Mittwoch, 27. Mai 2015MESZ15:52 Uhr

Literatur

Athen bei NachtWenn sich der Abend senkt
Athen - Akropolis Griechenland (picture alliance / dpa / Andreas Neumeier)

Der Schriftsteller Andreas Schäfer ist fasziniert von der Widersprüchlichkeit Athens. Um ihrem Rätsel näherzukommen, erkundet er auf einem Moped das abendliche und nächtliche Athen.Mehr

Fritz Rudolf Fries zum GedenkenDer Rausch im Niemandsland
Fritz Rudolf Fries (imago/ gezett)

Im Alter von sechs Jahren zog der in Bilbao geborene Fritz Rudolf Fries in die DDR. Jazz, Literatur, Politik: Von einem magischen Dreieck handelt das Feature über den späteren Schriftsteller, der letztes Jahr gestorben ist und am 19. Mai 80 Jahre alt geworden wäre.Mehr

OptimierungEntwürfe des perfekten Menschen
Smartphone mit einer Fitness-App, daneben eine Hantel auf einem Handtuch (Imago / Westend61)

In zeitgenössischen Romanen von Juli Zeh, Angelika Meier, Benjamin Stein und anderen wird der Mensch mittels Medizin und Technik optimiert. Dabei stellt sich die Frage: Was ist Science Fiction und was bereits Realität? Mehr

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Literatur / Archiv | Beitrag vom 08.07.2012

Mutter Erde, Vater Land

Ein Streifzug durch Erd-Geschichten in der Literatur

Von Jörg Magenau

Rückbesinnung auf realen Boden und den Geruch der Erde (AP)
Rückbesinnung auf realen Boden und den Geruch der Erde (AP)

Erde ist, mit den ersten Sätzen der "Genesis" beginnend, der Urgrund der Geschichte. Erde ist mit Feuer, Luft und Wasser eines der vier kosmologischen Elemente. In der Mythologie steht Erde für Fruchtbarkeit und Leben, aber auch für den Tod.

Seit Menschen das Land kultivierten, Ackerbau betrieben und sesshaft wurden, entwickelten sie eine besondere Beziehung zur Erde als Heimat. Sie unterwarfen nicht nur die Natur ihren Zwecken, sondern teilten die Erde auf und machten daraus Grundbesitz.

Literatur mit Bodenhaftung gerät rasch unter Blut-und-Boden-Verdacht – dabei haben auch Exilromane und Bücher, die von Flucht und Vertreibung handeln, ihr besonderes Verhältnis zur Erde. Romane über Bauerntum und Landleben werden als antimoderner, provinzieller Gegenpol zur Literatur der Großstadt und der Mobilität wahrgenommen – dabei wurzelt hier das ökologische Bewusstsein der Moderne.

Und wenn sich in der Gegenwart das Leben mehr und mehr im virtuellen Raum der Netzwelten verflüchtigt, bekommt die Rückbesinnung auf realen Boden und den Geruch der Erde plötzlich wieder eine existenzielle Dimension. Jörg Magenau begibt sich auf einen Streifzug durch die Erd-Geschichten der Literatur.


Das Manuskript zur Sendung im PDF-Format und im barrierefreien Text-Format