Donnerstag, 24. Juli 2014MESZ06:33 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDas letzte bisschen Coolness
Sinead O'Connor singt in ein Mikrofon und hat eine Gitarre umgehängt.

Im Interview mit der "SZ" erklärt die irische Popsängerin Sinead O'Connor, wie sie ihren Kindern gegenüber ihre Coolness bewahrt. Weniger Coolness als vielmehr Geduld fordert der Streit zwischen Suhrkamp und Hans Barlach. Mehr

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Fazit

ShakespeareKleines Kino-Wunder
Filmszene aus "Viel Lärm um nichts" ("Much Ado About Nothing") von Joss Whedon

Es darf gestaunt werden: eine Shakespeare-Adaption, die im Hier und Heute spielt, dabei lustvoll die Sprachgewalt des Dichters feiert, nicht ins Grobe abgleitet, und die dennoch brüllend komisch ist.Mehr

Film Noir Originelle Mordmethoden
Der chinesische Schauspieler Fan Liao ("Bai Ri Yan Huo"/ "Feuerwerk am helllichten Tage") posiert am während der 64. Internationalen Filmfestspiele in Berlin mit dem Goldenenen und Silbernen Bären. Liao wurde mit dem Silbernen Bären als bester Darsteller ausgezeichnet, der Film gewann den Goldenen Bären.

Ist da eine der originellsten Mordmethoden der Filmhistorie ausgezeichnet worden? So wie hier wurde noch nie ein Schlittschuh zum Einsatz gebracht. Der Film "Feuerwerk am helllichten Tage" war der große Gewinner bei der letzten Berlinale. Mehr

Porträt: Christian ClavierAsterix, Napoleon und Monsieur Claude
Die Schauspieler Christian Clavier und Gerard Depardieu küssen Model und Schauspielerin Laetitia Casta in Cannes, Archivfoto von 1998

In Frankreich gehört Christian Clavier seit Jahrzehnten mit Gerard Depardieu und Jean Reno zu den populärsten Schauspielern. Sein jüngster Film "Monsieur Claude und seine Töchter" lockte in Frankreich über zehn Millionen Zuschauer in die Kinos und ist ab Donnerstag in Deutschland zu sehen.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 08.01.2013

Meister der Selbstinszenierung

David Bowie überrascht zu seinem 66. Geburtstag mit einem Berlin-Song

Martin Risel im Gespräch mit Frank Meyer

David Bowie
David Bowie (AP)

Ganz überraschend veröffentlichte der Musiker David Bowie nun einen neuen Song - passend zu seinem 66. Geburtstag. "Where are we now" thematisiert auch Berlin, eine Stadt, mit der Bowie eng verbunden ist, wie der Musik-Journalist Martin Risel erklärt.

Gerade für Deutsche sei das Erscheinen von "Where are we now" ein besonderes Ereignis, sagt der Deutschlandradio Kultur-Musikredakteur Martin Risel. Immerhin besingt David Bowie darin die deutsche Hauptstadt Berlin, benennt Ort wie den Potsdamer Platz, das KDW oder den legendären Klub "Dschungel".

In Berlin werde schon gejubelt: Wenn schon kein Flughafen, dann immerhin mal wieder ein Berlin-Song, sagt Risel. Und dann auch noch von dem Helden, auf den man in der Hauptstadt so stolz sei, weil er auch ein bisschen Berlin ist: David Bowie.

Auch im Video zum Song würden schöne Schwarz-Weiß-Bilder aus dem Berlin der 70er-Jahre gezeigt, was atmosphärisch schön gemacht sei, berichtet Risel. "Aber man muss auch aufpassen - da ist viel verklärt", so Risel. Bowie und Berlin seien schließlich beide Meister der Selbstinszenierung.

Bowie habe von 1976 bis 1978 im Berliner Stadtteil Schöneberg gelebt, zusammen mit Iggy Pop. Viele Experten hätten diese Zeit zu seiner musikalischsten Phase erklärt. Auch das kulturelle Leben Berlins, die Museen mit Werken des Expressionismus oder die Elektronikszene, hätten Bowie beeinflusst. Insgesamt entstanden drei Alben Bowies in der damaligen Mauerstadt, die auch die "Berlin-Trilogie" genannt werden.

Das vollständige Gespräch mit Martin Risel können Sie bis zum 8. Juni 2013 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.