Samstag, 25. Oktober 2014MESZ15:26 Uhr

Kulturpresseschau

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Fazit

AusstellungEin Minimalist schaut auf sich selbst
Der Künstler Imi Knoebel 2014 vor seinen Werken "Aliaaa" (l, 2002) und "Ich Nicht X" (2006) in der Ausstellung "Imi Knoebel. Werke 1966-2014" im Kunstmuseum in Wolfsburg.

Der Beuys-Schüler Imi Knoebel gehört zu den wichtigsten Vertretern der Minimal Art in Deutschland. Zum 75. Geburtstag des Künstlers zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg eine umfassende Werkschau, inszeniert von Imi Knoebel selbst. Mehr

TheaterDas ist der Mensch!
Die "Woyzeck"-Inszenierung am Münchner Volkstheater ist ein Wagnis.

Schon unzählige Male kam Büchners Woyzeck auf die Bühne. Am Münchner Volkstheater hat der Regisseur Abdullah Kenan Karaca den Stoff völlig neu zusammengesetzt. Die kühne Inszenierung folgt der Frage: Was ist der Mensch?Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 08.01.2013

Meister der Selbstinszenierung

David Bowie überrascht zu seinem 66. Geburtstag mit einem Berlin-Song

Martin Risel im Gespräch mit Frank Meyer

David Bowie
David Bowie (AP)

Ganz überraschend veröffentlichte der Musiker David Bowie nun einen neuen Song - passend zu seinem 66. Geburtstag. "Where are we now" thematisiert auch Berlin, eine Stadt, mit der Bowie eng verbunden ist, wie der Musik-Journalist Martin Risel erklärt.

Gerade für Deutsche sei das Erscheinen von "Where are we now" ein besonderes Ereignis, sagt der Deutschlandradio Kultur-Musikredakteur Martin Risel. Immerhin besingt David Bowie darin die deutsche Hauptstadt Berlin, benennt Ort wie den Potsdamer Platz, das KDW oder den legendären Klub "Dschungel".

In Berlin werde schon gejubelt: Wenn schon kein Flughafen, dann immerhin mal wieder ein Berlin-Song, sagt Risel. Und dann auch noch von dem Helden, auf den man in der Hauptstadt so stolz sei, weil er auch ein bisschen Berlin ist: David Bowie.

Auch im Video zum Song würden schöne Schwarz-Weiß-Bilder aus dem Berlin der 70er-Jahre gezeigt, was atmosphärisch schön gemacht sei, berichtet Risel. "Aber man muss auch aufpassen - da ist viel verklärt", so Risel. Bowie und Berlin seien schließlich beide Meister der Selbstinszenierung.

Bowie habe von 1976 bis 1978 im Berliner Stadtteil Schöneberg gelebt, zusammen mit Iggy Pop. Viele Experten hätten diese Zeit zu seiner musikalischsten Phase erklärt. Auch das kulturelle Leben Berlins, die Museen mit Werken des Expressionismus oder die Elektronikszene, hätten Bowie beeinflusst. Insgesamt entstanden drei Alben Bowies in der damaligen Mauerstadt, die auch die "Berlin-Trilogie" genannt werden.

Das vollständige Gespräch mit Martin Risel können Sie bis zum 8. Juni 2013 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.