Dienstag, 28. April 2015MESZ20:18 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsTocotronic forever
Tocotronic im April 2015 in Hamburg (picture alliance / dpa / Foto: Henrik Josef Boerger)

Einst sang Tocotronic "Pure Vernunft darf niemals siegen". Aktuell ist die Gruppe wieder auf Tour. Anlass genug für die "Berliner Zeitung" eine Lobeshymne auf die viel zitierten Hamburger anzustimmen: Eine "Band, die alle anderen deutschsprachigen Bands entlarvt".Mehr

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Fazit

Heidelberger StückemarktWilde Fantasien
Festival "Heidelberger Stückemarkt" 2015 (Theater und Orchester Heidelberg/Foto: Annemone Taake )

Ein überflutetes Paradies, eine versoffene Mutter und ein Wechselbalg aus Oklahoma. Auf dem "Heidelberger Stückemarkt", dem wichtigsten deutschen Nachwuchsfestival, wurden die Texte der kommenden Theaterinszenierungen präsentiert. Unspielbares war auch dabei.Mehr

Buchmesse in KiewUkrainer auf der Suche nach Antworten
Der ukrainische Schriftsteller Jurij Andruchowitsch (imago stock&people)

Die ukrainischen Schriftsteller versuchen, die Ereignisse im letzten Jahr in Worte zu fassen. So waren die Hauptthemen auf der Kiewer Buchmesse der Krieg in der Ostukraine und die Maidan-Bewegung. Das Angebot schwankte zwischen Propaganda und Aufklärung.Mehr

Polnische Filmschau in BerlinMutige Konfrontationen
Die polnische Filmemacherin Agnieszka Holland zu Gast bei Deutschlandradio Kultur (Sven Crefeld / Deutschlandradio Kultur)

Die Vielfalt des polnischen Films zeigt das in Berlin stattfindende Festival "filmPOLSKA 2015". Angereist sind die Starregisseurin Agnieszka Holland oder Andrzej Wajda mit seinem Werk "Walesa". Doch auch bei den weniger bekannten Filmemachern sind Entdeckungen zu machen. Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 08.01.2013

Meister der Selbstinszenierung

David Bowie überrascht zu seinem 66. Geburtstag mit einem Berlin-Song

Martin Risel im Gespräch mit Frank Meyer

David Bowie (AP)
David Bowie (AP)

Ganz überraschend veröffentlichte der Musiker David Bowie nun einen neuen Song - passend zu seinem 66. Geburtstag. "Where are we now" thematisiert auch Berlin, eine Stadt, mit der Bowie eng verbunden ist, wie der Musik-Journalist Martin Risel erklärt.

Gerade für Deutsche sei das Erscheinen von "Where are we now" ein besonderes Ereignis, sagt der Deutschlandradio Kultur-Musikredakteur Martin Risel. Immerhin besingt David Bowie darin die deutsche Hauptstadt Berlin, benennt Ort wie den Potsdamer Platz, das KDW oder den legendären Klub "Dschungel".

In Berlin werde schon gejubelt: Wenn schon kein Flughafen, dann immerhin mal wieder ein Berlin-Song, sagt Risel. Und dann auch noch von dem Helden, auf den man in der Hauptstadt so stolz sei, weil er auch ein bisschen Berlin ist: David Bowie.

Auch im Video zum Song würden schöne Schwarz-Weiß-Bilder aus dem Berlin der 70er-Jahre gezeigt, was atmosphärisch schön gemacht sei, berichtet Risel. "Aber man muss auch aufpassen - da ist viel verklärt", so Risel. Bowie und Berlin seien schließlich beide Meister der Selbstinszenierung.

Bowie habe von 1976 bis 1978 im Berliner Stadtteil Schöneberg gelebt, zusammen mit Iggy Pop. Viele Experten hätten diese Zeit zu seiner musikalischsten Phase erklärt. Auch das kulturelle Leben Berlins, die Museen mit Werken des Expressionismus oder die Elektronikszene, hätten Bowie beeinflusst. Insgesamt entstanden drei Alben Bowies in der damaligen Mauerstadt, die auch die "Berlin-Trilogie" genannt werden.

Das vollständige Gespräch mit Martin Risel können Sie bis zum 8. Juni 2013 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.