Mittwoch, 22. Oktober 2014MESZ03:47 Uhr

Kulturpresseschau

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Fazit

Kunsthalle BremenViele Lücken in den Beweisketten
Die Aufnahme vom 20.08.2011 zeigt die Rückseite der Kunsthalle Bremen am Tag ihrer Wiedereröffnung mit beiden Anbauten. Damit vergrößerte sich die Nutzfläche um 3750 auf insgesamt 7820 Quadratmeter. Nach der zweijährigen Schließung präsentierte sich damit die Kunsthalle der Hansestadt deutlich erweitert und modernisiert.

Bundesweit lagert in den Museen noch von den Nazis geraubter Besitz. Denn wenn der Etat kaum für Museumsarbeit reicht, kommt auch die Provenienzforschung zu kurz. Die Kunsthalle zeigt erste Ergebnisse eines dreijährigen Projekts.Mehr

Brasiliens KulturszeneZerrissen wie nie
Blick auf die Stadt Rio de Janeiro und die Bucht, links ist die Christusstatue zu sehen 

Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt streiten die Kulturschaffenden in Brasilien über die Frage, für wen sie ihr Kreuz machen sollen. Die Auseinandersetzung wird emotional geführt - und verursachte sogar das Aus einer Filmfirma.Mehr

FilmmusikKlänge für den Kampf gegen den Hai
Pierre Brice (l) als Apachen-Häuptling Winnetou und Lex Barker als sein Blutsbruder Old Shatterhand in einer Szene des Karl-May-Films "Im Tal des Todes". Lex Barker sitzt auf einem Pferd mit einem Gewehr in der Hand. Beide schauen in die Ferne.

Moderne Musik für einen Stummfilmklassiker: Bei den Filmmusiktagen Sachsen-Anhalt üben sich zum Beispiel junge Komponisten. Doch auch die renommierten Vertreter kommen in Halle auf ihre Kosten und es gibt eine Ehrung für den Komponisten der Winnetou-Musik.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 08.01.2013

Meister der Selbstinszenierung

David Bowie überrascht zu seinem 66. Geburtstag mit einem Berlin-Song

Martin Risel im Gespräch mit Frank Meyer

David Bowie
David Bowie (AP)

Ganz überraschend veröffentlichte der Musiker David Bowie nun einen neuen Song - passend zu seinem 66. Geburtstag. "Where are we now" thematisiert auch Berlin, eine Stadt, mit der Bowie eng verbunden ist, wie der Musik-Journalist Martin Risel erklärt.

Gerade für Deutsche sei das Erscheinen von "Where are we now" ein besonderes Ereignis, sagt der Deutschlandradio Kultur-Musikredakteur Martin Risel. Immerhin besingt David Bowie darin die deutsche Hauptstadt Berlin, benennt Ort wie den Potsdamer Platz, das KDW oder den legendären Klub "Dschungel".

In Berlin werde schon gejubelt: Wenn schon kein Flughafen, dann immerhin mal wieder ein Berlin-Song, sagt Risel. Und dann auch noch von dem Helden, auf den man in der Hauptstadt so stolz sei, weil er auch ein bisschen Berlin ist: David Bowie.

Auch im Video zum Song würden schöne Schwarz-Weiß-Bilder aus dem Berlin der 70er-Jahre gezeigt, was atmosphärisch schön gemacht sei, berichtet Risel. "Aber man muss auch aufpassen - da ist viel verklärt", so Risel. Bowie und Berlin seien schließlich beide Meister der Selbstinszenierung.

Bowie habe von 1976 bis 1978 im Berliner Stadtteil Schöneberg gelebt, zusammen mit Iggy Pop. Viele Experten hätten diese Zeit zu seiner musikalischsten Phase erklärt. Auch das kulturelle Leben Berlins, die Museen mit Werken des Expressionismus oder die Elektronikszene, hätten Bowie beeinflusst. Insgesamt entstanden drei Alben Bowies in der damaligen Mauerstadt, die auch die "Berlin-Trilogie" genannt werden.

Das vollständige Gespräch mit Martin Risel können Sie bis zum 8. Juni 2013 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.