Freitag, 31. Oktober 2014MEZ19:40 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsSein und Online
Ein Internetnutzer hat ein Tablet auf dem Schoß, darauf ist eine Facebook-Illustration zu sehen. Seine Beine sind über eine Sofalehne geschwungen. 

Im Computer gibt es keine große Pause wie im Theater: Der Besucherschwund der Analog-Bühnen beschäftigt heute mehrere Feuilletonisten. Sind Twitter und Facebook schuld oder gar die "Blogwarte", von denen einer schreibt? Mehr

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Fazit

Goethe 2.0Das Leben eines Universalgenies digital
Auf dem Bild "Goethe in der römischen Campagna" von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein liegt Goethe hingebettet vor einer italienischen Landschaft

Es ist eines der größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik: "Propyläen. Forschungsplattform zu Goethes Biographica", nennt es sich. Wird der moderne Mensch den alten Dichter durch die digitalen Medien besser verstehen? Mehr

Filme der WocheSolidarität in den 80ern und heute
Die belgischen Brüder Jean-Pierre (l) and Luc Dardenne (r) bei der Vorstellung ihres Films "Zwei Tage, eine Nacht" beim Valladolid International Film Festival in Spanien, aufgenommen am 18.10.2014

Engagement, Kooperation und Mitgefühl auf der Leinwand: Das mitreißende britische Sozialdrama "Pride" punktet mit Spaß und Pointen; "Zwei Tage, eine Nacht" der Gebrüder Dardenne zeigt den Kampf einer Angeschlagenen in einem Klima sozialer Kälte.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 08.01.2013

Meister der Selbstinszenierung

David Bowie überrascht zu seinem 66. Geburtstag mit einem Berlin-Song

Martin Risel im Gespräch mit Frank Meyer

David Bowie
David Bowie (AP)

Ganz überraschend veröffentlichte der Musiker David Bowie nun einen neuen Song - passend zu seinem 66. Geburtstag. "Where are we now" thematisiert auch Berlin, eine Stadt, mit der Bowie eng verbunden ist, wie der Musik-Journalist Martin Risel erklärt.

Gerade für Deutsche sei das Erscheinen von "Where are we now" ein besonderes Ereignis, sagt der Deutschlandradio Kultur-Musikredakteur Martin Risel. Immerhin besingt David Bowie darin die deutsche Hauptstadt Berlin, benennt Ort wie den Potsdamer Platz, das KDW oder den legendären Klub "Dschungel".

In Berlin werde schon gejubelt: Wenn schon kein Flughafen, dann immerhin mal wieder ein Berlin-Song, sagt Risel. Und dann auch noch von dem Helden, auf den man in der Hauptstadt so stolz sei, weil er auch ein bisschen Berlin ist: David Bowie.

Auch im Video zum Song würden schöne Schwarz-Weiß-Bilder aus dem Berlin der 70er-Jahre gezeigt, was atmosphärisch schön gemacht sei, berichtet Risel. "Aber man muss auch aufpassen - da ist viel verklärt", so Risel. Bowie und Berlin seien schließlich beide Meister der Selbstinszenierung.

Bowie habe von 1976 bis 1978 im Berliner Stadtteil Schöneberg gelebt, zusammen mit Iggy Pop. Viele Experten hätten diese Zeit zu seiner musikalischsten Phase erklärt. Auch das kulturelle Leben Berlins, die Museen mit Werken des Expressionismus oder die Elektronikszene, hätten Bowie beeinflusst. Insgesamt entstanden drei Alben Bowies in der damaligen Mauerstadt, die auch die "Berlin-Trilogie" genannt werden.

Das vollständige Gespräch mit Martin Risel können Sie bis zum 8. Juni 2013 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.