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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 29.07.2009

"Mitte Ende August"

Anke Leweke über einen Film über die Entfremdung eines Paares

Frei nach Goethes "Wahlverwandtschaften" kauft sich ein von Marie Bäumer und Milan Peschel gespieltes Paar ein Haus auf dem Land. Während sie dort sesshaft werden wollen, verlieren sie sich trotz räumlicher Nähe aus den Augen.

Deutschland 2009, Regie: Sebastian Schipper - Hauptdarsteller: Marie Bäumer, Milan Peschel, André Hennicke, Länge 92 min., ab sechs Jahren

Thomas (Milan Peschel) und Hanna (Marie Bäumer) kaufen sich ein Häuschen auf dem Lande, um mehr Zeit miteinander zu verbringen. Doch während des gemeinsamen Sommers verlieren sie sich immer mehr aus den Augen.

Thomas stürzt sich in halsbrecherische Renovierungsarbeiten, fällt Riesenbäume und bearbeitet mit dem Vorschlaghammer bevorzugt tragende Wände. Als sein älterer Bruder auftaucht, erkennt Hanna in dem stets überlegt handelnden und in sich ruhenden Friedrich (André Hennicke) einen Seelenverwandten. Während Thomas seine Vergnügungssucht mit Hannas junger Nichte Augustine (Anna Brüggemann) bestens ausleben kann.

Sebastian Schippers "Mitte Ende August" ist eine freie Adaption von Goethes "Wahlverwandtschaften". Das Drama einer Liebe auf der Flucht sucht der Regisseur nicht in der großen Geste, stattdessen beobachtet er die kleinen Veränderungen und Rücksichtslosigkeiten im alltäglichen Zusammenleben seiner Figuren. Etwa wenn Thomas morgens die Musik laut aufdreht, obwohl Hanna noch tief und fest schläft. Ohne zu werten oder zu erklären, schaut Schipper dem Entfremdungsprozess eines Paares zu, dass sich liebt, aber vom gemeinsamen Weg abgekommen ist.

Filmhomepage Mitte Ende August

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