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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 14.07.2010

"Moon"

Anke Leweke über ein melancholisches Einpersonenstück in den Weiten des Alls

Science-Fiction ohne Schlachten und Knalleffekte: Der Sohn von Popsänger David Bowie, Duncan Jones, porträtiert einen Raumfahrer und dessen Einsamkeit auf dem Mond.

Großbritannien 2009, Regie: Duncan Jones, Hauptdarsteller: Sam Rockwell, 97 Minuten

Schon sein Vater war begeistert von Stanley Kubricks "2001". Für David Bowie war dieser Science-Fiction-Film Inspirationsquelle für das Album "Space Oddity". Vier Jahrzehnte später dreht nun sein Sohn einen Film, der die Motive und Themen von Kubricks Klassiker aufgreift, aktualisiert und neu interpretiert. Wie in Bowies Songs und Kubricks Film geht es auch bei Duncan Jones um die Einsamkeit eines Raumfahrers, der "Outer Space" wird zum "Inner space" eines einzigen Protagonisten.

Mit Sam Bell (Sam Rockwell) finden wir uns in einer Raumstation auf dem Mond wieder, seit drei Jahren überwacht er hier die automatisierten Erntemaschinen des mächtigen Energiekonzerns Lunar Industries, der die Erde mit dem Element Helium 3 versorgt. Einziger Gesprächspartner für Sam ist der Bordcomputer Getty (gesprochen von Kevin Spacey), er schneidet ihm auch die Haare und kümmert sich rührend um Sams gesundheitliches wie auch psychisches Wohlbefinden.

Auch wenn ein Zitat aus Kubricks Film, ist Getty anders als HAL darauf programmiert, Sam zu unterstützen. Denn eines Tages wird Sam nach einem Unfall einen Mann finden, der aussieht wie er selbst. Ist dieser Mann ein Klon? Ist vielleicht Sam auch nur ein Klon? Warum gehen ihm immer mehr Erinnerungen verloren, hat man als künstliche Intelligenz einen eigenen Willen? Sam und sein Doppelgänger recherchieren mit Gettys Hilfe ihr eigenes Schicksal. "Moon" ist ein Science-Fiction-Film der weder Effekte noch Schlachtszenen braucht, um den Zuschauer mit in andere Sphären zu nehmen.

Filmhomepage (engl.)

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