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Kulturnachrichten

Sonntag, 8. November 2015

Monique Schwitter erhält Schweizer Buchpreis

Ausgezeichnet wurde der Roman "Eins im Andern"

Die deutsch-schweizerische Autorin Monique Schwitter hat den Schweizer Buchpreis 2015 gewonnen. Die mit 30 000 Franken (etwa 27 700 Euro) dotierte Auszeichnung wurde ihr für den Roman "Eins im Andern" heute in Basel überreicht. Die Jury würdigte das Werk als "facettenreiche Darstellung einer Liebesbiografie - kräftig, humorvoll und nachdenklich". Trotz seiner strikten Struktur- die Erzählerin ordnet die verschiedenen Lieben ihres Lebens den zwölf Aposteln zu - wirke es nie künstlich erzwungen. Die ehemalige Schauspielerin wurde 1972 in Zürich geboren und lebt mittlerweile in Hamburg.

Zwei Österreicherinnen gewinnen open mike

Berliner Literatur-Nachwuchswettberwerb ist mit 7500 Euro dotiert

Beim Literatur-Nachwuchswettbewerb open mike in Berlin gingen am Sonntag die Preise für Prosa an zwei Österreicherinnen, an die Drehbuchautorin Jessica Lind für "Mama" und an Lektorin Theresia Töglhofer für "Das pure Leben". Die Auszeichnung für Lyrik erhielt Andra Schwarz aus Leipzig für "Gedichte". Die taz-Publikumsjury kürte den Erlanger Studenten und Herausgeber der Literaturzeitschrift "Seitenstechen", Philip Krömer, für den Text "der eine der andere". Der seit 1993 verliehene open mike gilt als einer der wichtigsten Nachwuchspreise für deutschsprachige Autoren. Er wird von der Literaturwerkstatt Berlin und der Frankfurter Crespo Foundation ausgelobt und ist mit insgesamt 7500 Euro dotiert.

65 000 Euro für Silberbüchse von Pierre Brice

Das Interesse am Nachlass des Winnetou-Darstellers war riesig

Die Versteigerung des Nachlasses von Winnetou-Darsteller Pierre Price hat am Wochenende ein unerwartet großes Interesse gefunden. Höhepunkt war der Bieterstreit um die legendäre Silberbüchse, die für 65 000 Euro ersteigert wurden. Bei der Nachlass-Auktion in Mühlenbeck bei Berlin erwarb ein privater Sammler am Sonntag in einem spannenden Bieterwettbewerb das berühmte Gewehr. Insgesamt standen bei der Auktion am Samstag und Sonntag mehr als 1500 Erinnerungsstücke aus dem Leben des französischen Schauspielers zum Verkauf. Das Interesse vor allem bei den Internetbietern war riesig. Rund 20 000 hatten sich zu der Versteigerung angemeldet, am Sonntag brach vor dem Aufruf der Silberbüchse für längere Zeit der Rechner zusammen.

Serbischer Journalist klagt Zensur an

Medienunternehmer Rodic: Regierung setzt Presse unter Druck

Einer der prominentesten Journalisten und Medienunternehmer Serbiens, Aleksandar Rodic, hat die Regierung der massiven Zensur bezichtigt und will sich dem Druck nicht mehr beugen. "Ich sage die Wahrheit: Die Medien in Serbien sind nicht frei und unterliegen großem Druck", schrieb der Besitzer der Zeitung "Kurir" heute in seinem Blatt. Die Regierung bedrohe die Journalisten und deren Familien, damit sie jede Kritik an Ministerpräsident Aleksandar Vucic verhinderten, heißt es in der über drei Zeitungsseiten reichenden Anklage. 80 Prozent der Medien seien angepasst und "verschönern die Realität". Er und seine Zeitung, eines der auflagenstärksten Blätter in diesem Balkanstaat, seien bisher auch ein Teil dieses Systems gewesen, räumte Rodic ein. Er forderte alle Medien auf, "sich von der Angst zu befreien, denn nur so können wir Journalisten werden. Dort, wo die Angst aufhört, fängt der Journalismus an."

Peak City sind Newcomerband des Jahres

Die Berliner Band gewann beim "local heroes"-Wettbewerb

Die "Beste Newcomerband des Jahres" kommt aus Berlin. Peak City gewannen in der Nacht zu Sonntag das Bundesfinale des "local heroes"-Wettbewerbs für junge Bands in Salzwedel, teilte Projektleiterin Julia Wartmann mit. Die sechsköpfige Band habe die Jury durch ihren Stilmix überzeugt. Mutig mischten sie Hardcore, Pop, Rock und elektronische Tanzmusik. Dem Publikum habe Kyles Tolone aus Niedersachsen am besten gefallen. Bester Instrumentalist sei Schlagzeuger Daniel Franke (Max& the Bash, Brandenburg) geworden, bester Sänger Philipp Rodrian von FofoTank aus Rheinland-Pfalz. Insgesamt nahmen 13 Bands und Solokünstler beim Bundesfinale teil.

Alain Delon wird 80

Der schöne Schauspieler blieb im Kino wie im Leben undurchschaubar

Wäre er nicht Filmstar geworden, hätte ihn eine Gangsterkarriere gereizt, soll Alain Delon einmal gesagt haben. Der filmische Ruhm des französischen Weltstar, der heute 80 Jahre alt wird, gründet sich auf diverse zwielichtige Rollen. Diese Image brachte er im Klassiker "Der eiskalte Engel" zur Perfektion. Zu seinen wichtigste Filme zählten Viscontis "Rocco und seine Brüder", "Die Abenteurer" und "Nur die Sonne war Zeuge". Zum Kino kam Alain Delon, der in Sceaux bei Paris geboren wurde, nach einer schwierigen Kindheit eher zufällig. Einem Talenscout fiel seine außergewöhnliche, raubtierhafte Schönheit auf. Delons Karriere wurde immer wieder von Schlagzeilen über sein Liebesleben, seine angeblichen Verbindungen zur Mafia, so wie seine Sympathien für die rechtgerichtete Partei "Front National" begleitet. In Deutschland blieb vor allem in Erinnerung, dass er Romy Schneider unglücklich machte. Seinen 80. Geburtstag feiert Alain Delonmit seinen Hunden und Pferden.

Bunker Valentin als Gedenkstätte eröffnet

Beim Bau starben viele Zwangsarbeiter

Der aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Bunker Valentin in Bremen ist jetzt eine Gedenkstätte. Tausende Zwangsarbeiter mussten das riesige Bauwerk von 1943 bis 1945 errichten. Viele kamen dabei ums Leben. Der Bunker Valentin ist Europas zeitgrößten überirdischen Bunker - nach dem in Brest in der Bretagne. Zu der Eröffnung der Gedenkstätte am Sonntag kamen auch ehemalige Zwangsarbeiter und deren Nachfahren. Die Gedenkstätte rücke das Leid der Arbeiter auf der Baustelle in den Mittelpunkt und bewahre ihre Geschichten, sagte Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD). Besucher können sich ab Dienstag auf einem Rundweg und in einer Ausstellung über das Schicksal der Zwangsarbeiter informieren. Der Eintritt ist frei.

Deutscher Regiepreis für Michael Haneke

"Metropolis" wird heute Abend in München verliehen

Michael Haneke wird heute Abend in München mit dem Deutschen Regiepreis "Metropolis" für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Haneke sei ein "Moralist des wahrhaftigen Bildes", begründet der Bundesverband Regie seine Ehrung. Der 73 Jahre alte Österreicher gehöre zu den international renommiertesten deutschsprachigen Regisseuren. Wie kaum ein anderer Filmemacher binde er den Zuschauer ein und zwinge ihn in puristischen Bildern, sich mit oft monströsen Vorfällen auseinanderzusetzen. Michael Hanekes Werk ("Das weiße Band", "Die Klavierspielerin", "Liebe") wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Die Regiepreise werden in acht Kategorien verliehen, die anderen Preisträger sind noch nicht bekannt.

Lieblingsgitarre von John Lennon für 2,4 Millionen Dollar versteigert

Das Instument galt Jahrzehnte lang als verschollen

Eine Gitarre von John Lennon ist für die Rekordsumme von 2,4 Millionen Dollar versteigert worden. Nach Angaben des amerikanischen Auktionshauses Julien's wurde damit ein Weltrekord bei der Versteigerung einer Gitarre erzielt. Der damalige Beatles-Musiker Lennon hatte die Gibson-Akustikgitarre 1962 erworben und darauf Hits wie 'Love Me Do', 'She Loves You', 'All My Loving', 'This Boy' und 'I Want to Hold Your Hand' gespielt. Bei einem Auftritt im Dezember 1963 in London ging das Instrument verloren. Es wurde später in Kalifornien verkauft, ohne dass die Herkunft bekannt war. Erst im vorigen Jahr konnte ein Beatles-Experte das Instrument als Lennons Gitarre von 1962 identifizieren.

Preisverleihung beim Filmfestival Cottbus

Der serbisch-kroatische Beitrag "Mittagssonne" erhält den Hauptpreis

In Cottbus ist das 25. Filmfestival des osteuropäischen Films zu Ende gegangen. Der serbisch-kroatische Film "Mittagssonne" von Regisseur Dalibor Matanic gewann den mit 25.000 Euro dotierten Hauptpreis. Meisterhaft beleuchte Matanic am Beispiel dreier gemischt-ethnischer Beziehungen in drei verschiedenen Episoden die Beziehungen zwischen Serben und Kroaten in der jüngeren Geschichte, begründete die internationale Festivaljury ihre Entscheidung. Die kroatische Hauptdarstellerin Tihana Lazovic erhielt den Preis als beste Schauspielernin. Der Spezialpreis für die beste Regie ging an die ungarische Regisseurin Lili Horvath für ihren Film "Mittwochskinder". Der russische Film "Fedors Reise durch Moskau am Ende des 21. Jahrhundert" der Regisseurin Aksinya Gog gewann bei den Kurzspielfilm geehrt. Ins Rennen um die Festival-Trophäe "Lubina" waren in diesem Jahr zwölf Wettbewerbsfilme gegangen. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 77.500 Euro vergeben.

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