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Naturkundemuseen müssen sich neuen Begebenheiten anpassen

Berliner Generaldirektor Johannes Vogel setzt auf Veränderung angesichts kommunaler Sparpolitik

Dinosaurier im Naturkundemuseum Berlin
Dinosaurier im Naturkundemuseum Berlin (Janine Wergin/dradio.de)

Der Generaldirektor des Naturkundemuseums Berlin, Johannes Vogel, hat die besondere Rolle der Naturkundemuseen für eine moderne Wissensgesellschaft hervorgehoben. Die Museen seien in der Lage, Wissenschaft zu kommunizieren.

Solche Orte müssten in der Gesellschaft erhalten werden, sagte Vogel. Gleichzeitig müssten sich die Naturkundemuseen den neuen Begebenheiten anpassen und sich etwas verändern. Sie müssten mehr Teilhabe an der Wissenschaft ermöglichen und nicht nur in den Kellern große Archive lagern. Dank solcher Veränderungen könnten sie in der Gesellschaft einen ganz anderen Stellenwert erreichen, sagte er.

"Gerade in den Kommunen wird es mit dem Sparzwang immer dringlicher", sagte Vogel mit Blich auf die aktuelle Debatte über die Zukunft des Museums für Natur und Umwelt in Lübeck. Deshalb könne er sich vorstellen, dass verschiedene Sammlungen und deren Notwendigkeit neu geprüft würden. Eine mögliche Konzentration zugunsten der Museen in den großen Städten beurteilte der Generaldirektor zwiespältig: "Zum einen finde ich das richtig, dass ... spektakulären Ausstellungen wie unsere Dinosaurier-Ausstellung natürlich Sachen sind, die am besten in Berlin gemacht werden können." Andererseits solle der Mensch die Natur auch dort kennenlernen, wo er sei. "Da müssen Naturkundemuseen eine Vermittlerrolle für die lokalen Gemeinschaften und Bürgergesellschaft bilden."

Das vollständige Gespräch mit Johannes Vogel können Sie bis zum 14. Januar 2013 als MP3-Audioin unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.

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