Seit 02:00 Uhr Nachrichten
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 02:00 Uhr Nachrichten
 
 

Literatur / Archiv | Beitrag vom 05.10.2010

Memoria und Manipulation

Neue Literatur aus Argentinien

Von Ruthard Stäblein

Besucher sitzen auf Hockern, die wie Buchstapel aussehen. (AP)
Besucher sitzen auf Hockern, die wie Buchstapel aussehen. (AP)

Die Vergangenheit bleibt das große Thema der Schriftstellerinnen und Schriftsteller Argentiniens. Denn bis heute ist die Öffentlichkeit des Landes gespalten im Streit über Ursachen und Folgen der Militärdiktatur (1978 - 1983) und auch über die Frage der Mitschuld.

Seit 33 Jahren demonstrieren die Mütter und Großmütter mitten in Buenos Aires und erinnern an die Verschwundenen der Militärdiktatur zwischen 1976 und 1983 sowie an die zwangsadoptierten Babys. Die Mehrzahl der aktuell übersetzten Romane aus Argentinien handelt ebenfalls von dieser Zeit.

Tomás Eloy Martinez bezeichnet sie als "Fegefeuer". Martín Kohan berichtet aus der Innensicht eines Folterarztes. Alan Pauls erzählt von der Vorgeschichte von linksperonistischen Guerilleros. Der kürzlich verstorbene Fogwill ironisiert eine andere Schattenseite der Vergangenheit: den Falklandkrieg.

Das beherrschende Thema der argentinischen Gegenwartsliteratur, die 'memoria', ihre unterschiedliche Auslegung und auch die Schattenseiten zeichnet diese Sendung aus verschiedenen Perspektiven nach. Auch kommen einige Romanciers wie Claudia Pineiro, Martín Kohan und Alan Pauls selbst zu Wort.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Links bei dradio.de:
Alle Sendungen zur Frankfurter Buchmesse bei Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk

Literatur

Oswald EggerBerliner Rede zur Poesie
(picture alliance / dpa / Rolf Haid)

25 Jahre Literaturwerkstatt Berlin – das war Anlass zu einem Festakt am 12. September. Doch künftig wird die Literaturwerkstatt Berlin "Haus für Poesie" heißen und jährlich eine Rede zur Poesie ausloben: Oswald Egger läutete die neue Zeit ein.Mehr

Buchcover lesenTaschenbücher der 1950er-Jahre
Der SPD-Politiker Reinhard Klimmt in seiner Saarbrücker Wohnung, aufgenommen am 29.7.2002. Der ehemalige Bundesverkehrsminister und frühere saarländische Ministerpräsident ist leidenschaftlicher Sammler afrikanischer Kunst und von Büchern. | (picture-alliance / dpa / Becker & Bredel)

Als letzte große Buchmarktinnovation vor dem E-Book prägte das Taschenbuch die Kulturgeschichte der Nachkriegszeit. Es wurde gering geschätzt als billige Massenkultur, demokratisierte jedoch den Zugang zu Literatur und Wissen.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur