Montag, 22. September 2014MESZ20:19 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsJungfrauen-Haar bei Alibaba
Jack Ma, chairman of Alibaba Group, witnesses a group wedding ceremony on May 9, 2014 in Hangzhou, Zhejiang Province of China

Tätowiermaschinen, Dessous, Nippes: Wie beim Besuch in einem Billigladen fühlte sich "FAZ"-Autor Mark Siemons bei einer Stippvisite auf der chinesischen Onlineplattform "Alibaba". Das soll ein Weltunternehmen sein?Mehr

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Fazit

Kinderfilmfestival LucasWenn Kinder flüchten müssen
Das Deutsche Filmmuseum am Museumsufer in Frankfurt am Main.

Mit der Reihe "Migration - Traum oder Trauma?" setzt das Kinderfilmfestival Lucas dieses Jahr einen besonders ernsten Schwerpunkt. Festival-Leiterin Petra Kappler erklärt, wie es dazu kam - und wie mögliche Erschütterungen junger Zuschauer aufgefangen werden.Mehr

Spektakulärer FundDas Geheimnis der Sphinxen
Karyatiden-Statue in einer Ausgrabungsstädte bei Amphipolis in Nordgriechenland, Aufnahme des griechischen Kultusministerium vom September 2014

In einem riesigen Grab in Nordgriechenland sind große, gut erhaltene Frauenstatuen gefunden worden. Sie stammen offenbar aus der Zeit Alexanders des Großen – und geben den Forschern Rätsel auf. Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 08.01.2013

Meister der Selbstinszenierung

David Bowie überrascht zu seinem 66. Geburtstag mit einem Berlin-Song

Martin Risel im Gespräch mit Frank Meyer

David Bowie
David Bowie (AP)

Ganz überraschend veröffentlichte der Musiker David Bowie nun einen neuen Song - passend zu seinem 66. Geburtstag. "Where are we now" thematisiert auch Berlin, eine Stadt, mit der Bowie eng verbunden ist, wie der Musik-Journalist Martin Risel erklärt.

Gerade für Deutsche sei das Erscheinen von "Where are we now" ein besonderes Ereignis, sagt der Deutschlandradio Kultur-Musikredakteur Martin Risel. Immerhin besingt David Bowie darin die deutsche Hauptstadt Berlin, benennt Ort wie den Potsdamer Platz, das KDW oder den legendären Klub "Dschungel".

In Berlin werde schon gejubelt: Wenn schon kein Flughafen, dann immerhin mal wieder ein Berlin-Song, sagt Risel. Und dann auch noch von dem Helden, auf den man in der Hauptstadt so stolz sei, weil er auch ein bisschen Berlin ist: David Bowie.

Auch im Video zum Song würden schöne Schwarz-Weiß-Bilder aus dem Berlin der 70er-Jahre gezeigt, was atmosphärisch schön gemacht sei, berichtet Risel. "Aber man muss auch aufpassen - da ist viel verklärt", so Risel. Bowie und Berlin seien schließlich beide Meister der Selbstinszenierung.

Bowie habe von 1976 bis 1978 im Berliner Stadtteil Schöneberg gelebt, zusammen mit Iggy Pop. Viele Experten hätten diese Zeit zu seiner musikalischsten Phase erklärt. Auch das kulturelle Leben Berlins, die Museen mit Werken des Expressionismus oder die Elektronikszene, hätten Bowie beeinflusst. Insgesamt entstanden drei Alben Bowies in der damaligen Mauerstadt, die auch die "Berlin-Trilogie" genannt werden.

Das vollständige Gespräch mit Martin Risel können Sie bis zum 8. Juni 2013 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.