evangelische Kirche in Deutschland mitteilte. Den zweiten Platz belegt die Stadtkirche Witzhelden (Nordrhein-Westfalen), gefolgt von der frühgotischen Backsteindorfkirche im mecklenburgischen Alt-Karin. Die aus dem 12. Jahrhundert stammende Laurentius-Kirche ist für ihre kostbare Ausstattung bekannt. Dazu gehören auch die von Ernst Liebermann (1869-1960) gemalten biblischen Szenen an der Decke des Langhauses und im Chor.

Abba für einen Abend wiedervereint

Popgruppe tritt bei Restauranteröffnung in Stockholm gemeinsam auf

Die griechische Taverne "Tyrol" in Stockholm ist vom Musical "Mamma Mia" inspiriert worden, das auf den Hits von Abba basiert. So kamen die Bandmitglieder Agnetha, Benny, Björn und Anni-Frid gestern Abend zusammen, um das Restaurant zu eröffnen. Bandmitglied Björn Ulvaeus hatte die Idee dazu, er verspricht "ein Experiment einer Nacht, die gefüllt ist mit Musik, gutem Essen, Drinks, Tanz und Glück". Auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte die Band in der Nacht zum Donnerstag ein Foto, das die vier Bandmitglieder gemeinsam zeigt - mit dem Kommentar: "Großartige Nacht!!!!" Singen wollten die vier allerdings nicht zusammen. Es wird auch nicht erwartet, dass die vier Musiker noch einmal gemeinsam auf einer Bühne stehen.

Internationaler Tag der Jogginghose

Der "International Sweatpants Day" geht auf eine Faschingsidee von Schülern aus der Österreich zurück

Globale Anerkennung für die Jogginghose fordern die Initiatoren eines ungewöhnlichen Aktionstages. Am 21. Januar als internationalem Jogginghosentag soll der Schlabberlook zum Leidwesen modebewusster Zeitgenossen überall präsentiert werden. Der "International Sweatpants Day" geht auf eine Faschingsidee von vier Schülern aus der österreichischen Stadt Graz zurückNach ihren Angaben bekennen sich inzwischen Hunderttausende in mehr als 50 Ländern zur Bequemlichkeit. Sie gehen am 21. Januar demonstrativ in Jogginghosen zur Arbeit, ins Restaurant oder zu besonderen Schlabber-Partys. Modedesigner Karl Lagerfeld sagt indes über die bequeme Hose: "Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren."

Kunstmesse Art Stage Singapore eröffnet

170 Galerien aus über 30 Ländern zeigen Kunsttrends aus Südostasien

Die Kunstmesse Art Stage Singapore erwartet nach Angaben ihres Schweizer Gründers Lorenzo Rudolf bis zum Sonntag mehr als 50 000 Besucher. Die Messe zeigt schwerpunktmäßig zeitgenössische Kunst aus der Region um Thailand, Indonesien und den Philippinen. "Noch ist das Feld hier sehr durch nationale Märkte dominiert", sagte Rudolf vor dem Auftakt. Die Messe diene als Marktplatz, als Brücke zwischen Künstlern, Galerien und Märkten und als Aufklärer, etwa über die Rolle der zeitgenössischen Kunst als Spiegelfläche der gesellschaftlichen Realität. Neben der Verkaufsausstellung hat die Messe eine Ausstellung und eine Vorlesungsreihe zum Thema Urbanisierung im Programm.

Legendäre indische Tänzerin Sarabhai gestorben

Mrinalini Sarabhais Tanzinstitut hat Tausende Tänzer und Choreografen ausgebildet

Die legendäre indische Tänzerin Mrinalini Sarabhai ist im Alter von 97 Jahren gestorben. Das teilte ihr Sohn Kartikeya Sarabhai mit. Sarabhai wurde 1918 im Staat Kerala geboren. In der Schweiz und in Kalkutta erhielt sie ihre Tanzausbildung, sie hatte auch einen Aufenthalt an der New Yorker Schauspielschule American Academy of Dramatic Arts. Danach kehrte sie nach Indien zurück und begann ihrer Karriere als klassische Tänzerin. 1948 gründete sie ein Tanzinstitut in Ahmadabad, in dem sie Tausende Tänzer und Choreographen ausbildete. Daneben choreographierte sie mehr als 300 Tanz-Aufführungen. Sie schrieb auch Erzählungen, Theaterstücke, Poesie und Geschichten für Kinder.

Carl-von-Ossietzky-Preis für Ahmad Mansour

Der Psychologe und Autor erhält den Preis am 3. Mai

Die Jury des Carl-von-Ossietzky-Preises 2016 hat sich für den Psychologen und Buchautor Ahmad Mansour entschieden. Der 39jährige, heißt es in der Begründung, setze sich "eindrucksvoll für ein demokratisches, gewaltfreies und friedliches, dem Grundgesetz und den Menschenrechten verpflichtetes Zusammenleben" ein. Mansour lebt seit 10 Jahren in Deutschland. Der Palästinenser mit israelischem Pass wäre nach eigenen Angaben in seiner Heimat beinahe radikaler Islamist geworden. Die Stadt Oldenburg zeichnet mit dem Preis alle zwei Jahre Menschen aus, die sich mit der Person Ossietzkys, dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus oder im Geiste Ossietzkys mit Politik und Zeitgeschichte befassen.

Deutscher Krimi Preis 2016 für Friedrich Ani

Das teilte das Bochumer Krimi Archiv mit

Der Münchner Friedrich Ani ist für "Der namenlose Tag" mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet worden. Die Geschichte handelt von einem Vater, der den pensionierten Kommissar Jakob Franck bittet, die Umstände zu untersuchen, unter denen seine Tochter vor 20 Jahren starb. Mit dem undotierten Preis werden seit 1985 Autoren geehrt, die "literarisch gekonnt und inhaltlich originell dem Genre neue Impulse" geben. Eine öffentliche Verleihung findet nicht statt. Der Jury gehören Literaturkritiker, Literaturwissenschaftler und Vertreter von Krimi-Buchhandlungen an. Der zweite Platz für den Preis wurde in diesem Jahr Merle Kröger für "Havarie", ein Krimi um Schiffe und Flüchtlingsboote im Mittelmeer zugesprochen. Internationale Preise gingen an Richard Price für "Die Unantastbaren" und Fred Vargas für "Das barmherzige Fallbeil".

Kulturnachrichten hören

Januar 2016
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31

Fazit

KulturpolitikDrama um das Theater in Augsburg
Das Stadttheater in Augsburg (picture alliance / dpa / Karl-Josef Hildenbrand)

Das Augsburger Theater muss Mitte Juni schließen wegen Sanierungsmaßnahmen. Das Theater ist geschockt, denn die Schließung wurde erst am Wochenende kurzfristig bekannt gegeben. Zugleich kämpft es gegen ein Volksbegehren, das die Sanierung stoppen will.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge