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"Mit Kindern kann man vernünftig reden"

Christiane Nöstlinger über diskriminierende Begriffe in Kinderbüchern

Die österreiche Schriftstellerin Christine Nöstlinger
Die österreiche Schriftstellerin Christine Nöstlinger (picture-alliance / dpa)

Aus dem Klassiker "Die kleine Hexe" von Otfried Preußler sollen in Zukunft Begriffe wie "Neger" oder "Negerlein" gestrichen werden. Die Kinderbuchautorin Christiane Nöstlinger meint: Besser wäre es, solche Worte zu erklären, anstatt sie einfach auszutauschen.

Die österreichische Kinderbuchautorin Christiane Nöstlinger plädiert für eine Erklärung und nicht für den Austausch bestimmter Begriffe in Kinderbuchklassikern, die heute als diskriminierend empfunden werden.

Sie halte es für vernünftig, entsprechende Begriffe in Kinderbüchern mit einem Stern zu markieren, sagte Nöstlinger am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur: "Wenn dann zum Beispiel der ‚Negerkönig’ bei der Astrid Lindgren vorkommt (…), dann würde ich - denn ich denke, mit Kindern kann man vernünftig reden - einen Stern dran machen. Und unten auf der Seite dazu eine Anmerkung: Dass das vor 60, 70 oder 80 Jahren geschrieben wurde. Und dass man das damals nicht als diskriminierend empfand. Und dass das eben heute anders sei", so die Autorin vor dem Hintergrund der Diskussion über die politisch korrekte Überarbeitung von Kinder- und Jugendbuchklassikern.

Jüngstes Beispiel dafür ist das Buch "Die kleine Hexe" von Otfried Preußler, das der herausgebende Thienemann Verlag entsprechend überarbeiten lässt.

Mehr zum Thema bei dradio.de:

"Manchmal geht mir die Political Correctness wirklich sehr viel zu weit" - Kinderbuchautor Paul Maar befürwortet nur kleine Änderungen in Kinderbuch-Klassikern
Kommentar: Die "Kleine Hexe" ohne "Neger" und "Negerlein" - Zum Austausch diskriminierender Sprache in Kinderbüchern

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