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Meißel, Männer, Mittelalter

Das oberschwäbische Meßkirch beamt sich ins 9. Jahrhundert

Von Susanne von Schenck

Ein Modell der geplanten mittelalterlichen Klosterstadt steht in der Stadthalle von Meßkirch.
Ein Modell der geplanten mittelalterlichen Klosterstadt steht in der Stadthalle von Meßkirch. (picture alliance / dpa / Marc Herwig)

Waldarbeiter fällen Bäume, Ochsen ächzen unter der Last von Steinen, ein Schmied lässt seinen Hammer auf glühendes Eisen fallen. Das oberschwäbische Meßkirch will die Zeit zurückdrehen bis ins frühe 9. Jahrhundert.

Der Klosterplan von St. Gallen, die älteste Bauzeichnung zwischen Antike und Mittelalter, soll nun als "Campus Galli" in einem Wald bei Meßkirch entstehen - ohne Strom, ohne Maschinen, ohne Kaffee. Vorbild ist Guédelon im nördlichen Burgund. Einzig mit Mitteln des 13. Jahrhunderts bauen dort Menschen seit fünfzehn Jahren eine mittelalterliche Ritterburg – ein Neubau, der Touristen in Scharen anlockt.

In Meßkirch wird am 2. April 2013, dem Geburtstag Karls des Großen, die frühmittelalterliche Baustelle offiziell eröffnet. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Begeisterte nähen grobe Leinenhemden von Hand, stellen Holzschindeln her, flechten Körbe, trainieren Ochsen. Die Deutschlandrundfahrt begibt sich auf eine Zeitreise ins deutsche und französische Mittelalter.

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Links:
Campus Galli - die mittelalterliche Klosterstadt in Meßkirch
Mittelalterliche Baustelle im französischen Guédelon - nach ihrem Vorbild wird in Meßkirch die Klosterstadt gebaut.

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